Titel: Alter Feind Autor: Destiny Kontakt: xDestiny_@gmx.net Kategorie: MSR, Angst Rating: PG Spoiler: Todestrieb und andere Short-Cut: Ein Klassentreffen, doch alles kommt ganz anders als man erwartet hätte Disclaimer: Alle hier genannten Personen gehören nicht mir und werden auch nie mir gehören. Sie gehören einen Mann, nämlich Chris Carter und ich denke, da sind sie ganz gut aufgehoben. Feedback: IMMER. Lob, Kritik oder was euch sonst so auf der Seele liegt, schreibt es mir. Alter Feind 20.02.2000 20:30 Uhr Scully war müde. Sie parkte das Auto vor ihrem Haus und nachdem sie das Auto abgestellt hatte, sank sie nach hinten in ihren Sitz und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Von draußen prasselte der Regen gegen die Scheiben. Es war ein anstrengender Tag gewesen. Mit einem Seufzen öffnete sie wieder ihre Augen und zog den Schlüssel aus dem Zündschloss. Langsam öffnete sie die Autotür und setzte ein Bein nach dem anderen nach draußen. Scully schlug die Tür mit ihrem rechten Fuß zu und machte sich auf dem Weg zu ihrem Haus. Auf halben Weg fiel ihr ein, dass sie vergessen hatte abzuschließen. Mit einem inneren Fluch machte sie auf dem Absatz kehrt und ging zu ihrem Auto zurück. Als sie den Schlüssel gerade ins Schloss stecken wollte, rutschte er ihr aus der Hand und fiel in eine Pfütze. >Das darf doch nicht wahr sein. Heute ist echt mein Glückstag. Bin mal gespannt, was mir als nächstes passiert. Wahrscheinlich stelle ich gleich noch fest, dasss ich meinen Hausschlüssel im Büro vergessen habe.< Verärgert bückte sich Scully und hob den Schlüssel auf. Sie wischte sich ihre nasse Hand an ihrem Mantel ab und steckte den Schlüssel ins Schloss. Als Scully ihren Wagen abgeschlossen hatte, stülpte sie sich ihren Mantel über den Kopf und lief in Richtung ihres Hauses. Scully schloss die Tür auf und zog gleichzeitig ihren nassen Mantel aus. Sie hängte ihn an den Kleiderständer und warf ihre Tasche auf das Sofa. Für gewöhnlich war sie darauf bedacht nicht ihre Sachen irgendwo hinzuschmeißen, aber heute war ihr alles egal. Das einzige, was sie wollte, war ein warmes Bad und einen heißen Tee. Während sie in die Küche ging, drückte sie auf den Knopf an ihren Anrufbeantworter. Die erste Nachricht war von ihrer Mutter, die nur wissen wollte, wie es ihr ginge, da sie sich schon länger nicht mehr gesehen haben. Die zweite war von ihrem Bruder Bill, der ihr mitteilte, dass er an ihrem Geburtstag nicht kommen könne, da er auf See ist. Als die dritte Nachricht eingespielt wurde, füllte sie gerade Wasser in die Teekanne und stellte diese auf den Herd. Die Stimme der dritten Nachricht konnte sie nicht sofort zuordnen, aber was sie mitteilte, ließ Scully überrascht aufschauen. Sie wischte sich ihre Hände an einem Küchentuch ab und ging zurück ins Wohnzimmer. Sie spulte das Band zurück und hörte sich die Nachricht nochmals an. "Hi, Dana, ich weiß nicht ob du dich noch an mich erinnern kannst, aber hier spricht deine alte Schulfreundin Denise. Wir veranstalten am Sonntag ein Klassentreffen. Du kannst auch gerne einen Freund mitbringen, da eh alle mit ihren Ehemännern kommen werden. Wäre wirklich schön, wenn du kommen würdest. Ach ja, wir treffen uns übrigens um 20:00 Uhr im `SURPRISE´. Ich sage dann mal, vielleicht bis bald." Scully setze sich auf ihr Sofa und hörte sich die Nachricht zum dritten Mal an. >Ich kann da nicht hingehen. Aber nochmals kann ich nicht absagen. Ich meine, mit wem soll ich dahin gehen? Alle kommen sie mit ihren Ehemännern und wenn ich dann so ganz alleine dort erscheine .... nein .... und außerdem, über was soll ich den reden? `Dana, was machst du den so? Arbeitest du jetzt als Ärztin ´ `Nein, ich bin beim FBI gelandet und jage jetzt kleinen grünen Männchen hinterher. ´Oh man, was soll ich nur machen?< Frustriert ging sie in die Küche und holte sich ihren Tee. Danach ging Scully in ihr Badezimmer und ließ sich ein Bad ein. Nach dem Bad war sie einigermaßen entspannt und legte sich erschöpft auf ihr Bett. Kurze Zeit später war sie auch schon eingeschlafen. Nächster Tag FBI-Zentrale Mulders Büro Mulder öffnete die Tür und legte sein Jacket über seinen Stuhl. Er hatte heute ausgesprochen gute Laune. Vielleicht lag es ja da dran, dass heute ein etwas ruhiger Tag werden würde. Scully und er hatten gestern erfolgreich einen Fall gelöst und der heutige Tag würde beinhalten, die Berichte zu schreiben. Und da Scullys und seiner sich wahrscheinlich von Grund auf unterscheiden würden, werden sie offensichtlich den Tag damit verbringen einen einigermaßen übereinstimmenden Bericht zu schreiben, um den dann an Skinner zu schicken. Noch während er darüber nachdachte, schnappte er seine Tasse und die von Scully und ging aus dem Büro, um frischen Kaffe zu holen. In diesem Moment betrat Scully das Büro und war überrascht Mulder nicht vorzufinden. Sie schaute sich um und entdeckte Mulders Jacke. Also, war er wohl da. Gerade als sie sich in Mulders Stuhl setzte, kam er auch schon hinein. "Guten Morgen, Scully.", sagte er fröhlich, als er sie sah. "Haben Sie sich ein wenig erholt?" "Was ist denn mit Ihnen los? Haben Sie einen neuen Fall entdeckt oder sind Sie vielleicht irgendein außerirdischer Klon, der sich nur als Fox Mulder ausgibt?" "Tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen, aber ich bin es wirklich. 100%ig aus Fleisch und Blut. Aber Sie sehen nicht gerade fröhlich aus. Haben Sie schlecht geschlafen?" Er ging zu ihr hinüber und gab ihr ihre Tasse Kaffee. "Hier, die habe ich Ihnen mitgebracht. Ein Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.", sagte er lächelnd und nahm einen großen Schluck von seinem. Scully schüttelte lächelnd ihren Kopf und nahm ebenfalls einen Schluck. "Dann wollen wir mal hoffen, dass Sie recht haben." "Habe ich mich jemals geirrt, Scully?", Scully schaute ihn mit einem `Ich-habe-mich-doch-gerade-verhört-Blick´ an und hob eine Augenbraue. "Außerdem, ist der Muldersche Kaffee, der beste, den Sie je getrunken haben. Wenn man den getrunken hat, geht es einem gleich viel besser." "Dann haben Sie ja bestimmt schon eine ganze Kanne getrunken." Scully stand auf und setzte sich auf ihren Stuhl. "Also, steht heute irgendwas besonderes an?", fragte Scully, um das Thema zu wechseln. "Na ja, wenn Sie Berichte schreiben als was Besonderes ansehen, dann ja." Jetzt setzte sich Mulder in seinen Stuhl und griff nach einigen Akten. Scully nahm sich ebenfalls ein paar Akten und begann sie durchzusehen. Doch Sie konnte sich nicht richtig konzentrieren, da ihre Gedanken immer wieder zu dem Klassentreffen abschweiften, welches schon dieses Wochenende stattfinden würde. Und das an ihrem Geburtstag. Mulder schaute von seinen Akten auf und blickte zu Scully hinüber, die einfach nur dasaß und auf den Bildschirm ihres Computers starrte und nichts tat. Sie war total in einem Tagtraum versunken. Mulder beobachtete sie eine Weile, bis sie durch eine Bewegung von ihm aus ihrem Traum gerissen wurde. "Was ist?", fragte Scully erschrocken "Das wollte ich Sie gerade fragen. Sie waren ja gerade völlig weg. Und da sagen Sie zu mir, ich habe Tagträume. Ist alles in Ordnung?", Mulder hätte diese Frage gar nicht stellen brauche, da er eh schon die Antwort kannte und er wurde nicht enttäuscht. "Mir geht es gut. Es ist alles in Ordnung." "Das können Sie Ihrer Großmutter erzählen, Scully, aber ich sehe doch, dass Sie irgendwas beschäftigt." "Nein, ... ähm ... es ist alles in Ordnung. Ich ... ich war nur in Gedanken.", erwiderte Scully unsicher und schaute wieder auf ihre Akten. Mulder zuckte mit den Schultern und wandte sich wieder seinen Bericht zu. Diesmal tippte Scully immer mit einem Bleistift auf dem Tisch herum und rutschte unruhig auf ihren Stuhl hin und her. Sie spielte mit den Gedanken Mulder zu fragen, ob er sie begleiten würde. Dann hätte sie einen Partner und würde sich nicht so ganz fehl am Platz fühlen. Aber auf der anderen Seite konnte sie ihn nicht fragen. Das war etwas persönliches und sie waren schließlich nur Partner. Sie wollte ihn nicht auch noch mit ihren privaten Problemen in den Ohren liegen. Außerdem hätte er wahrscheinlich überhaupt keine Zeit und Lust. Mit ihr auf einen Klassentreffen zu gehen, wo er niemanden kannte und nur irgendwelche alten Schulkameraden von ihr herumliefen. Scully schüttelte ihren Kopf und Mulder schaute wieder auf. "Was ist, Scully? Habe ich irgendwas gemacht oder irgendwo einen Fleck?"; Mulder schaute auf sein Hemd. "Was? ...äh ....nein. Ich habe nur nachgedacht." Langsam wurde Mulder neugierig. Seit er Scully kannte, war sie noch nie so in Gedanken versunken. Er befürchtete, es könnte etwas ernstes sein und stand von seinem Stuhl auf und ging zu Scully rüber und setzte sich auf die Tischkante seines Schreibtisches. So wie es Scully für gewöhnlich immer tat. "Kommen Sie, Scully, mir können Sie es doch ruhig erzählen." "Ich weiß nicht, Mulder, es ist ...ist ... nun wie soll ich sagen? ... Ach, vergessen Sie es einfach. Ist nicht so wichtig." "Das glaube ich aber doch. Sonst würden Sie nicht regungslos auf ihren Bildschirm starren und danach nervös auf Ihren Stuhl hin und her rutschen. Ich hoffe nur, dass es nichts ernstes ist." "Nein, nein, es ist nichts ernstes. Ich möchte Sie halt nur nicht mit meinen Problemen belasten, das ist alles." "Hey, Sie belasten mich doch nicht mit Ihren Problemen. Ich helfe Ihnen doch gerne, also, raus mit der Sprache." Scully biss sich auf ihre Lippe und rutschte wieder hin und her. Man konnte sehen, wie sie mit sich kämpfte. Mulder schaute sie erwartungsvoll an und wartete darauf, dass sie beginnen würde. "Na ja, wie gesagt, es ist eigentlich gar nicht so wichtig.", dabei wedelte Scully mit ihren Händen in der Luft herum. Mulder amüsierte sich darüber, dass Scully einmal in ihrem Leben die Worte fehlten. "Also, es begann alles gestern abend. Ich hörte, wie immer meinen Anrufbeantworter ab und da war halt eine Nachricht bei, über die ich mir jetzt Gedanken mache ..." "Aha, und wollen Sie mir auch verraten, wovon sie handelte oder muss ich anfangen zu raten?" "Sie lassen nicht locker, oder?" Mulder schüttelte mit dem Kopf. "Eigentlich müssten Sie mich gut genug kennen, um zu wissen, dass ich ein ziemlicher Dickkopf bin. Na kommen Sie. Jetzt spannen Sie mich nicht so auf die Folter." "Es ... es war so eine dumme Einladung von einer Schulfreundin. Sie ... sie will ein Klassentreffen veranstalten und hat mich halt eingeladen, aber ich denke, ich werde nicht hingehen.", beendete Scully den Satz. Mulder schaute sie eine Weile an ohne etwas zu sagen, doch dann musste er grinsen. "Was grinsen Sie denn so blöd?" "Jetzt ist es raus. Die undurchschaubaren Agentin Scully will nicht zu einen harmlosen Klassentreffen.", Mulder klatschte triumphierend in seine Hände "Ja, ja, machen Sie sich ruhig lustig über mich, aber Sie waren, soweit ich weiß, auch noch nie in den letzten sieben Jahren auf ein Klassentreffen, oder irre ich mich da?" "Ich bin halt nicht so beliebt wie sie, aber das ist ein ganz anderes Thema. Lenken Sie nicht ab. Ich meine, was ist denn daran so schlimm, seine ganzen Schulfreunde wieder zu sehen?" "Ich würde mich ja wirklich freuen sie wieder zu sehen, aber ..." "Aber?" "Ich würde mir da irgendwie fehl am Platz vorkommen, wissen Sie? Ich meine, wenn man mein Leben mit dem der anderen vergleicht ... Das soll jetzt nicht heißen, dass ich unglücklich wäre, ich liebe meinen Job. Ich ...ich meine, ich könnte mir ehrlich gesagt, ein anderes Leben gar nicht mehr vorstellen. Herumreisen, Mutanten und Aliens jagen, das machen die anderen nicht. Es ist irgendwo etwas ganz anderes, aber genau deswegen ... verstehen Sie das jetzt bitte nicht falsch .... ich .... ich kann denen ja wohl kaum erzählen, dass ich kleinen grünen - Entschuldigung - grauen Männchen nachlaufe." "Können Sie nicht? Dann wären Sie die Heldin des Abends. Dana Scully hat ihre Medizinkarriere aufgegeben und ist zum FBI gewechselt. Dort wurde sie einer Abteilung zu geteilt, die jeder verabscheut und als sinnlos darstellt. Doch Dana Scully hat keine andere Wahl. Sie hatte den Auftrag ihren neuen Partner `Spooky-Mulder´ zu überwachen. Spooky-Mulder schleppte Dana Scully, die großartige Wissenschaftlerin, quer durchs ganze Land, - nein besser noch, fast um die ganze Welt bis zur Arktis - um fliegenden Untertassen nachzujagen. Und sie hält es jetzt bereits seit sieben Jahren mit Spooky-Mulder aus. Wenn ich darüber nachdenke, muss ich sagen, dass es schon eine ganz schön lange Zeit ist. Wir arbeiten jetzt sieben Jahre zusammen und Sie sind noch nicht geflüchtet. Also, kann ich ja gar nicht so schlimme sein, wie alle sagen, oder? Aber hey, Sie haben doch einen interessanten Werdegang gemacht. Anstatt in die oberste Etage zukommen, landen Sie im Keller - im wahrsten Sinne des Wortes - das hat auch noch niemand geschafft. Sie sind da eine Ausnahme, Scully. Im Grunde können Sie stolz auf sich sein." "Mulder, ich bitte Sie! Die würden denken, ich sei aus der Irrenanstalt geflohen." Mulder schaute etwas gekränkt als Scully dies sagte. "So war das nicht gemeint, Mulder, aber ich bitte Sie, Sie müssen mich auch verstehen." "Ist schon gut, ich weiß ja, wie Sie es gemeint haben ... Und wer wird Sie begleiten? Die anderen werden doch bestimmt ihre Lebensgefährten mitbringen, oder?", lenkte Mulder das Thema in eine andere Richtung, die Scully überhaupt nicht gefiel. Scully schaute auf ihre Hände und antwortete nicht. Langsam ging Mulder ein Licht auf. "Ja, ich glaube, langsam verstehe ich, warum Sie da nicht hin möchten. Sie wollen dort nicht alleine auftauchen, während die anderen alle mit ihren Partnern da sind, habe ich recht?" "Ach, ist ja auch egal, ich habe so oder so keine Zeit dort hinzugehen. Ich bin bei meiner Mutter, um meinen Geburtstag zu feiern." "Das Treffen ist schon Sonntag? Wissen Sie ich habe da eine phantastische Idee. Quasi ein Geburtstagsgeschenk gratis, was sagen sie?" "Was genau wollen Sie damit sagen?" "Das liegt doch auf der Hand. Ich werde Sie dorthin begleiten. Natürlich nur, wenn Ihnen dass nichts ausmacht, von `Spooky-Mulder´ begleitet zu werden.", Mulder schaute sie nervös und erwartungsvoll zu gleich an. Erst jetzt wurde ihm der Sinn des gesagtem klar. Er hatte seine Partnerin zu einem privatem Treffen eingeladen. Na ja, eigentlich hatte er sich ja selbst eingeladen, aber es kam so ziemlich auf das Gleiche heraus. "Sie würden mit mir auf mein Klassentreffen gehen?", fragte Scully unglaubwürdig und zugleich doch froh, dass er es gesagt hatte und sie ihn nicht fragen musste. "Wenn ich es Ihnen doch sage. Aber ich meine, Sie können auch mit jemanden anders hingehen, aber es würde mich wirklich freuen Sie zu begleiten." Scully dachte immer noch über seinen Vorschlag nach. Eigentlich war es ja genau das, was sie wollte und sie musste ihn noch nicht mal fragen. Er hatte es ganz von alleine angeboten. Schließlich entschied sich Scully dafür, sein Angebot an zunehmen. "Okay, aber Sie sollten trotzdem wissen, worauf Sie sich da einlassen, denn ...." "Das werde ich ja dann sehen. Außerdem werde ich mit Special Agent Dana Scully ausgehen, darum wird mich das ganze FBI beneiden.", unterbrach Mulder sie schelmisch. "Tja, ich suche mir halt genausten aus, wer mit mir wohin gehen darf", versuchte Scully gelassen zu erwidern, aber so ganz gelang es ihr nicht. "Es ist mir eine Ehre.", und Mulder verbeugte sich vor Scully. Sie nahm eine Akte in die Hand und klappste Mulder damit auf den Hinterkopf. "Machen Sie nur weiter so und ich werde es mir nochmals anders überlegen." Lachend ging Mulder zu seinem Schreibtisch zurück und machte sich wieder an die Arbeit. Diesmal konnte Scully sich auch konzentrieren und arbeitete den Fall systematisch durch. "Ach, Scully, ich habe da noch eine Frage. Eigentlich zwei." "Ja, Mulder?", ohne von ihrem Bericht aufzusehen. "Erstens, was soll ich anziehen und zweitens wann soll ich Sie abholen?" Jetzt erst schaute Scully auf. "Mmmh, ich würde sagen, Sie ziehen was ganz normales an, vielleicht keine Arbeitskleidung. Sie haben doch noch andere Sachen, oder?" Mulder nickte mit dem Kopf. "Und, na ja, das Treffen beginnt um acht, also würde ich sagen, dass wir uns eine halbe Stunde vorher treffen, ist das okay? Aber Mulder, ich kann Sie auch abhohlen." "Scully, ich wäre doch wohl kein Gentleman, wenn ich Sie nicht abholen würde. Nein, nein, ich hole Sie ab. Also, dann um halb acht bei Ihnen?" "Ja.", beide wandten sich wieder ihrer Arbeit zu und das einzige, was man jetzt noch hören konnte, war das monotone Geräusch der Tasten. Scullys Wohnung 23.02.2000 19:30 Uhr Scully hatte sich gerade ihre neuen Schuhe angezogen, als es an der Tür klopfte. Sie schaute durch den Spion und wie erwartet stand Mulder vor ihr. Sie öffnete ihm und machte ihm Platz um einzutreten. "Kommen Sie ruhig rein, Mulder, ich bin gleich fertig.", und schon war Scully wieder in ihrem Schlafzimmer verschwunden. Mulder ging langsam ins Wohnzimmer und setzte sich auf ihre Couch. "Lassen Sie sich ruhig Zeit.", plötzlich stand Scully vor ihm und für ihn schien es so, als ob sie ganz anders aussah. Sie trug einen engen schwarzen, langen Rock mit einem Schlitz an der Seite und dazu ein schwarzes glitzerndes Top, worüber sie eine transparente schimmernde kurze Jacke trug. Ihre Haare trug sie wie immer Aber auch Mulder sah ganz anders aus. Er trug eine schwarze Jeans mit einem engen Rolli. Darüber hatte er seine schwarze Lederjacke. "Wow.", war das einzige was Mulder hervorbrachte. Nachdem er sich wieder gefangen hatte und aufgehört hatte sie von oben bis unten anzustarren, schaute er ihr wieder in die Augen. "Das sollten Sie mal auf der Arbeit tragen. Skinner würde Ihnen sofort eine Gehaltserhöhung geben." "Ja, klar, und wovon träumen Sie nachts?" "Ich glaube, dass wollen Sie gar nicht wissen." "Wissen Sie, ich denke, da sind wir einmal einer Meinung. Kommen Sie, lassen Sie uns jetzt fahren." Scully nahm ihre Wildlederjacke und öffnete die Tür. Mulder folgte ihr und Scully schloss ab. Ganz Gentlemanlike öffnete Mulder Scully die Beifahrertür. "Wenn ich bitten darf, Miss Scully." "Vielen Dank.", Scully war wirklich überrascht. War das ihr Mulder? Lächelnd setzte sie sich auf den Beifahrersitz. Mulder schlug die Tür zu und stieg auf der anderen Seite ein und startete den Motor. SURPRISE 19:55 Uhr Nach langem Suchen fand Mulder schließlich ein Parkplatz und parkte das Auto. Mulder stieg schnell aus und lief um den Wagen herum. Er öffnete Scully die Tür. "Mulder, so kenne ich Sie ja gar nicht." "Heute mache ich halt eine Ausnahme. Außerdem ist heute Ihr Geburtstag." Scully schüttelte lachend ihren Kopf. "Na kommen Sie, lassen Sie uns in die Höhle des Löwen gehen." Mulder und Scully gingen zum Eingang und öffneten die Tür. Sie wurden gleich in Empfang genommen. "Sind Sie auch Gäste für das Klassentreffen?", fragte die Frau ohne aufzusehen. Scully schaute kurz zu Mulder hoch. "Äh, ja." Jetzt erst schaute die Frau auf. Erst zu Mulder und musterte ihn von bis unten und danach zu Scully. Scully wurde genauso im Augenschein genommen, wie Mulder zuvor. "Dana? Bist du es wirklich?" "Ähm ... ja, aber ..." "Kannst du dich nicht mehr an mich erinnern?", Scully schaute sie irritiert an und schüttelte dann ihren Kopf. " Ich war doch immer die, die zu spät gekommen ist und dann die Hausaufgaben von dir oder Ellen abgeschrieben hat. Weißt du jetzt wer ich bin?" "Amanda?", sie nickte mehrmals. "Mensch, Dana, hast dich aber kaum verändert. Bis auf die Haare vielleicht. Schön dich zusehen. Denise meinte, du würdest wahrscheinlich gar nicht kommen, da du mal wieder unterwegs seist, aber die wird gleich ein Gesicht machen, wenn sie dich sieht. Und wen hast du da schönes mitgebracht?", Amanda deutete auf Mulder. "Ähm ... das ist ... das ist ....", Scully wusste nicht genau wie sie Mulder vorstellen sollte. Wenn Sie sagen würde, er wäre ihr Arbeitskollege, sehe es für die anderen so aus, als ob sie kein Privatleben hätte. Denn wer geht schon mit seinem Arbeitskollegen auf ein Klassentreffen? Aber Mulder nahm ihr die Entscheidung ab. "Mein Name ist Fox, ich bin ein Freund von Dana.", und er legte einen Arm um Scullys Schultern. Scully schaute dankend und überrascht zu ihm auf. Sie wusste, wie sehr er seinen Vornamen hasste. "Schön Sie kennenzulernen, Fox.", erwiderte Amanda leicht irritiert über diesen merkwürdigen Namen. "Mal sehen, was Marcus dazu sagen wird. Weißt du, Dana, er hat mir gesagt, dass er sich freut dich wieder zusehen." Mulder schaute auf sie runter und formte mit seinem Mund und die Worte: "Marcus?" "Ja, komm, lass uns jetzt rein gehen, bevor wir keinen Sitzplatz mehr bekommen.", Scully nahm Mulders Hand und zog ihn hinter sich her. "Wir sehen uns dann bestimmt noch, Amanda.". Amanda schüttelte lachend den Kopf. Als sie in den großen Speisesaal kamen wurde Scully langsamer und wartete auf Mulder. Jetzt stand er dicht hinter ihr und flüsterte: "Marcus? Weiß ich da etwas nicht, Scully? Eine heimliche Jugendliebe?" Noch bevor sie antworten konnte, wurde sie unterbrochen und Marcus stand hinter ihr. "Dana? Bist du es wirklich.? Ich bin's Marcus.", er kam strahlend und ausgebreiteten auf Scully zu und umarmte sie. "Marcus.", brachte Scully überrascht hervor. "Wie geht es dir? Siehst gut aus.", langsam löste sie sich aus seiner Umarmung und ging wieder zu Mulder. "Hast dich aber gut gehalten. Ach, wie konnte ich es nur vergessen? Alles gute zum Geburtstag." "Du hast an meinen Geburtstag gedacht? Danke.", jetzt richtete er sich an Mulder. "Ist das dein Mann?" "Ähm, ... nein ... ,Marcus, dass ist Fox. Ein Freund von mir.", Marcus musterte Mulder von oben bis unten mit einem kritischen Blick. "Dana, hat Ihnen bestimmt schon von mir erzählt oder? Sie müssen wissen, wir waren damals ein Paar. Wenn ich mir Dana, heute so ansehe, bereue ich es, dass es mit uns nicht geklappt hat. Aber was nicht ist kann ja noch werden." Erwiderte Marcus mit einem Augenzwinkern. Scully musste einmal husten, als sie den letzten Satz gehört hat. "Sicher, Marcus, aber mit wem bist du denn hier?" "Mit meiner Freundin. Sie sitzt dahinten.", Marcus zeigte auf einen Tisch in der Ecke. "Nun, erzähl doch mal, was machst du denn so? Bist du jetzt große Ärztin mit eigener Praxis?" Scully und Mulder warfen sich einen Blick zu. "Tja, Dana, ich wollte mir was zu trinken holen, möchtest du auch was haben?", Mulder sah Scully fragend an. "Ja, gerne, aber ... hey!", noch bevor sie zu ende sprechen konnte, war Mulder schon in der Menge verschwunden. "So ist er immer." "Hast du ihn in deiner Praxis kennengelernt?" "Praxis? ... Äh .... ja, genau. Ich habe ihn dort kennengelernt. Würdest du mich bitte entschuldigen?", ohne eine Antwort abzuwarten war sie schon verschwunden. Verdattert schaute er hinterher. An der Bar hatte sie dann endlich Mulder gefunden. "Wieso haben Sie das getan? Ich hätte Ihre Hilfe wirklich gut gebrauchen können." "Wieso? Sie haben sich doch ganz gut gehalten. Und haben Sie sich noch schön unterhalten?" "Ja, ja. Kommen Sie mit. Ich möchte Sie gerne Denise vorstellen." Mulder ließ sich von Scully vom Barhocker ziehen und ging in Richtung des großen Tisches, welcher mitten im Raum stand. "Hey, Dana! Schön dich zusehen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass du kommen würdest.", herzlich umarmten sich die beiden. Mulder ging einen Schritt zurück, um Platz zu machen und schaute sich im Saal um, der in der zwischen Zeit ziemlich voll geworden ist. "Und wer ist deine überaus attraktive Begleitung?", fragte Denise. "Das ist Fox.", Mulder und Denise schüttelten sich die Hände. "Kommt setzt euch. Ich habe extra zwei Plätze freigehalten. Weißt du wer noch hier ist? Du wirst dich bestimmt freuen ihn zusehen. Marcus ist hier." "Ja, ich weiß, ich habe ihn gerade getroffen. Um ehrlich zu sein. Er hat sich ganz schön verändert." "Das kannst du laut sagen. Er arbeitet jetzt als Anwalt." "Das hätte ich mir denken können." Langsam trafen auch die anderen Gäste ein und verteilten sich um den riesigen Tisch. Denise sprach einen Trost aus und somit begann das große Essen. "Entschuldigt ihr mich mal bitte? Ich hole mir noch was zu trinken. Möchtest du auch noch was, Fox?", das Fox betonte sie extra, da sie ja sonst nicht die Chance hatte ihn so zu nennen. "Ja, gerne. Kannst du mir noch ein Bier mitbringen, Dana?", und schon war Scully verschwunden. Während dessen wandte sich Denise an Mulder. "Und wie haben Sie beide sich kennengelernt? Sie müssen wissen, Dana geht nicht sehr oft aus. Und ich dachte, falls sie überhaupt kommen würde, würde sie alleine kommen und jetzt kommt sie mit so einen attraktiven Mann. Das muss man ihr schon lassen. Sie ist immer für einen Spaß zu haben." "Ja, so ist Dana eben.", Mulder merkte, wie Denise immer näher kam und wünschte sich, dass Scully so schnell wie möglich wieder kam und schaute immer wieder zur Bar. Und da kam sie auch schon wieder. Mit zwei Gläsern in der Hand. Dicht hinter ihr war Marcus mit seiner Freundin Conny. Scully verdrehte einmal kurz die Augen und setzte sich dann wieder neben Mulder. Da nur noch neben ihr zwei Plätze frei waren, setzten sich dort Marcus und Conny hin. Scully rutschte unmerklich mit ihrem Stuhl zu Mulder rüber. Scully gab Mulder sein Bier und Denise machte da weiter, wo sie aufgehört haben. "Sag mal, Dana, was genau machst du jetzt eigentlich? Ich habe von einigen gehört - aber ich halte das nur für ein Gerücht - dass du beim FBI arbeitest? Stimmt das? Oder arbeitest du als Ärztin?" Mulder und Scully tauschten einen kurzen Blick aus. Mulder nickte kaum merklich. "Da muss ich dich leider enttäuschen, Denise, aber es ist kein Gerücht. Ich arbeite jetzt seit mehr als sieben Jahren beim FBI und habe einen wunderbaren Partner.", als sie dies sagte, drückte sie Mulders Hand. Marcus neben ihr hat das Gespräch mit angehört. "Mir hast du gesagt, dass du als Ärztin arbeiten würdest.", sagte er empört. "Tja, Marcus, wie du siehst tue ich das nicht. Ich meine, ich bin noch Ärztin, nur dass ich für das FBI arbeite. Außerdem verstehe ich gar nicht, warum du dich jetzt so aufregst. Ich habe nie gesagt, dass ich als Ärztin aktiv arbeiten werde und ich wüsste nicht, was dich das angeht. Ich liebe diesen Job, es ist das, was ich immer machen wollte." "Hey, ist ja gut, ich wollte dich nicht verletzen, aber trotzdem denke ich, dass es kein Beruf für Frauen ist. Er ist zu gefährlich und es ist ein 24 Stunden Job. Was ist mit deiner Familie, deinen Kindern? Bekommen die überhaupt ihr Mutter mal zu Gesicht?" Mulder schaute ihn hasserfüllt an und wollte gerade was sagen, als Scully ihn zurück hielt. "Ist schon gut, Mulder, er kann es ja nicht wissen.", nur unfreiwillig setzte sich Mulder auf seinen Platz zurück. "Marcus, ich weiß nicht was es dich angeht, wie ich mein Leben lebe. Ich denke, ich weiß immer noch am besten, was ich brauche und was ich machen möchte, meinst du nicht?" "Natürlich, ich verstehe dich, aber ..." "Hey, jetzt hören Sie mir mal zu!", unterbrach Mulder ihn und diesmal hielt Scully ihn nicht auf. "Ich weiß wirklich nicht, was Scully an ihnen gefunden hatte, aber hören Sie auf so über Sie zu reden.", Mulders Stimme war inzwischen lauter geworden. "Sie ist eine großartige Agentin und Ärztin." "Woher wollen Sie dass denn wissen?" Diesmal antwortet Scully, jetzt genauso aufgebracht, wie Mulder. "Weil er mein Partner ist. Hör zu, Marcus, ich verstehe ehrlich gesagt dein Problem nicht. Wieso regst du dich so auf? Nur weil ich nicht das geworden bin, was du erwartest hast und jetzt in einen Männerberuf arbeite, ist es das? Ich meine, das ist doch lächerlich." "Jetzt rege dich nicht so auf. Ich sage ja schon gar nichts mehr, aber trotzdem hätte die Dana Scully, die ich gekannt habe, das nicht getan." "Die Dinge ändern sich eben und es wäre jetzt wirklich nett, wenn du mich in Ruhe lassen würdest.", verärgert drehte sie sich weg von ihm und auch die anderen, die interessiert zu gehört hatten begannen wieder ihre Gespräche fortzuführen. "Hey, Scully, ist alles in Ordnung? Sollen wir uns vielleicht irgendwo anders hinsetzen?" "Nein, Mulder, wir bleiben hier. Das wäre doch gelacht. Ich lasse mich doch nicht von so einen Besserwisser sagen, was ich machen soll. Ich habe schon schlimmere Sachen durchgemacht, also, werde ich das jetzt auch noch schaffen." "Na gut, Sie können mit meiner Hilfe rechnen. Würden Sie mich mal bitte entschuldigen. Ich muss nochmals telefonieren.", Scully sah ihn fragend an. "Ich muss die drei Clowns noch anrufen und ihnen sagen, dass ich heute keine Zeit habe. Ich bin noch nicht dazu gekommen. Also, würden Sie mich bitte entschuldigen.", noch während Mulder sich ein wenig abseits stellte holte er sein Handy heraus und wählte die Nummer der Lone Gunmen. Scully beobachtete ihn und sah, wie er wieder auf sie zu kam. Aber in diesem Moment klingelte ihr Handy. Scully wühlte in ihrer Tasche und zog es raus. "Scully." "Agent Scully, hier spricht Director Skinner." "Sir, ist irgendwas passiert?" "Ist Agent Mulder bei Ihnen?" "Ja, er ist bei mir, was ist denn los?" "Ich habe gerade eine unerfreuliche Nachricht bekommen. Wie es aussieht konnte Donnie Pfaster aus dem Gefängnis ausbrechen und ist jetzt auf freien Fuße. Es wäre das Beste, wenn Sie und Agent Mulder sofort in mein Büro kommen würden." "Ja, Sir.", Scully legte auf und ließ langsam das Handy sinken. Jegliche Farbe aus ihrem Gesicht gewichen. Immer noch starrte sie Mulder, der gerade auf sie zu kam, verzweifelt an. Als Mulder Scullys Veränderung bemerkte, lief er schnell zu ihr hin und kniete sich vor ihr hin und nahm ihre Hände in seine. "Was ist los, Scully? Wer war das am Telefon?" Immer noch unter Schock. "Das ... das war Director Skinner. Er ... er meinte, wir sollten sofort in sein Büro kommen." "Warum? Was hat er noch gesagt?"; drängelte Mulder. "Er hat gesagt, Donnie .... Donnie Pfaster sei aus dem Gefängnis ausgebrochen.", Scully begann am ganzen Körper zu zittern. "Mulder, bitte sagen Sie mir, dass das nicht wahr ist. Ich ... ich..." "Sssshh, Scully, es wird alles wieder gut.", Mulder nahm sie behutsam in seine Arme und man konnte nur noch das Schluchzen von Scully hören. Die anderen schauten überrascht auf und fragten sich, was da passiert war. Unter Tränen sagte Scully. "Ich ... ich habe Angst, Mulder. Was ist wenn er wieder kommt? Ich halte das nicht noch einmal aus. Was ist wenn er mich diesmal tötet?" "Hey, Scully, er wird Sie nicht bekommen. Ich werde schon aufpassen, dass Ihnen nichts passiert, okay? Sie brauchen keine Angst zu haben. So und jetzt lassen Sie uns gehen. Wir dürfen Skinner doch nicht warten lassen.", versuchte Mulder zu scherzen, aber ihm war eigentlich gar nicht zum scherzen zumute. Schon alleine bei dem Gedanken an Donnie Pfaster zog sich sein Magen zusammen. Und als er Scully jetzt so aufgelöst vor sich sah, wurde ihm noch elender. Mit Scully zusammen erhob er sich und wandte sich dann an die anderen. "Es tut mir leid, aber wir müssen jetzt leider schon los. Die Arbeit ruft.", ohne auf eine Antwort zu warten drehte sich Mulder um. Die anderen schauten ihnen nur erstaunt hinterher. Sie wussten nicht, was Scully so aus der Fassung gebracht hatte, aber durch die Leute, die etwas gehört haben, wurde es gleich erzählt. Irgendein Irrer sei aus dem Gefängnis ausgebrochen und würde es wahrscheinlich auf sie abgesehen haben. Mulder und Scully hatten noch nicht ganz den Ausgang erreicht, als sich eine Person sich ihnen in den Weg stellte. Scully schrie erschrocken auf. Mulder griff nach hinten und holte seine Waffe heraus und zielte auf seine Gegenüber. Dabei stellte er sich schützend vor Scully. "FBI! Bleiben Sie wo Sie sind oder ich schieße!", doch die Person gehorchte nicht auf Mulder, sondern ging langsam Schritt für Schritt nach vorne. Durch Scullys Aufschrei und Mulder überschlagender Stimme kamen jetzt auch die anderen Gäste, um zu sehen, was sich dort abspielte. Donnie Pfaster holte ein Messer aus seiner Tasche und hob es hoch. Mit ruhiger und fast schon hypnotischer Stimme sagte er: "Bleiben Sie wo Sie sind und kommen Sie keinen Schritt näher!", Mulder entsicherte seine Waffe und auch Scully hatte sich soweit wieder unter Kontrolle und richtete ihre Waffe auf ihren Gegenüber. Plötzlich rannte Donnie Pfaster nach vorne und Mulder feuerte einen Schuss ab, aber er hatte ihn verfehlt, da er von Donnie nach hinten geworfen wurde. Mulder knallte hart mit seinem Hinterkopf auf und blieb für einen kurzen Augenblick bewusstlos liegen. Scully wollte sich zu Mulder hinunter beugen, doch da wurde sie von Donnie Pfaster geschnappt und hielt ihr sein Messer an die Kehle. "Wenn sich einer bewegt, ist sie tot.", als er merkte, dass alle seine Anweisung folgten machte er kehrt und verließ mit Scully im Schlepptau das Restaurant. In diesem Augenblick kam Mulder wieder zu sich. Als er sah, dass Scully und Donnie Pfaster nicht mehr da waren, sprang er auf und rannte zum Ausgang. "SCULLY! Sie verdammter Mistkerl, bleiben Sie stehen!", doch sie waren verschwunden. Geschockt, wütend auf sich selbst und voller Sorge kehrte er zum Restaurant zurück. Die anderen liefen wie aufgescheuchte Hühner hin und her. Mulder holte sein Handy hervor und rief Skinner an und teilte ihm mit, was passiert war. In weniger als 10 Minuten fuhr ein schwarzer Wagen vor und bremste mit quietschenden Reifen. Die Tür wurde aufgestoßen und ein großer Mann kam zum Vorschein. Er hatte breite Schultern, trug eine Brille und hatte eine Glatze. Mit entschlossenem Schritt ging er auf den Eingang zu. Die Tür schwang auf und Skinner betrat das Restaurant. Er schaute sich suchend um, konnte Mulder jedoch nirgendwo finden. Daraufhin ging er an die Bar und zückte seinen Ausweis. "Entschuldigen Sie bitte, aber wo finde ich Agent Mulder?" Die Kellnerin zeigte auf einen Tisch in einer Ecke. "Vielen Dank.", Skinner ging mit schnellen Schritten zum Tisch hinüber an dem Mulder saß. "Agent Mulder." Mulder hatte seinen Kopf in seinen Händen vergraben. Erst als Skinner ihn ansprach hob er seinen Kopf. Skinner konnte sehen, wie fertig Mulder war und seine Augen waren gerötet, so als ob er geweint hätte. "Können Sie mir sagen, was passiert ist, Agent Mulder?", Mulder senkte seinen Blick und starrte auf seine Hände, dabei fing er leise an zu erzählen. "Ich habe Scully auf ihr Klassentreffen begleitet. Sie wollte hier nicht alleine hingehen, da alle mit Begleitung kommen würden, also, habe ich sie dann begleitet. Es ist nicht großartiges passiert, bis Sie Scully angerufen haben. Sie wurde kreidebleich und fing an zu weinen. Sie hatte tierische Angst, dass er sie wieder versuchen würde zu töten.", Skinner schaute betreten zu Mulder. "Wir wollten uns dann auf den Weg zu Ihnen machen, aber wir kamen nicht mal am Ausgang an. Plötzlich stand er da. Zog ein Messer und stürzte sich auf mich." "Sind Sie verletzte worden?" "Das ist jetzt nicht wichtig. Das einzige, was wir jetzt machen müssen, ist Scully zu finden." "Agent Mulder, beruhigen Sie sich. Ich habe schon eine Suchmeldung raus gegeben und wir können im Moment nichts tun, als zu warten. Was ist denn passiert, nachdem er Sie angegriffen hat?" "Ich war für einen kurzen Augenblick bewusstlos. Als ich dann aufgewacht war, waren sie verschwunden.", Mulder schlug mit seiner Faust auf den Tisch. "Wir tun alles, was wir können, aber im Moment können wir nur warten." "Wir haben aber keine Zeit. Er wird sie umbringen!", Mulder war außer sich. Er sprang von seinem Stuhl auf und lief auf und ab. "Verstehen Sie das? Er hatte sie schon mal entführt und diesmal wird er sie nicht verschonen. Ich habe sie jetzt schon fast zweimal verloren und will sie nicht noch ein drittes Mal verlieren!" "Ich weiß doch wieviel Ihnen an Scully liegt, aber wenn Sie hier jetzt herum schreien wird sie auch nicht wieder zurück kommen. Es tut mir leid. Sie war ... ist eine der besten Agenten, die ich je hatte und ich respektiere sie, genauso wie Sie es tun, aber wir müssen uns auch an die Regeln halten. Es wäre vielleicht das beste, wenn Sie nach Hause fahren würden und sich hinlegen. In so einen Zustand können wir Sie nicht gebrauchen.", erwiderte Skinner energisch und stand Mulder jetzt genau gegenüber. Inzwischen hat sich um die beiden ein Kreis gebildet. "Und, Agent Mulder, wenn Sie sich diesmal nicht an meine Anweisung halten, sind Sie bis auf unbestimmte Zeit vom FBI suspendiert. Haben Sie mich verstanden?" Ohne auf das seine Drohung einzugehen, baute er sich vor Skinner auf. Skinner richtete sich ebenfalls auf und überragte Mulder trotzdem noch um ein paar Zentimeter. "Wissen Sie was? Diese Regeln sind mir egal. Dann suspendieren Sie mich doch. Ich finde auch einen anderen Weg Scully zu finden." "Agent Mulder, jetzt seien Sie doch vernünftig!" "Nein, Sie haben zu Scully gesagt, als Sie im Krankenhaus lagen und Scully alles versucht hat Sie zu retten, ...da haben Sie gesagt, dass Sie bisher immer auf der sicheren Seite gewesen waren und uns in Notsituationen helfen würden. Aber jetzt kneifen Sie wieder. Von wem werden Sie diesmal erpresst? Ist es Krycek oder Papa Spender?" "Jetzt machen Sie aber mal einen Punkt, Mulder. Das hat nichts damit zu tun und jetzt werden Sie nach Hause fahren und wenn ich mitbekomme, dass Sie doch ohne meine Genehmigung etwas unternehmen, sind Sie suspendiert." Wütend schaute Mulder ihn an und wollte gerade etwas erwidern, schloss dann aber seinen Mund. Statt dessen nahm er seine Jacke und stürmte aus dem Restaurant. Skinner schüttelte erschöpft den Kopf und ließ sich auf den Platz nieder, wo Mulder zuvor gesessen hatte. Er nahm seine Brille ab, schloss seine Augen und massierte sich seine Stirn. Kleines Steinhaus im Wald selber Tag Scully lag geknebelt auf einer schmalen Pritsche. Sie versuchte sich zu bewegen, aber sie schaffte es nicht. Als Scully ihren Kopf anhob, um sich umzusehen, fing dieser höllisch an zu schmerzen. Mit einem Stöhnen legte sie ihn wieder zurück auf die Pritsche und schloss ihre Augen. Sie konnte hören, wie jemand außerhlab an dem Schloss hantierte. Langsam und quietschend öffnete sich die Tür. Im ganzen Raum war es dunkel. Das einzige Licht, was den Raum erhellte, wurde durch das Fenster rein geworfen. Die Person, die den Raum betrat, war bedacht darauf im Schatten zu bleiben. "Sie sind ja endlich aufgewacht. Haben Sie wenigstens gut geschlafen?", Scully kannte diese Stimme und versuchte einen Zusammenhang herzustellen. Die Person kam auf sie zu und entfernte ihr das Tuch um ihren Mund. "Was wollen Sie von mir, Krycek? Und wo bin ich hier?" "Immer schön langsam. Alles nach der Reihe. Erstens, ich persönlich möchte gar nichts von Ihnen. Ich hatte nur den Auftrag Sie hier her zu bringen. Und zweitens, Sie sind dort, wo Sie Mulder nicht finden kann, also, brauchen Sie es gar nicht erst versuchen zu fliehen.", Krycek stellte eine Schüssel Wasser genau neben Scully und wollte gerade den Raum verlassen, als Scully ihn zurück hielt. "Warten Sie, Krycek!", Krycek blieb stehen und drehte sich langsam um. "Was ist mit Donnie Pfaster. Wo ist er?" "Das werden Sie noch früh genug erfahren. Sie brauchen sich darüber nicht Ihren hübschen Kopf zu zerbrechen.", Und diesmal verließ Krycek den Raum endgültig und man hörte nur noch wie das Schloss einrastete. Das einzige, was jetzt die Luft beherrschte, war die Stille. Hauptquartier der Lone Gunmen Mitten in der Nacht Mulder war nicht, wie ihm befohlen wurde, direkt zu sich nach Hause gefahren, sondern ist mit ein paar Umwegen zum Hauptquartier der Lone Gunmen gefahren. Er klopfte wie verrückt an die zehnfach gesicherte Tür, dabei schaute er immer in die Kamera über ihm. "Jungs, jetzt macht endlich auf. Es ist ein Notfall." Er hörte erst auf zu klopfen, als er hörte, wie jemand von innen die ganzen Schlösser entsicherte. Die Tür öffnete sich und vor ihm stand ein übermüdeter Frohike. Bevor Frohike ihn rein bitten konnte, war er schon längst drinnen und lief aufgeregt auf und ab. "Morgen Frohike. Wo sind die anderen?", in diesem Moment kamen Langly und Byers aus einem anliegenden Raum. "Morgen ist gut, Mulder. Hast du mal auf die Uhr gesehen? Es ist mitten in der Nacht. Falls du doch noch zu unserer Verabredung kommen wolltest, bist ein paar Stunden zu spät.", sagte Frohike mit einem Gähnen. "Wir haben Probleme." "Wer? Du und Scully?", fragte jetzt Langly. "Nein, ... ja, ...Scully ist verschwunden.", war das einzige was er sagte. "WAS?", fragten alle drei entsetzt. "Weißt du wer sie entführt hat?", diesmal meldete sich Byers zu Wort. "Ja. Scully hatte einen Anruf von Skinner bekommen, der ihr mitgeteilt hatte, dass Donnie Pfaster aus dem Gefängnis ausgebrochen sei. Wir haben uns dann auf den Weg zum FBI gemacht, aber wir kamen noch nicht mal aus dem Restaurant raus. Er schlug mich nieder und entführte Scully.", Mulder hatte aufgehört herumzulaufen und saß jetzt an einem Schreibtisch und stützte seinen Kopf in seinen Händen. "Donnie Pfaster? Bist du dir da ganz sicher?", fragte Frohike. "Ja, es war Donnie Pfaster. Ihr müsst mir irgendwie helfen. Das FBI hat zwar schon eine Suchmeldung herausgegeben, aber das wird eh nichts bringen." "Was sagt Skinner dazu?" "Ha! Skinner. Er hat mich vom Dienst suspendiert. Er wird uns nicht helfen. Obwohl er es nicht zugibt, wird er immer noch Krycek erpresst." "Es wäre jetzt am Besten, wenn du dich hinlegen würdest. Fahr nach Hause und versuche die ein wenig auszuruhen. Wir werden sehen, was wir finden können." "Ich kann mich jetzt nicht hinlegen. Ich muss doch irgendwas unternehmen. Wenn dieser Kerl ihr auch nur ein Haar krümmt, dann ..." "Mulder!", unterbrach ihn Byers. "In deinem Zustand bist keinem eine große Hilfe. Wir werden sie schon finden. Jetzt geh und ruh dich aus.", dabei schob er Mulder zur Tür und schmiss ihn raus. Als er dann weg war, wandte sich Byers an die anderen. "Na dann, lasst uns mal anfangen, Jungs. Es wäre doch gelacht, wenn wir nichts finden würden." Sofort machten sich alle drei an die Arbeit. Mulders Apartment nächster Tag Mulder hatte die ganze Nacht über nicht geschlafen. Er wälzte sich nur von einer Seite auf die andere. Immer wieder sah er ihr Gesicht vor sich, wie sie ihn angestarrt hatte und danach fast in seinen Armen zusammengebrochen war. Er konnte sogar ihre Hilferufe hören, obwohl er bewusstlos auf dem Boden lag. Mulder machte sich Vorwürfe. Er hätte sie beschützen müssen. Wieso hatte er schon wieder versagt? Nachdem sie entführt wurde, und dann plötzlich wie aus dem Nichts wieder auftauchte, hatte er sich geschworen, sie zu beschützen, damit das nicht noch mal passierte. Aber er konnte sein Versprechen nicht halten. Jetzt war sie wieder verschwunden und er hatte nicht das geringste getan, um es zu verhindern. Wütend und Frustriert haute Mulder mit seiner Faust auf den Tisch und warf alles runter, was drauf stand. Jetzt hatte er niemanden. Samantha, seine Mutter und sein Vater, alle waren sie tot. Scully war seine Familie und die wurde ihm jetzt auch noch genommen. Er konnte es nicht verstehen. Es war zwar erst sechst Uhr morgens, aber konnte nicht einfach in seiner Wohnung herumsitzen und nichts tun. Kurz entschlossen nahm er seine Jacke und verließ seine Wohnung. Er hatte gerade die Tür hinter sich geschlossen, als das Telefon klingelte. Sein Anrufbeantworter nahm den Anruf entgegen. "Agent Mulder, es ist wichtig. Es geht um Agent Scully. Ich kann Ihnen helfen Sie zu finden, aber Sie haben nicht mehr viel Zeit. Ich werde mich wieder bei Ihnen melden.", der unbekannte legte auf und der auf dem Anrufbeantworter blinkte die rote Lampe. Kleines Steinhaus im Wald Scully war immer noch gefesselt und versuchte sich vergebens zu befreien. Sie hatte einen höllischen Durst und wollte unbedingt etwas trinken, doch sie hatte keine Chance und so schaute immer sehnsüchtig auf das Glas Wasser, was vor ihr stand. Sie hatte immer noch nicht so ganz verstanden, was Donnie Pfaster mit Krycek und den anderen Männern zu tun hatte, aber wenn sie hier in so einen kleinen Raum gefangen gehalten wurde, kann es nicht sein, dass es Donnie Pfaster auf sie abgesehen hatte. Das war nicht seine Art. Aber wenn sie darüber nachdachte, wurde ihr klar, dass sie ihm entkommen ist und er es jetzt vielleicht so schnell wie möglich nachholen möchte und da brach er dann seine Regeln, aber das konnte sie sich nicht vorstellen. Donnie Pfaster würde sie nicht so einfach sterben lassen, er würde sie quälen. Bei diesem Gedanken lief es ihr eiskalt den Rücken runter. Statt dessen versuchte sie herauszufinden, was das Syndikat mit dieser ganzen Sache zu tun hatte. In diesem Moment öffnete sich die Tür. Scully konnte nicht erkennen, wer es war, aber sie konnte einen kleinen roten Punkt erkennen und wusste sofort, wer am anderen Ende des Raumes stand. "Wie ich gehört habe, geht es Ihnen wieder besser, Agent Scully." "Was wollen Sie von mir?" "Sagen wir es mal so, wir brauchen Sie noch.", diesmal trat er aus dem Schatten und der CSM ging auf Scully zu. "Sie haben ja gar nichts gegessen und getrunken. Haben Sie gar keinen Hunger?" "Sehr witzig. Wenn Sie mir verraten, wie ich was essen soll, wenn ich gefesselt bin, kann ich es ja gleich mal ausprobieren.", erwiderte Scully spöttisch. "Ich kann Sie Ihnen leider nicht abnehmen, weil dann die Gefahr besteht, dass Sie fliehen und das können wir uns nicht leisten." "Mulder wird mich finden und sie werden gar nichts mit mir machen." "Da täuschen Sie sich. Mulder wird Sie nicht finden, dafür haben wir schon gesorgt." "Was haben Sie mit ihm gemacht?" "Das was wir immer machen, wenn wir dafür sorgen, dass nichts schief läuft." "Sie ... Sie ... haben ihn ...?" "Jetzt beruhigen Sie sich wieder, Agent Scully. Ich verspreche Ihnen, Sie werden noch erfahren, was mit Mulder geschehen ist. Und falls Sie jetzt denke, dass wir Ihn ihn umgebracht habe, kann ich Sie beruhigen, aber es hängt jetzt alles von Ihnen ab. Wenn Sie schön mitspielen, wird ihm nichts passieren." Einerseits fiel Scully ein Stein vom Herzen. Mulder war nicht tot, aber anderseits wusste sie nicht, was die mit ihm machten. "Was ist mit Donnie Pfaster?", fragte Scully, um das Thema zu wechseln. "Ich habe schon erwartet, dass Sie das fragen werden. Seine Aufgabe war es nur, Sie hierher zu bringen. Sonst nichts. Er wird Ihnen nichts tun, Sie können mir glauben." "Ich glaube Ihnen kein Stück. Wieso sollte ich Ihnen glauben? Nach all den Lügen?" "Das spielt doch keine Rolle. Ich verlange nur von Ihnen, dass Sie das tun, was ich will. Wenn nicht, wissen Sie ja was passiert, also, überlegen Sie es sich gut.", mit diesem Satz verließ der CSM den Raum und Scully mit ihren Gedanken alleine. Sie konnte immer noch nicht glauben, was sie gehört hatte. Zum Teil war sie froh, dass Mulder noch lebte und Donnie Pfaster ihr nichts mehr tun würde, aber auf der anderen Seite, fragte sie sich, was die mit ihr machen werden und mit Mulder, falls sie nicht kooperativ sein wird. FBI-Zentrale 24.02.2000 7.00 Uhr Mulder saß an seinen Schreibtisch und las zum Millionstenmal Donnie Pfasters Akte durch. Er hoffte dort irgendwo einen Zusammenhang zu finden, aber er konnte nichts finden. Wütend schmiss er die Akte gegen die Wand und trat auf seinen Mülleimer ein, der immer noch vom letzten Mal ziemlich verbeult war. In diesem Moment betrat Skinner das Büro. "Agent Mulde, darf ich fragen, was Sie da tun?" "Ich räume gerade auf." "Ich hoffe Sie wissen, dass Sie immer noch vom Dienst entbunden sind. Also, was machen Sie hier?" "Ja, Sir, das weiß ich, aber in meiner Wohnung herumzusitzen bringt mich auch nicht weiter." "Ich habe mir gedacht, Sie hier zu finden. Wir haben immer noch keine Spur von Agent Scully und wenn Sie nicht in den nächsten 48 Stunden auftaucht muss ich die Untersuchung beenden." "Aber Sir, wir reden hier nicht von irgendeiner Person. Wir sprechen hier von Scully, sie ist eine Bundesagentin. Sie können die Suche nicht so einfach abblasen.", Mulder war außer sich. "Noch ist nichts verloren. Aber Sie kennen die Vorschriften. Tut mir leid, aber mir sind die Hände gebunden." "Nein, Sie wollen uns nur nicht helfen, dass ist alles. Wenn Ihnen wirklich was an Scully liegen würde, würden Sie nicht so ein Schwachsinn reden.", wütend verließ Mulder sein Büro. Mulder lief in die Tiefgarage und setzte sich in sein Auto und startete den Motor. Ohne auf die Geschwindigkeit zu achten und ohne Umwege fuhr er zu den Lone Gunmen. Hauptquartier der Lone Gunmen "Und, konntet ihr schon etwas finden?", fragte Mulder die drei. "Also, Donnie Pfaster ist tatsächlich aus dem Gefängnis ausgebrochen, aber man konnte ihn bisher noch nicht finden. Die Nachrichten berichten ebenfalls darüber und dass Scully von ihm entführt wurde. Es läuft eine große Suchaktion." "Ja, aber nicht mehr lange.", unterbrach Mulder Byers. "Was willst du damit sagen?", schaltete sich jetzt Frohike ein. "Skinner sagt, wenn Sie ihn 48 Stunden nicht auftaucht, wird er die Aktion abbrechen. Wir haben nicht mehr viel Zeit." "Wir haben noch was herausgefunden.", wollte Byers fortfahren. "Was?" "Nun, wir haben uns in den Polizeifunk gehackt und wir haben mitbekommen, wie man einen Mann gesehen hat, der Donnie Pfaster ähnlich sah. Ein älteres Ehepaar hat ihn gesehen, wie er mit seinen Auto vor einem kleinen Haus im Wald hielt. Wir wissen nicht, ob es was damit zu tun hat, aber wir dachten, du solltest es trotzdem wissen." Sofort war Mulder aufgesprungen und drängte die drei ihm noch mehr zu erzählen. "Wo? Wo war das? Habt ihr noch was herausgefunden?" "Wir wissen, dass du einen Freund hast. Wir haben deinen Anrufbeantworter angezapft, da sich möglicherweise jemand melden würde und da sagte jemand, dass er dir helfen kann, Scully zu finden." "Wer ist es? Hat er irgendwas gesagt, wie ich ihn treffen kann?" "Nein, er sagte, er wird sich wieder bei dir melden. Was hast du jetzt vor?" "Als erstes werde ich zu diesem Haus fahren. Wisst ihr wo es ist?" "Ja, warte, das war an der Landstraße 69, glaube ich. Bin mir aber nicht sicher.", antwortete Langly. "Danke, Jungs, ihr seit die Besten." "Pass auf dich auf, Mulder. Wenn dir etwas passiert, wird das Scully auch nicht helfen." "Ich pass schon auf. Danke nochmals.", und schon war Mulder verschwunden. Landstraße 69 1 Stunde später Mulder fährt langsam die Straße entlang. Wenn sich die Lone Gunmen nicht geirrt hatten, musste hier irgendwo ein kleines Steinhaus stehen, aber bis jetzt hatte er noch nichts entdeckt. Im Schritttempo fuhr er weiter und sah sich nach allen Seiten um. Er hoffte sie zu finden, aber irgendwie konnte er nicht daran glauben. Er betete, dass er sie finde würde. Lebend und nicht tot, aber diese Ungewissheit brachte ihn noch um den Verstand. Und plötzlich sah er etwas. Es war nur ein kleiner Fleck. Mulder stoppte den Wagen und holte sein Fernglas hervor und schaute aus dem Fenster. Hinter ein paar Bäumen konnte er ein kleines Haus erkennen. Es passte auf die Beschreibung. Mulder schickte ein riesiges Dankeschön zum Himmel, aber er wusste auch, dass er sie nicht da finden könnte, doch diesen Gedanke verdrängte Mulder sofort wieder. Mulder stieg aus dem Auto und zog seine Waffe. Langsam und in geduckter Haltung begab er sich in Richtung des Hauses. Darauf bedacht kein Laut von sich zu geben, schlich er immer näher an das Haus heran. Als er auf einer kleinen Lichtung ankam, schaute er sich schnell überall um, doch er konnte nirgendwo jemand sehen. Mit schnellen Schritte lief er über die Lichtung und stand nun direkt vor dem Haus. Soweit er sagen konnte, hatte dieses Haus nur ein Zimmer, mit einem kleinen Fenster. Er versuchte durch das Fenster durchzuschauen, konnte aber nichts erkennen, da es viel zu dreckig war. Langsam ging er auf die andere Seite und entdeckte dort eine Tür. Diese war mit einem Schloss versehen, was den neusten Sicherheitsstandart entsprach. Nachdem er sich nochmals versichert hatte, dass niemand da war, schoss er mehrmals auf das Schloss. Erst schien es so, als ob es nicht nachgeben würde, aber dann schaffte Mulder es doch. Langsam öffnete er die Tür und trat in einen kleinen Raum. Aber er war leer. Scully war nicht hier. Auf der gegenüberliegende Seite, konnte er eine Pritsche erkenne. Er ging zu ihr hinüber und kniete sich vor ihr hin. An der Wand konnte er Blutspuren erkennen. Mulder hob seine Hand und tastet danach. Im Blut schimmerten rötliche Haare. Schnell zog er eine kleine Tüte aus seiner Jackentasche und steckte die Haare hinein. Das Haar war rötlich und so wusste Mulder, dass Scully hier gewesen war. Was hatten die nur mit ihr gemacht? Er schaute sich noch den Rest des Raumes an konnte jedoch keinen Hinweis entdecken. Als er den Raum verlassen wollte, sah er etwas blinken. Neugierig ging zu der Stelle und vor ihm auf den Boden, die einzige Stelle wo die Sonne drauf schien lag Scullys Kette. Mulder bückte sich und hob sie auf. Er schaute sie sich noch eine Weile an ließ sie dann in seiner anderen Jackentasche verschwinden. Jetzt wusster er mit Sicherheit, dass Scully hier gewesen war. Und er war wieder zu spät gekommen. Wer weiß, was die mit ihr gemacht haben. Er glaubte schon lange nicht mehr, dass Donnie Pfaster sie in seiner Gewalt hatte, aber es würde ihm eh keiner glauben, also, startete er jetzt seine eigene Untersuchung. Mulder fuhr noch schnell bei den Lone Gunmen vorbei und gab ihnen die Haare und das Blut. Er erzählte ihnen, was er dort gefunden hatte und erzählte ihm auch von seiner Vermutung. Die Lone Gunmen stimmten Mulder zu, da Donnie Pfaster sich anders verhalten würde. Danach fuhr er zurück zur FBI-Zentrale. FBI-Zentrale 16:23 Uhr Mulder machte sich sofort auf den Weg zu Skinners Büro. Er wurde jedoch von seiner Sekretärin im Vorraum aufgehalten. "Agent Mulder, Sie können jetzt nicht mit dem Director sprechen. Er führt gerade ein wichtiges Telefonat." "Das kann nicht warten. Entschuldigen Sie mich.", ohne Verwarnung ging er an der Sekretärin vorbei und öffnete die Tür zu Skinners Büro. "Sir, es tut mir leid, aber ich konnte ihn nicht aufhalten.", versuchte sich die Sekretärin zu verteidigen." "Ist schon gut.", daraufhin schloss die Sekretärin die Tür und Skinner und Mulder waren jetzt alleine. "Was kann ich für Sie tun, Agent Mulder?" "Ich weiß, wo Scully war. Und ich sage Ihnen eins, dass hat nichts mehr mit Donnie Pfaster zu tun." "Da könnten Sie recht haben. Denn ich habe gerade mit der Polizei gesprochen und die teilte mir mit, dass man Donnie Pfasters Leiche gefunden hat. Von Scully fehlt jedoch weiterhin jede Spur." Überrascht von dieser Aussage, wusste Mulder erst nicht was er sagen sollte. "Sind Sie sich auch sicher? Woran ist er gestorben?" "Er wurde erschossen. Man fand seine Leiche an einem See. Sie haben gerade gesagt, Sie wüssten wo Scully war? Was meinen Sie mit `war´?" "Ich habe durch ein paar Informationen von einem Haus an der Landstraße 69 erfahren. Aber sie war nicht dort. Ich habe nur Blut und Haare und das hier gefunden.", Mulder holte die Kette aus seiner Tasche. "Konnte das Blut schon bestimmt werden?" "Nein, aber ich bin mir sicher, dass es Scullys ist." "Wissen Sie, wo Scully jetzt sein könnte?" "Nein, weiß ich nicht. Ich habe dort keine Hinweise gefunden." "Sie wissen, dass Sie sich meinen Anordnungen wiedersetzt haben? Eigentlich müsste ihn Ihnen Strafpunkte geben und Sie suspendieren, aber ich werde es nicht tun. Und passen Sie in der Zukunft besser auf, was Sie machen, haben Sie verstanden?" "Ja Sir.", daraufhin verließ Mulder das Büro von Skinner. Er fuhr zu seinen Apartment und hörte sich die Nachricht von dem Unbekannten an. Mulders Apartment 19:53 Uhr Mulder saß im Halbdunkel auf seiner Couch. In der rechten Hand hielt er Scullys Kreuz. Er starrte nur auf die Kette und Tränen liefen ihm an seinen Wangen hinunter. Er versuchte sie nicht zu stoppen. Ihm war alles egal. Wenn Scully nicht da war, machte für ihn alles keinen Sinn mehr. Immer wieder machte er sich Vorwürfe. Wieso musste immer sie leiden? Was wollen die damit erreichen? Das er die X-Akten aufgibt? Mulder würde es sofort tun, um Scully zu retten. Er wollte nicht, dass sie wegen ihm leiden musste. Das musste alles aufhören. Sie war wegen ihm an Krebs erkrankt und auch fast daran gestorben. Die hatten sie an Krebs erkranken lassen, damit er weiter glauben würde. Er schüttelte den Kopf und bei diesen Gedanken rollte noch mehr Tränen über seine Wange. Damals konnte er sie noch retten, obwohl er sich nicht sicher war, ob es an dem Chip lag, aber jetzt was sie wieder verschwunden. Was ist wenn er sie diesmal nicht retten konnte? Er konnte gar nicht daran denken. Man merkt erst, wie sehr man etwas braucht, wenn man es verloren hatte. Mulder wusste, dass dieses Sprichwort wahr war. Er brauchte Scully. Aber, dass er sie so brauchen würde, war ihm vorher nicht bewusst. Erst jetzt merkte er es, als sie nicht da war und er nicht wusste, was mit ihr geschehen ist. In diesem Augenblick wurde ihm klar, dass er sie mehr als alles andere auf der Welt brauchte. Für andere Menschen war es vielleicht schwer zu verstehen, wie ein Mensch jemanden so brauchte, dass er keinen Grund mehr sah weiter zu leben, wenn diese Person nicht da war. Aber Mulder ging es genauso. Er liebte sie, dass wusste er. Sie hat ihn immer verstanden. Sie hatte immer versucht ihm zu glauben und ihn nicht gleich als Vollidioten abzustempeln. Er konnte mit ihr über alles reden. Sie war seine Vertraute. Er vertraute ihr mehr, als seine Mutter oder sonst irgend jemanden. Er liebte sie und wenn er sie nicht finden würde, wusste er nicht, ob er diesen Verlust verkraften könnte. Aber noch wollte er nicht aufgeben. Er spürte, dass sie noch am Leben war und so lange er dieses Gefühl hatte, würde er nach ihr suchen. Er schaute sich noch immer die Kette an und band sie sich schließlich um seinen Hals, so wie er es schon einmal vor Jahren getan hatte. Seine Gedanken wurden von dem Klingeln des Telefons unterbrochen. Mulder nahm nach dem dritten Klingeln ab. "Mulder." "Agent Mulder, Sie sollten so schnell wie möglich in das Fabrikwerk an der 89sten kommen.", bevor Mulder noch etwas antworten konnte, hatte der Unbekannte schon aufgelegt. Mulder schmiss den Hörer auf die Gabel und rannte aus seiner Wohnung. Fabrikgelende 89ste Straße Mulder stoppte das Auto mit quietschenden Reifen. Inzwischen war es schon dunkel geworden und nur das Licht von seinem Auto erhellte die Umgebung. Mulder schaute sich um und stieg dann aus seinem Wagen aus. Mit seiner Taschenlampe ging er auf die Fabrik zu. Die Tür war nicht verschlossen. Mit einem lauten Knarren öffnete er sie und trat in das Innere des Gebäudes. Er stand in einer großen Halle, wo noch vereinzelt alte Maschinen herumstanden. Die Fenster waren zerbrochen und weißes Mondlicht flutete in den Raum. Als Mulder ungefähr in der Mitte des Raumes angekommen war, drehte er sich mehrmals um seine eigenen Achse und hielt nach etwas Ausschau, was hier nicht rein passte, doch er konnte nichts finden, bis neben ihm eine Stimme erklang. "Agent Mulder, schön das Sie so schnell wie möglich kommen konnten. Ich habe das wonach Sie suchen." "Wo ist sie?" "Sie liegt dort drüben.", er zeigte auf eine kleine Nische. "Ich habe sie gefunden. Sie lag im Wald." "Was ist mit ihr? Ist sie noch am leben?" "Ja, sie lebt noch. Aber ihr Zustand verschlechtert sich. Sie liegt jetzt schon im Koma. Sie sollten Sie sofort in ein Krankenhaus bringen." Mulder ging in die Nische und fand dort Scully. Sie lag eingewickelt nur in einer Wolldecke. Er drehte sie langsam um und konnte sehen, dass sie an den Händen und Beinen Blutergüsse hatte. Außerdem hatte sie eine Verletzung an ihrem Kopf. In Ihren Haaren klebte das getrocknete Blut. Sie hatte ihre Augen geschlossen und es sah nur so aus, als ob sie schlafen würde. Er nahm sie in seine Arme und der Mann kam zu ihm herüber. "Was ist passiert? Was haben die mit ihr gemacht?", in Mulders Stimme konnte man immer noch den Schock heraus hören, den er bekommen hatte, als er sie sah. "Man hat weitere Tests an ihr durchgeführt. Mehr kann ich Ihnen nicht sagen. Bringen Sie sie jetzt so schnell wie möglich ins Krankenhaus, sonst schafft sie es nicht mehr.", und mit diesen Worten war der Mann verschwunden. Mulder hob Scully hoch und ging mit ihr vorsichtig aus der Fabrik und legte sie behutsam auf den Rücksitz seines Autos. Schnell stieg er vorne ein und startete das Auto. Ohne auf irgendwelche Verkehrszeichen und Ampeln zu achten, fuhr Mulder zum Krankenhaus. Georgetown Memorial Einen Tag später Mulder saß im Wartezimmer und war sichtlich erschöpft. Er hatte seit zwei Tagen nicht mehr geschlafen. Um seine Augen herum, waren dunkle Ringe zu sehen und ihm fiel es schwer sie jetzt noch offen zu halten. Scully war noch im OP, da man festgestellt hatte, dass sie noch innere Blutungen hatte. Mulder kam vor Sorge fast um. Im ersten Moment war er glücklich sie wiedergefunden zu haben, aber im nächsten überkam ihn die Ungewissheit. Würde Sie es schaffen? Sie ist doch jetzt in Sicherheit, sie muss es einfach schaffen. Mulder schloss seine Augen und sank erschöpft auf seinen Stuhl zurück. Die Tür zum Wartezimmer öffnete sich und ein Mann in einem weißen Kittel kam hinein und stellte sich vor Mulder. "Gehören Sie zu Miss Scully?", Mulder öffnete seine Augen und als er den Namen Scully hörte, war er sofort wieder hellwach. "Ja." "Guten Tag ich bin Dr. Richardson. Ich habe sie operiert. Sind Sie in Familienmitglied?", fragte der Arzt weiter. "Nein, ich bin ihr Partner. Ich .. ich arbeite mit ihr zusammen ... Können Sie mir sagen, wie es ihr geht?" "Nun, die Operation war sehr kompliziert. Die Blutungen waren sehr stark, aber wir konnten sie stoppen. Sie liegt jetzt auf der Intensivstation. Über dem Berg ist sie aber noch nicht. Die nächsten 24 Stunden sind entscheidend." "Kann ich sehen?" "Ja, kommen Sie mit. Aber sie ist noch sehr schwach." Mulder und Dr. Richardson gingen auf die Intensivstation und vor Scullys Zimmer blieben sie stehen. "So hier ist es. Und wie gesagt, seien Sie vorsichtig. Sie ist sehr labil.", damit ließ Dr. Richardson ihn allein. Mulder öffnete vorsichtig die Tür und betrat das Zimmer. Scully lag in einem Krankenbett, umgeben von Schläuchen. Um ihren Kopf hatte sie einen riesigen Verband und er konnte jetzt erst das Ausmaß ihrer Verletzungen sehen. Sie hatte ihre Augen geschlossen und das einzige Geräusch, was den Raum erfüllte, war das monotone Piepsen der Geräte. Mulder zog den Stuhl an ihr Bett und setze sich hin. Vorsichtig nahm er ihre Hand und saß einfach nur stumm neben ihr. Er legte seinen Kopf auf die Matratze neben ihr. Mulder schloss seine Augen und langsam schlief er ein. Das war der erste Tag, an dem er es schaffte zu schlafe. Jetzt wo Scully wieder da war und er sie neben sich hatte, fühlte er sich viel besser. Am nächsten Morgen saß er immer noch so an ihrem Bett, wie er am letzten Tag eingeschlafen. Er wurde von seinen Schmerzen im Rücken geweckt. Langsam richtete er sich auf und streckte sich. Als er zu Scully sah, hatte sie immer noch ihre Augen geschlossen. Mulder setzte sich wieder zu Scully und streichelte ihr eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. "Scully, ich weiß nicht, ob Sie mich hören können, aber ich möchte, dass Sie wissen, dass ich die ganze Zeit über bei Ihnen bleibe. Ich weiß, dass ich Sie enttäuscht habe. Ich werde nicht mehr zulassen, dass ich Ihnen ihr Leben ruiniere. Wegen mir haben Sie schon viel zu viel durchgemacht und möchte einfach dass das aufhört. Ich habe dazu keine Kraft mehr und ich glaube, Sie haben sie auch nicht mehr. Sie würden es mir zwar nie sagen, aber ich weiß es trotzdem. Ich habe es ihnen nie gesagt, aber ich danke Ihnen für alles was Sie getan haben. Ich weiß, dass Sie den ... unorthodoxen Erklärungen, die ich oft für die Indizien finde, immer skeptisch gegenübergestanden haben - aber Sie waren jedesmal zumindest fair zu mir. Sie respektierten meine Meinung, selbst wenn Sie sie nie teilten .... Ich weiß nicht, ob ich Ihnen das schon einmal gesagt habe, aber ich weiß das wirklich sehr zu schätzen.", Mulder machte eine kurze Pause, da eine Schwester in das Zimmer kam. Sie untersuchte Scullys Vitalzeichen und verließ daraufhin wieder das Zimmer. Leise begann Mulder wieder zu reden. "Vielleicht ist es jetzt zu spät dafür, Ihnen das zu sagen, aber ich brauche Sie. Das habe ich schon immer getan. Sie waren immer die Starke von uns beiden. Und nur wegen meinen Dickkopf, passiert Ihnen immer was. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie Sie es solange mit mir ausgehalten haben. Ich würde es Ihnen nicht übelnehmen oder Sie aufhalten, wenn Sie nicht mehr mit mir zusammen arbeiten wollen. Aber Sie sollten trotzdem noch etwas wissen. Ich ... ich ...", Mulders Stimme waren mit Tränen erstickt. "Ich liebe Sie.", Mulder lehnte sich in seinen Stuhl zurück. Hielt aber immer noch Scullys Hand. Den ganzen Tag ist er nicht einmal von Ihrer Seite gewichen, auch wenn ihm die Ärzte mehrmals geraten haben nach Hause zu fahren, aber er hatte sich jedesmal dagegen gewehrt. Er wollte unbedingt bei ihr bleiben, wenn Sie aufwachen würde oder sich irgendwie ihr Zustand veränderte. "Scully, ich habe Sie noch nicht aufgegeben. Die Ärzte hier wollen, bald die Geräte abschalten. Sie müssen wieder zurück kommen. Ich brauche Sie. Das klingt jetzt vielleicht egoistisch, aber es ist wahr. Das wäre Ihnen nie passiert, wenn ich Sie nicht überredet hätte zu diesem Treffen zu gehen. Sie wären wahrscheinlich gar nicht hingegangen. Aber ich musste wieder alles vermasseln. Dabei, wollte ich doch nur, dass sie einen schönen Geburtstag haben, aber selbst den habe ich Ihnen kaputt gemacht. Es tut mir alles so leid. Ich wünschte, Sie würden jetzt Ihre schönen Augen aufschlagen und mir sagen, was für ein riesiger Trottel ich bin und das ich aus Ihrem Leben verschwinden soll. Ich würde es ohne Einwende sofort tun. Bitte tun Sie mir einen Gefallen und halten Sie durch, G-Woman." "Nein, Mulder .... denn Gefallen .... werde ich Ihnen nicht tun." Mulder schaute überrascht auf, als er Scullys Stimme hörte. "Scully, Sie sind wach.", zärtlich streichelte er ihr über die Wange. "Scully ...ich ... ich...." "Sssshhh.", Scully legte Mulder ihren Finger auf seine Lippen. "Sagen Sie nichts. Ich weiß es. Und ich hatte einen sehr schönen Geburtstag. Es war einer der schönsten, den ich je hatte. Wenn wir mal vom Schluss absehen.", Mulder musste lachen. "Ich werde immer bei Ihnen bleiben. Ich habe es mir zu meinen Lebensziel gemacht, mit Ihnen zu arbeiten und das werde ich nicht einfach wegschmeißen. Außerdem kann ich doch stolz auf mich sein, ich habe einen wunderbaren Partner, ich arbeite im Keller und mein Leben wird nie langweilig und dass habe ich alles nur Ihnen zu verdanken." Immer noch lag Scullys Finger auf Mulders Lippe. Langsam nahm er ihre Hand und küsste die Innenfläche. Danach stand er auf und gab ihr einen langen Kuss auf die Stirn. "Ich werde den Ärzten jetzt Bescheid sagen, die haben Sie schon aufgegeben." "Mulder", Mulder ging nochmals zu Scully zurück. "Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich Sie auch liebe." Mulder beugte sich zu ihr rüber und beide schauten sich tief in die Augen. Jeder versank in den seines Gegenüber. Langsam rückte Mulder immer näher und näher. Scully konnte nicht anderes als ihn anzustarren. Schnell fuhr sie mit ihrer Zunge über ihre Lippen und schluckte den Klos herunter, der in ihren Hals festsaß. Er kam jetzt immer näher. Als sich ihre Nasenspitzen berührten hielt er inne. Immer noch schauten sie sich an. Keiner wagte den Blick abzuwenden. Diesmal bewegte sich Scully ein kleines Stückchen nach vorne und ihr Lippen trafen sich. Beide schlossen ihre Augen und ließen in diesem Kuss ihren Gefühlen freien Lauf. Nachdem sich ihre Lippen wieder getrennt hatten, schauten sie sich beide mit einem Lächeln auf dem Gesicht an. Beide wussten, dass nun etwas völlig neues beginnen würde. Doch diesmal hatten sie keine Angst, denn sie wussten, dass sie es gemeinsam schaffen würden. END xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx So das war meine kleine Geschichte. Sie ist mir spontan eingefallen, als ich mir gerade einen Film im Fernsehen angesehen habe. Ich hoffe sie hat euch gefallen und habt nicht mittendrin aufgehört zu lesen, weil ihr euch dachtet, dass es mal wieder eine kleine kitschige Romanze zwischen unseren Lieblingsagenten ist. Ich freue mich wahnsinnig auf Feedback. ~~~ this is a download from all thingx http://www.allthingx.com thankx