Titel: Communication (1) Autor: Destiny Kontakt: Destiny.@gmx.de Kategorie: leicht MSR impliziert Spoiler: keine Short-Cut: Die X-Akten sind geschlossen, doch dies kann Mulder und Scully nicht davon abhalten, trotzdem ein paar Nachforschungen anzustellen, bis man es auf Scully .... nein, lest einfach selber. Rating: PG Disclaimer: Sie gehören nicht mir, sondern CC. Habe sie mir nur ausgeliehen, bla bla bla.. Feedback: Na immer doch an die oben genannte Adresse. Schreibt mir alles, was euch an dieser Geschichte gefällt oder nicht gefällt. Thanx: Ein ganz großes DANKE an Felicia. Sie hat mir hierbei geholfen diese Geschichte zu kreieren. Sie hatte super Ideen und ohne sie hätte ich nie angefangen zu schreiben, also, nochmals DANKE!!!! Ich danke auch meinen Eltern, die mich in letzter Zeit nicht oft gesehen haben, da ich die ganze Zeit bei mir im Zimmer hockte und mir meine Finger wund geschrieben habe. Obwohl sie es nicht versehen können, hatten sie trotzdem Verständnis dafür und dafür danke ich ihnen. Auch wenn sie diese Geschichte nie lesen werden, möchte ich es trotzdem mal erwähnt haben. Anmerkung vom Autor: Das ist meine erste Fanfic, also erwartet nicht zu viel. Sagt mir einfach Bescheid, was ich noch verbessern muss und ich werde darauf dann bei meiner nächsten achten. Communication Irgendwo in Washington Labor 22:47 Uhr Dr. Allan Jannings ging schnell und nervös den langen und kahlen Flur zum Labor entlang. Gerade hatte er sich mal eine kleine Pause gegönnt, als plötzlich der Alarm losging und die Sirenen anfingen zu heulen. Das ganze Gebäude wurde von diesem Geräusch erfüllt und dies verhieß nie etwas Gutes. Sein weißer langer Kittel wehte ihm bei seinem schnellem Gang um die Beine. Er fragte sich, was jetzt schon wieder los sei. >Kann ich denn nicht einmal Pause machen, ohne sie gleich wieder unterbrechen zu müssen? Ist das denn nicht einmal im Bereich des Möglichen? Hoffentlich ist es wichtig! < Der Tag fing schon stressig und hektisch für Jannings an und es sieht auch nicht danach aus, als ob sich das heute noch ändern würde. Dabei war heute Früh noch alles in Ordnung. Das erste, was diese Ruhe stören sollte, war ein Fehler im Computersystem. Die Computer spielten plötzlich völlig verrückt und man befürchtete schon, dass die ganzen Dateien gelöscht waren. Aber es stellte sich heraus, dass bloß irgendwo eine Kabel durchgebrannt war und somit, die Programme nicht richtig starten konnten. Doch dieses kleine Problem wurde schnell behoben, was man von dem Problem danach nicht so einfach behaupten konnte. Ein Arzt hat bei einem Test einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Es war zwar noch nicht Alarmstufe Rot, aber kurz davor. Da er vergessen hatte einen Behälter sorgfältig zu schließen, wurden Viren freigesetzt, die tödlich sein könnten. Da man noch nicht viel über diesen Typ von Vieren wusste, waren sie extrem gefährlich. Der Arzt und die sich im Raum befindenden Personen wurden sofort unter Quarantäne gestellt. Sie haben es nach Stunden geschafft den Raum zu desinfizieren. Und so wie es aussieht, hat sich Dr. Creed, der verantwortliche Arzt, und die restlichen Mitglieder, nicht infiziert. Aber sie blieben zur Sicherheit noch in Quarantäne. Durch diesen Zwischenfall konnten sie ihre Untersuchungen nicht plan gemäß verfolgen und ihr ganzer Zeitplan wurde durcheinander geworfen. Jetzt stehen sie unter großen Druck, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Und sie haben es tatsächlich geschafft, wieder in den Zeitplan zu kommen und Jannings wollte sich nach diesem ganzen Theater erst mal eine kleine Pause gönnen. Als Jannings das Labor betrat, sah er, wie alle Anwesenden durcheinander hin und her liefen. Das Labor war ein großer steriler Raum. An den Wänden waren weiße Fliesen, durch die alles noch kühler erschien. Es gab auch keine Fenster, durch die das Sonnenlicht hätte fallen können, sondern nur große Helogenlampen unter der Decke, die den Raum in ein fahles weißes Licht tauchten. In dem Raum waren überall Tragen aufgestellt, auf denen Testpersonen lagen. Jede Trage wurde von einem Vorhang von den anderen abgeschirmt. An den Testpersonen waren zahlreiche Geräte und andere Instrumente angeschlossen. Alle waren mit einem Tropf verbunden, die farblose Flüssigkeit enthielten. Alle Testpersonen waren Frauen, in verschieden Altersstufen. Sie hatten alle die Augen geschlossen und es sah so aus, als ob sie alle seelenruhig schlafen würden, doch dies war nicht der Fall. Sie lagen alle im Koma, der künstlich herbeigeführt wurde. Jannings suchte zwischen den ganzen Menschen seinen Partner Dr. Joe Newall, doch er war unauffindbar. Jannings wurde immer nervöser. „Sandy!", er fing eine der Mitarbeiterinnen ab, „was zum Teufel ist hier los?" „Ich weiß es nicht, Sir." Sandy war vollkommen durcheinander. Sie sprach schnell und unkontrolliert. Sie zitterte am ganzen Körper. Sie fing an zu weinen, man konnte kaum ein Wort verstehen und es sah so aus, als ob sie gleich zusammenklappen würde. „Ich ... ich ... weiß nicht was passiert ist. Oh, mein Gott, es ... es ..." Jannings fasste Sandy an ihre Schultern, um sie zu beruhigen. Er sprach leise und ruhig aus sie ein. „Beruhigen Sie sich bitte! Sandy, können Sie mir vielleicht sagen wo Dr. Newall ist? Er hatte hier doch die Verantwortung. Wissen Sie wo er ist?" „Ich ... ich .... er .... er ... ich glaube, er ist noch da drin." Sandy zeigte zum hinteren Teil des Raumes. ließ die völlig verwirrte und aufgelöste Sandy stehen und rannte zum hinteren Teil des Raumes. Er hoffte inständig, dass nicht das, was er die ganze Zeit über befürchtet hatte, war geworden war. „Dr. Newall, was zum Teufel ...", Jannings kam nicht weiter, denn als er den Raum betrat, blieb er wie angewurzelt stehen. Der Raum, der der Haupthalle sehr ähnlich war, war vollkommen verwüstet. Er war um einiges kleiner, als die Haupthalle. An den Wänden standen Computer und medizinische Geräte sowie ein Blechtisch mit medizinischen Instrumenten. Die Monitore lagen zerstört auf dem Boden und die ganzen Unterlagen waren im ganzen Raum verteilt. Instrumente, Scherben von den Gefäßen. Alles war zerbrochen und kaputt. Nichts stand mehr da, wo es vorher war. Die kaputten Computer sprühten immer noch Funken. In der Mitte des Raumes stand ein Operationstisch, der jedoch leer war und nicht, wie Jannings vermutet hatte, belegt war. Jannings stand noch immer unter dem Schock von dem Bild, was ihm da geboten wurde und nur langsam fing er an zu realisieren, was hier passiert war. Er machte sich erst gar nicht die Mühe, den Raum genauer zu untersuchen, sondern ging langsam rückwärts aus dem Raum. >Oh mein Gott! Wo ist die Testperson? Und wo zum Teufel steckt Dr. Newall? Was ist hier nur passiert? < Doch noch ehe er sich die Frage beantworten konnte, stolperte er über etwas, was auf dem Boden lag. Er versuchte verzweifelt das Gleichgewicht zu halten, doch er fiel ungeschickt auf den Rücken. Plötzlich sah er Sterne vor seinen Augen, doch er kämpfte verzweifelt gegen die anstehende Ohnmacht an. Jannings versuchte, sich langsam aufzurichten, doch ihm durchfuhr ein Schwall von Schmerzen. Aber irgendwie schaffte er es, sein Gleichgewicht wieder zu finden und jetzt erst sah er worüber er gestolpert war. Es war Dr. Newall. Er lag mit dem Bauch nach oben auf dem Boden. Sein Körper war mit Einschusslöchern überseht und es sah ganz danach aus, dass hier ein Kampf stattgefunden hatte. Er hatte an mehreren Stellen riesige Blutergüsse, die sich langsam von grün nach blau verfärbten. Um ihn herum breitete sich eine riesige Lache Blut aus. Seine Augen standen offen und man konnte, darin das pure Entsetzen sehen. Was war nur passiert? Aber darüber konnte er sich jetzt keine Gedanken machen. Das erste, was er jetzt machen musste war, die Testperson zu finden. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was passieren kann, wenn sie in die Zivilisation kommt. Was für Schaden angerichtet werden kann. >Nein, daran darf ich jetzt gar nicht erst denken, aber was ist wenn ....? Nein! Ich werde sie finden und alles kommt wieder in Ordnung. Da bin ich mir ganz sicher.< Jannings rannte den Weg zu seinem Büro zurück, um das gesamte Gebäude zu evakuieren. Er hatte seine Anweisungen und die besagten, dass das Gebäude sofort evakuiert werden muss und die Tests eingestellt werden sollen, falls etwas derartiges passieren sollte. Und genau das war gerade passiert. Jannings versicherte sich nochmals, dass das Gebäude leer war und stellte dann den Countdown ein. Er hatte jetzt noch ungefähr fünf Minuten um aus dem Gebäude zu kommen. Er rannte so schnell er konnte, die langen Flure entlang. Immer wieder sah er gehetzt auf seine Uhr. Er hatte noch ungefähr drei Minuten. Als er an der ersten Sicherheitstür ankam, zog er eine kleine Karte aus seiner Tasche und ließ sie durch den Schlitz fahren, der an der Tür angebracht war. Jetzt noch die Geheimzahl eingeben und das kleine Lämpchen würde grün leuchten. Doch die Lampe leuchtete nicht grün, sondern rot. Jannings bekam Schweißausbrüche und fing an zu fluchen. „Shit! Wieso jetzt? Das war doch die richtige Geheimzahl... Okay, jetzt mal ganz ruhig bleiben, Allan.", versucht er sich selber zu beruhigen. „Du nimmst jetzt diese Karte und fährst sie durch den Schlitz und gibst danach den Code ein. Also, los, du schaffst das schon Junge. Jetzt nur nicht nervös werden." Jannings wiederholte den ganzen Vorgang und als er die letzte Ziffer des Codes eingegeben hatte, starrte er gebannt auf die Lampe. „Komm schon, jetzt werde endlich grün!" Noch bevor er diesen Satz zu Ende gesprochen hatte sprang die Lampe von rot auf grün. Erleichtert stieß er die Tür auf und rannte den dahinter liegenden Korridor entlang. Aber noch hatte er es nicht geschafft. Ihm blieben noch zwei Minuten. Vom Weiten sah er schon den Haupteingang. Er schöpfte wieder Hoffnung, dasss er es doch noch schaffen könnte und beschleunigte seine Schritte. Jannings erreichte die Tür und stieß sie auf, indem er sich mit seinem Körper gegen sie warf. Sie gab leichter nach als er gedacht hatte und er stolperte nach draußen. Er war keine zweihundert Meter von dem Gebäude entfernt, als er einen lauten Knall hörte und helles Licht ihm umgab. Er drehte sich um und sah wie das ganze Gebäude in die Luft gesprengt wurde und überall Gesteinsbrocken durch die Luft flogen. Durch den Druck, der durch die Explosion ausgelöst wurde, wurde Jannings auf den Boden geworfen. Er blieb dort einige Minuten regungslos liegen und schloss seine Augen. Er atmete die staubige und hitzige Luft ein und wurde daraufhin von einem Hustenanfall geschüttelt. Langsam bewegte er seine Beine und war froh festzustellen, dass er sie noch spürte und den Schmerz gerne in Kauf nahm. Sein ganzer Körper begann zu schmerzen und er merkte, dass tiefe Schnittwunden an seinen Armen und eventuell auch am Kopf hatte. Er konnte spüren, wie warmes Blut seine Stirn hinab lief. Sein Kopf fing heftig an zu pochen, doch trotz alledem richtete er sich auf und verließ mit langsamen und schweren Schritten das Gelände. Falls jemand, so dachte er, die Explosion gesehen haben sollte, was er jedoch nicht glaubte, man kann aber nie sicher genug sein, wollte er nicht mehr hier sein. Er würde so oder so nie wieder hier hin zurückkehren. Das einzige, was ihn schmerzte, war, dass seine ganze Arbeit, für die er sein ganzes Leben geopfert hatte, mit einen mal zerstört war. Aber es war noch nicht alles verloren. Es gab da immer noch die Testperson und wenn er sie finden würde, könnte er wenigstens einen Teil seiner Arbeit retten. Mit neuem Optimismus ging er in den nahegelegenen Wald, bis sich seine Gestalt mit der Dunkelheit vermischte und schließlich völlig verschwand. Zur selben Zeit Der kalte Regen prasselte auf sie nieder, durchweichte sie und den Straßenrand und alles andere um sie herum - aber Nell Johnson spürte nichts. Ihre Schuhe und ihre Kleidung waren klatschnass, ihre braunen langen Haare hingen ihr im Gesicht und der Regen floss ihr über die Wangen zu ihrem Kinn hinunter. Ihr Körper zitterte. Sie war nass bis auf die Knochen, ihr war kalt und sie hatte Angst. Sie hatte schreckliche Angst. In ihrem Kopf ließ sie die vergangenen Stunden noch einmal Revue passieren. Sie wurde auf eine Trage geschnallt und in den kleinen Raum mit dem Operationstisch gerollt. Sie wollte dort nicht wieder rein. Was würden sie heute mit ihr machen. Würde sie wieder diese Schmerzen haben? Ja, die würde sie haben, aber sie achtete schon gar nicht mehr darauf. Am Anfang hat sie sich noch gewehrt, doch jetzt hat sie es aufgegeben. Wie lange war sie jetzt schon hier? Sie wusste es nicht, dass einzige, was sie wusste, dass sie hier nicht sein wollte, sondern, da wo sie sich warm und geborgen fühlte. Aber würde sie jemals dahin kommen? Noch während sie darüber nachdachte, merkte sie, wie ihr was gespritzt wurde. Nell wurde auf den Operationstisch gelegt und an den Fuß- und Handgelenken und am Kopf festgeschnallt. Sie versuchte sich zu bewegen, doch es klappte nicht. Es war so verdammt hell. Sie schloss ihre Augen, um vor dieser Helligkeit zu fliehen. Aber es gelang ihr nicht. Obwohl sie ihre Augen geschlossen hatte, war es immer noch so verdammt hell. Doch plötzlich wurde es dunkler. Zwar nicht viel aber ein wenig. Sie öffnete langsam ihre Augen und sah eine verschwommene Gestalt über sich gebeugt. Langsam gewöhnten sich ihre Augen daran und sie konnte ein Gesicht erkennen. Dieses war mit einem Mundschutz bedeckt. Nur die Augen waren zu erkennen. Es waren blau grüne Augen, die nicht so kalt wirkten, wie die anderen Augen, die sie sonst immer anstarrten. Diese Augen, die sie gerade musterten, strahlten Wärme aus und sie konnte darin auch so etwas wie Mitleid erkennen. „So, Nell, dann wollen wir mal beginnen.", es war Dr. Newall's Stimme. Er war noch ein relativ junger Arzt und nicht so verbohrt und einseitig, wie die anderen Ärzte. Nell hatte das Gefühl, dass er sich jedesmal bemühte, ihr nicht weh zu tun, aber das schaffte er nie. Sie hatte immer Schmerzen. Newall sprach immer ruhig auf Nell ein, damit sie sich beruhigte, aber meistens nützte dies auch nichts. Newall wollte ihr nicht weh tun, aber er musste seine Befehle befolgen. Auch wenn er nicht mit ihnen einverstanden war, aber er hatte keine anderen Wahl. Wenn er das erreichen wollte, was er sich von Anfang an vorgenommen hatte, musste er das jetzt auch noch durchhalten. Er verabscheute die Methoden von Dr. Jannings und den anderen Ärzten. Er schwor sich, nie wieder, aber auch nie wieder bei so einer Versuchsreihe mitzuwirken. Es ist grauenhaft. Er sah in die Augen von Nell und sah dort Angst, Verzweiflung und Schmerz. Er sah, wie sie ihn anflehte, damit aufzuhören. Doch er konnte es nicht tun. Nur wenn er weiter machen würde, würde er es vielleicht schaffen, dass keine Frau mehr das erleben musste, was diese Frauen hier durchmachen müssen. Nell fing an zu schluchzen. „Bitte, Dr. Newall, ... bitte, ich ... ich flehe Sie an. Lassen Sie mich gehen. Ich kann nicht mehr. Die ... die Schmerzen ... bitte!" Nell konnte sich nicht mehr zurückhalten. Sie fing an hemmungslos zu weinen. Newall versuchte sie zu beruhigen. „Nell, hören Sie mir zu. Es wird alles wieder gut, das verspreche ich Ihnen. Sie waren die ganze Zeit über immer so stark. Halten Sie jetzt noch durch. Sie haben es bald überstanden." Sie wusste, dass es nicht wahr war, aber sie glaubte ihm trotzdem. Bei ihm fühlte sie sich immer sicher, obwohl er zu diesen Mistkerlen gehörte. Sie fühlte, dass ihm das alles, genauso zu Herzen ging, wie ihr und den anderen „Patienten". Nell hatte von Anfang an gewusst, dass er anders war. Sie glaubte, langsam wirklich, dass er ihr helfen möchte. Newall hatte immer versteckte Andeutungen gemacht. Und sie hoffte, dass sie mit ihrer Vermutung recht hatte. „Wirklich?", Nell hatte sich langsam wieder beruhigt. „Und wann?" „Es dauert nicht mehr lange. Wissen Sie, ich wollte schon oft das Handtuch werfen und einfach abhauen, aber dann dachte ich an Sie und die anderen und da wusste ich, dass es falsch wäre. Ich meine, ich ... ich habe Sie gesehen wie Sie die ganze Zeit über gekämpft haben und da wusste ich, dass ich Sie nicht in Stich lassen konnte. Dr. Jannings weiß nicht, dass ich gegen ihn arbeite. Er ist immer so naiv..." „Wieso erzählen Sie mir das alles?" „Weil ich will, dass Sie hier raus kommen und die Wahrheit erzählen." „Warum gehen Sie nicht und erzählen sie? Wieso ich?" „Ich weiß nicht, ob die wissen, dass ich gegen sie arbeite, aber falls sie wissen, weiß ich nicht, was mit mir passiert wird. Und irgend jemand muss es erzählen. Sie müssen mir versprechen, dass sie es schaffen werden. Sie sind meine letzte Hoffnung." „Wer sind die? Dr. Jannings?" „Oh nein, Nell, er hat ja überhaupt keine Ahnung. Er ist auch nur eine Marionette von denen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht wer die sind. Ich weiß nur, dass sie sehr viel Macht haben. Verstehen Sie, sehr viel Macht, und deswegen ist es wichtig, dass sie es schaffen." Nell schüttelt ungläubig den Kopf. „Aber wen soll, ich es erzählen? Die Polizei wird mir ja wohl kaum glauben." „Es gibt da einen Mann. Sein Name ist Mu ..." Weiter kam Newall nicht, da er plötzlich von hinten niedergeschlagen wurde. Newall versuchte sich zu wehren, doch da hörte er nur noch Schüsse, die abgefeuert wurden. Er spürte, wie die Kugeln in ihn eindrangen und dort stecken blieben. Er hörte, wie Nell anfing zu schreien, doch er konnte ihr nicht mehr antworten. Er rollte sich auf die Seite, damit die Schmerzen wenigstens ein bisschen nachließen, doch dies war nicht der Fall. Er wollte etwas sagen, doch er konnte nicht. Als er es abermals versuchte fing an Blut zu husten und er besudelte sich damit. Bald hörte er auf zu husten und lag nur noch auf den Boden, seine Hände an seinen Blutverschmierten Körper gepresst, um die Blutungen zu stillen. Aber es gelang ihm nicht. Die letzten Worte, die er schaffte zu sagen waren an Nell gerichtet. „Nell, Sie ... Sie müssen ... Sie müssen es ....es schaffen. Ver .... Versprechen Sie mir das?" Nell war am weinen und konnte nur mit Mühe und Not die Worte Newalls verstehen. Unter Tränen antwortete sie: „Ja, ich ... ich verspreche es!" Plötzlich merkte sie, wie jemand die Schnallen löste. Sie versuchte von Tisch zu springen und zu fliehen, doch sie wurde grob von einer Hand herum gerissen. „Du wirst nirgendwo hin gehen, Schätzchen. Haben wir uns verstanden?" Sie schaute ihrem Gegenüber ins Gesicht und erkannte ihn. Sie würde dieses Gesicht nie vergessen. Er war es, der sie vor langer Zeit hier hin gebracht hatte. Nell versuchte sich aus seinen Griff zu befreien, doch es gelang ihr nicht. Er hatte ihre Hände hinten auf ihren Rücken gekreuzt und fesselte sie. „So meine Hübsche, wir machen jetzt eine kleine Spazierfahrt." Er zerrte Nell aus dem Raum und in eine hintere Ecke, wo sich eine versteckte Tür befand. Er öffnete sie und schubste Nell grob hindurch. Sie waren jetzt nicht mehr im Gebäude sondern auf einen Parkplatz. Der Mann drückte Nell noch zusätzlich eine Pistole in den Rücken. Nell spürte das kalte Metall, durch ihr dünnes Nachthemd auf ihrer Haut. Ihr lief es eiskalt den Rücken hinunter. Sie wagte nicht ein Wort zu sagen. Sie fing leise an zu weinen. Plötzlich zerrte er Nell um eine Ecke, wo in einer Nische ein schwarzer BMW stand. Er öffnete die Tür und schubste Nell ins Auto. Doch bevor er auch einstieg, drehte er sich noch einmal zu ihr um. „Und versuche ja nicht abzuhauen, verstanden!?" Nell schüttelte schnell den Kopf. „Gut." Dann stieg auch er ein und fuhr los. An den Rest konnte sie sich nicht mehr erinnern. Das nächste, was sie wusste war, dass sie im Wald aufgewacht war und jetzt im Regen an einer Straße entlang lief und hofft, dass irgendein Wagen hält und sie mitnehmen würde. Ein Auto dröhnte an ihr vorbei und bespritzte sie mit Wasser. Es brauste durch eine Pfütze in einer Straßenmulde und überschüttete sie mit kaltem Regen. Die Rücklichter leuchteten für einen Moment rot auf, als der Fahrer bemerkte, was er angerichtet hatte, und dann aus reiner Gehässigkeit, hupte der Mann mehrmals und fuhr davon. Nell erschrak, als sie von dem kalten Wasser überschüttet wurde, doch dann dachte sie daran, dass es eh regnet, also, würde sie das bisschen Wasser auch nicht mehr umbringen. Innerlich begann sie über diese Ironie zu lachen. Sie wusste genau, wenn nicht bald ein Wunder geschehen würde, würde sie nicht mehr lange leben. Nell ging die Straße weiter entlang, als sie auf der rechten Straßenseite eine Gaststätte sah. Sie spielte mit dem Gedanken, dort hineinzugehen, wo es schön warm und gemütlich war, um sich auszuruhen, aber sie ließ ihn gleich wieder fallen, als ihr die Worte von Dr. Newall wieder einfielen. Nell wendete den Blick von der Gaststätte ab und ging weiter geradeaus. Sie überlegte, was ihr Dr. Newall noch sagen wollte. Er wollte ihr wahrscheinlich einen Namen nennen. „Mu" Wenn könnte er gemeint haben? Ihre Gedanken wurden durch ein immer lauter werdendes Geräusch unterbrochen. Es stellte sich als das Brummen eines Lastwagens heraus, der immer näher kam. Der Lastwagen war beladen mit riesigen Baumstämmen, die von dem Regen spiegelglatt wurden. Nell drehte sich um und starrte den Laster an, um dann an den äußersten Straßenrand zurückzuweichen. Der Fahrer ließ seine Scheinwerfer aufblitzen. Nell hörte das Dröhnen des Motors und das Zischen der Druckluftbremsen, als der Trucker die Gangschaltung betätigte und den Laster zehn Meter vor Nell zum Halten brachte. Nell stand einfach da und starrte, konnte nicht glauben, was geschah, konnte ihr Glück nicht fassen. Dieser Mann wollte sie mitnehmen. Nell rannte mit ihren quatschenden, völlig durchnässten Schuhe los. Frierend schlang sie ihre Arme um sich. Der Fahrer beugte sich zur Seite und stieß die Beifahrertür auf. Nell packte den Griff der Tür und riss sie ganz auf. Ihr Bein zitterte, als sie es hob, um ihren Fuß auf das Trittbett zu stellen. Endlich gewann sie ihr Gleichgewicht zurück und schwang sich hinein. Sie war klatschnass, erschöpft und durchfroren. „Geht's Ihnen gut, Ma'am?", fragte der Lastwagenfahrer. Er war untersetzt und korpulent, mit schmutzig blonden Haaren und blauen Augen. „Ich bin müde, mir ist kalt und ich fühle mich elend.", erwiderte Nell erschöpft. „Na dann, können Sie sich erst mal ein wenig ausruhen. Warten Sie.", der Lastwagenfahrer griff nach Hinten und kramte eine große Wolldecke hervor, „Hier nehmen Sie die. Die hilft mir immer." Er lächelte sie an. „Danke.", Nell nahm die Wolldecke entgegen, wickelte sich in ihr ein und kuschelte sich in den Sitz. „Wollen Sie irgendwohin - oder wandern Sie nur so herum?" „Ich will schon irgendwohin, aber ich weiß nur noch nicht wo.", sagte Nell leise. „Na dann, können Sie ja ein Stückchen bei mir mitfahren. Aber wo sind den meine Manieren? Mein Name ist John - John Mitchel." Sollte sie ihren richtigen Namen preisgeben? Nein, das wäre keine gute Idee. „Ich heiße Kelly. Schön Sie kennenzulernen, John." „Ganz meinerseits, aber jetzt schlafen Sie erst einmal. Sie sehen überhaupt nicht gut aus." Doch Nell hörte seine Worte kaum noch. Sie kuschelte sich in den Sitz und versank im Reich der Träume. John schaute ein paarmal besorgt zu ihr hinüber und fragte sich, was so ein junges Ding bei so einem Regen, da draußen zu suchen hatte. Vielleicht würde er sie nachher noch danach fragen, aber jetzt sollte sie sich erstmal ausruhen und sich aufwärmen. Plötzlich wurde Nells Körper von Krämpfen geschüttelt. Sie warf sich auf dem Sitz hin und her. Sie fing an zu schwitzen und warf die Decke weg. Nell begann nach Luft zu schnappen, doch was auch immer sie versuchte es wurde nur noch schlimmer. Eine schwarze, schmierige Flüssigkeit floss aus ihrem Mund. John versuchte sie mit einer Hand festzuhalten und versuchte mit der anderen auf der Straße zu bleiben. Er berührte mit seiner rechten Hand, die Flüssigkeit und bevor er Rechts rann fahren konnte, merkte er, wie etwas merkwürdiges in seinen Körper vorging. Ihm wurde heiß und Krämpfe begannen ihn ebenfalls zu schütteln. Er verlor die Kontrolle über seinen Laster und raste in die Böschung ... Akademie, Quantico, 2 Tage später 10:53 Uhr Dana Scully betrat den Autopsieraum. Ihre derzeitige Aufgabe in der Firma bestand darin, eine Klasse im Ausbildungszentrum zu unterrichten. Sie wurde hierhin zurückversetzt, da die X-Akten geschlossen wurden. Mulder arbeitete wieder in der Abteilung für Gewaltverbrechen. Sie dachte oft an die Zeit mit Mulder zurück. Wieviel hatte sie schon erlebt und auch erreicht? Zwar hatten sie meistens nie stichhaltige Beweise, aber sie waren immer soweit gekommen, dass die manchmal kalte Füße bekamen. „Guten Morgen.", begrüßte sie die Schüler, „Entschuldigen Sie meine Verspätung, aber ich wurde noch aufgehalten. Da wir jetzt schon soviel Zeit verloren haben, fangen wir am besten sofort an." Die Schüler merkten sofort, dass irgend etwas nicht in Ordnung war. Sie konnten nicht sagen woran es lag, aber für sie sah es so aus, als ob Dr. Scullys Laune heute ihren Tiefpunkt erreicht hatte. Sie wirkte angespannt, verärgert und nervös. Mit dieser Schätzung lagen sie gar nicht mal so falsch, denn Scully hatte erfahren, dass es so aussah, als ob die X-Akten nicht wieder geöffnet würden. Die Kosten wären zu hoch und man sah keinen vernünftigen Grund, sie wieder zu öffnen, da sie eh nur Ärger bringen würden. Doch Scully wusste, dass dies nur eine Lüge war und sie wusste auch den wahren Grund... >Pah! Die Kosten! Klar, hätte ich auch gesagt, wenn mir nichts anderes eingefallen wäre. Außerdem gibt es ja wohl genug Gründe sie wieder zu öffnen ... Momentmal, jetzt höre ich mich ja schon fast wie Mulder an.< Scully schaute auf ihre Unterlagen und ging dann in Richtung Kühlfächer. „Mike, würden Sie schon mal so freundlich sein und Mr. Mitchel aus seinem Kühlfach hohlen." Es klang eher wie eine Aufforderung als wie eine Bitte. Scully ging in die andere Ecke des Raumes und sammelte alle Instrumente zusammen, die sie benötigen würde. Als sie damit fertig war, machte sie kehrt und ging wieder zu den Schülern zurück und ordnete die Instrumente alle in die richtige Reihenfolge ein. Gerade, als sie fertig war, kam Mike mit dem Leichnam, welcher mit einem weißen Tuch abgedeckt war. Scully war gerade im Begriff, das Tuch zu entfernen, als ein weiterer Pathologe den Raum betrat. „Agent Scully, entschuldigen Sie die Störung, aber Sie haben Besuch." >Das darf doch nicht wahr sein. Werde ich denn heute niemals fertig?< Scully murmelte irgendwas vor sich hin, bevor sie sich an den Pathologen wandte. Sie blickte ihn genervt und verärgert an, versuchte aber trotzdem zu lächeln und so freundlich, wie es ging, fragte sie: „Wer ist es?" „Tut mir leid, das weiß ich leider nicht. Er steht draußen und wartet. Soll ich ihn rein schicken oder wollen Sie eben mit raus kommen?" „Nein, nein, schicken Sie ihn ruhig rein." Der Pathologe wandte sich wieder der Tür zu und ging nach draußen. Dort hörte man, wie er mit jemanden redete. Die Tür schwang auf und ein großer schlanker Mann mit braunen Haaren betrat den Raum. Die weiblichen Schüler fingen an zu tuscheln, als sie den Mann sahen. Scully hatte sich derweil wieder der Leiche zugewandt und wollte nun zum zweiten mal das Tuch entfernen, aber wieder wurde sie unterbrochen. Ohne nachzusehen, wer sie gerade störte, fing sie an zu reden. „Ich hoffe es ist wichtig, denn wenn nicht ...", jetzt erst drehte sie sich um und hörte mitten im Satz auf zu reden. Sie starte den Mann an, der jetzt genau vor ihr stand. „Ist meine Präsens denn nicht schon wichtig genug?", fragte Mulder grinsend. „Was machen Sie denn hier?" „Ach, wissen Sie, eigentlich hatte ich nur Sehnsucht nach Ihnen.", Mulder sagte dies, als wäre es das natürlichste auf der Welt. Scully hob eine Augenbraue und sah ihn einen Moment an. „Sehnsucht? Sie haben Sehnsucht nach mir? Sie wollen mich auf den Arm nehmen." „Scully ...", sagte Mulder mit gespielter Fassungslosigkeit, „Ich und Sie auf den Arm nehmen? Niemals. So etwas würde ich nie tun. Ich sage nichts als die reine Wahrheit." Er hob seine Hand, um das gesagte zu untermauern Jetzt musste Scully Lächeln. Es war das Lächeln, welches sie nur für ihn reserviert hatte. Sie hatte ihn auch vermisst, doch sie sagte es ihm nicht, sondern sah ihn nur in die Augen. Mulder verstand auch ohne Worte, was sie ihm sagen wollte. Mulder lächelte ebenfalls, „Ich habe nach Ihnen gesucht und man hat mir gesagt, dass Sie hier wären. Und wer hat das große Vergnügen sich von Ihnen aufschneiden zu lassen?" „Ähm, ein gewisser John Mitchel. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit ihn mir anzusehen, da ich bisher immer aufgehalten wurde. Und wie kann ich Ihnen helfen?" „Eigentlich bin ich ja wegen dem da hier.", Mulder zeigte auf die immer noch abgedeckte Leiche. „Na dann, wollen wir doch mal sehen, wie ich Ihnen da helfen kann." Scully nahm das Tuch in ihre Hände, doch bevor sie es endgültig abnahm wartete sie noch einen Augenblick. Doch niemand regte sich und nichts kam dazwischen und so nahm sie es ganz ab. „Oh mein Gott!", Scully wich einen Schritt zurück und stand nun direkt vor Mulder. Auch er atmete einmal tief ein. Die Leiche, die vor ihnen lag, war mit einer Art schwarzen Film überzogen. Die Schüler sahen sich den Körper an und wussten nicht, was an dieser Leiche so anders sein sollte, als bei den anderen. Aber als sie sahen, wie Scully wie paralysiert auf die Leiche starrte, wussten sie das etwas nicht stimmte. Scully wandte sich an Mulder. „Mulder, das ist doch nicht das, was ich denke, das es das ist, oder?" „Ich fürchte schon, dass es das ist, wonach es für Sie aussieht." „Aber das ist doch unmöglich, ich meine ..." „Scully, wir beide wissen, was das ist, denken Sie nicht?" Die anderen sahen sie verständnislos an, denn sie konnten keinen Zusammenhang aus dem gesagten herausfinden. „Mulder, Sie wollen mir doch jetzt nicht sagen, dass Sie einfach so über diesen Fall gestolpert sind, ohne zu wissen, dass ... dass ...", sie fuchtelte mit ihren Händen in der Luft herum, da sie nicht genau wusste, wie sie es Mulder sagen sollte ohne zuviel zu verraten. „Scully kann ich Sie mal unter vier Augen sprechen?", er nahm sie bei ihrer Hand und sie gingen auf die andere Seite des Raumes. Obwohl sie ziemlich leise sprachen, konnte man doch Wortfetzen verstehen. „Mulder, .... nein ...glaube ich nicht ..." „Aber, Scully, ... Beweis ...", dabei zeigte er auf die Leiche, „ ...X-Akte ..." Scully senkte schüttelnd ihren Kopf und rieb sich dabei ihren Nasenrücken. Nachdem keiner was gesagt hatte, brach Scully schließlich das Schweigen. Ihre Stimme war ein wenig lauter als beabsichtigt. „ ... haben keine X-Akten mehr ... müssen uns an die Vorschriften halten ... Skinner ... keine Wiedereröffnung ... kein triftiger Grund." Mulder wurde jetzt auch etwas lauter, „Scully, Sie können doch nicht aufgeben ... gesehen und durchgemacht ... Wir ... Beweis und wir können es schaffen .... Brauche Ihre Hilfe." Ohne weiter auf die Diskussion einzugehen, ging Scully wieder in Richtung der Schüler. Mulder folgte ihr. Doch bevor sie bei der Leiche ankam drehte sie sich noch mal um und Mulder rannte in sie hinein. „Oh, Scully, tut mir leid. Haben Sie sich weh getan?" „Nein, ist schon okay, mir geht es gut. Also gut, ich werde Ihnen helfen, aber Sie sind sich der Risiken bewusst? Wenn die oder Skinner Wind davon bekommen, können wir die X-Akten endgültig abhaken, das wissen Sie genauso gut wie ich." „Das ist mir schon klar, Scully, aber es auch unsere einzige Chance.", erwiderte Mulder versöhnend. Darauf sagte Scully nichts, sondern warf ihm einen `Hoffentlich haben Sie recht ´- Blick zu. Mulder nickte kaum merklich. „Danke, Scully, ich weiß das sehr zu schätzen. Könnten wir uns vielleicht später noch mal treffen, damit Sie mir dann die Ergebnisse sagen könnten?" „Ich weiß nicht, Mulder, Sie wissen genauso gut wie ich, dass wir uns nicht treffen dürfen." „Ja, ich weiß, aber ... Hey, ich werde heute Abend bei Ihnen vorbeikommen, ich kann ja auch was zu Essen mitbringen. Wie wäre es mit Chinesisch? Ich weiß doch, dass Sie Chinesisch lieben. Ich werde auch aufpassen, dass mich keiner verfolgt. Die werden schon nichts mitbekommen. Na, was sagen Sie?" „Na fein, Mulder, Sie lassen ja doch nicht locker. Aber Sie brauchen nicht extra was mitbringen. Ich hatte heute eh vorgehabt was zu kochen, also, kann ich ja auch gleich für zwei kochen." „Bekommen Sie etwa Besuch, Agent Scully?" „Ja, soweit ich weiß, haben Sie sich vor ungefähr 2 Minuten selbst eingeladen.", gab Scully ihm als Antwort. „Na dann so gegen acht Uhr bei Ihnen?" „Ach ... ähm,... da fällt mir ein, dass es besser wäre, wenn wir uns doch bei Ihnen treffen würden, da ich dann gleich zu Ihnen kommen kann, wenn ich hier fertig bin. Ist das okay für Sie?" „Na klar, also, dann bei mir. Wir sehen uns dann." Mulder drehte sich um und ging in Richtung Ausgang. Scully sah ihm nach und bevor er die Tür erreichte lief sie ihm hinterher und hielt ihm am Arm fest. Mulder drehte sich zu ihr um. „Sie können wohl nie genug von mir bekommen, was?" „Mulder, ich möchte nur, dass Sie mir was versprechen." Mulder hörte aus ihrer Stimme, dass es ihr wichtig war. „Was immer Sie wollen, Scully.", erwiderte er leise und beugte sich zu ihr hinunter, damit sie ihn verstehen konnte. „Versprechen Sie mir nur, dass Sie auf sich aufpassen werden. Ich möchte nämlich keinen Anruf vom Krankenhaus bekommen, das mir dann mitteilt, dass Sie es mal wieder geschafft haben und ihnen wieder einen Besuch abstatten. Versprechen Sie mir das?" „Mir wird schon nichts passieren. Sie kennen mich doch." „Genau deswegen mache ich mir ja Sorgen." „Außerdem mag ich es, wenn Sie sich um mich kümmern.", neckte er sie. Scully schloss für einen Moment ihre Augen. Sie spürte, wie Tränen in ihre Auge schossen. Sie hoffte, dass Mulder es nicht bemerken würde. Aber Mulder bemerkte es und strich ihr einmal kurz über die Wange. Mulder drückte ihre Schulter und verließ den Raum. Scully stand noch einige Sekunden wie versteinert da. Ihre Gedanken waren bei Mulder. Sie machte sich jetzt schon Sorgen und hoffte, dass ihm nichts passieren wird. Sie kämpfte noch für einen Moment gegen ihre Tränen an und hatte sich bald wieder unter Kontrolle. Sie holte nochmals tief Luft und öffnete erst dann wieder ihre Augen. Rachel, eine der Schülerinnen kam zu Scully rüber. „Dr. Scully? Ist alles in Ordnung mit Ihnen. Sie sehen so besorgt aus." „Danke, Rachel, aber mir geht es gut.", sie lächelte Rachel an, aber selbst Rachel konnte erkennen, dass dieses Lächeln nicht echt war und sie vermutete, dass das, was auch immer Dr. Scully bedrückte, was mit diesem Mann zutun hatte. Sie hatte die Unterhaltung zwischen den beiden interessiert verfolgt und ging davon aus, dass sie sich kennen müssen, dies deutete wenigsten der erste Teil ihrer Unterhaltung an. Und da war noch etwas anderes, aber sie wusste nicht was es war. Sie wurde von Scullys Stimme aus ihren Gedanken gerissen. „Ich würde sagen, dass wir jemand anderen nehmen.", Scully deckte die Leiche wieder zu und schob sie in Richtung Kühlfach. Alle sahen sie verwundert an und fragten sich, was mit der Leiche nicht in Ordnung sei. Aber wahrscheinlich lag es wohl an dem gerade geführten Gespräch mit diesem gewissen Mulder, gaben sie sich als Antwort. Deshalb stellte auch keiner eine Frage. Scully holte eine andere Leiche, um mit ihrem Unterricht fortzufahren, doch in ihren Gedanken war sie schon bei ihrer nächsten Autopsie. Sie wusste, dass Mulder recht hatte, aber glauben konnte sie es immer noch nicht. Altes Backsteinhaus, Irgendwo in D.C. Es war ein großer, dunkler Raum. Er war dunkel, da vor allen Fenstern riesige Vorhänge hingen. Das Zimmer war spärlich eingerichtet. Nur eine Sitzecken und ein kleiner runder Tisch, auf dem sich eine kleine Lampe befanden und nur gering Licht ausstrahlten, befanden sich in dem Raum. Von einem Ohrensessel sah man eine Rauchwolke emporsteigen. „Konnten Sie schon etwas herausfinden?" „Ich habe, wie Sie gesagt haben, Dr. Newall beiseite geschafft. Er wird jetzt niemanden mehr etwas sagen. Was die Testperson, Nell Johnson, angeht ..." „Was ist mit ihr?" „Sie konnte fliehen." „Was?" „Ich ... ähm ... ich habe sie mit ins Auto genommen, aber ich hatte einen Unfall. Sie muss es wohl irgendwie geschafft haben aus dem Auto zu kriechen, während ich bewusstlos war." „Sehen Sie zu, dass Sie sie finden, haben Sie mich verstanden?" „Ja, Sir." „Sonst noch was, was ich wissen sollte?" „Nun ja, ich weiß noch nicht, ob es von Bedeutung ist, aber vor zwei Tagen ereignete sich ein Unfall auf einer Landstraße. Ein Lastwagen ist in eine Böschung gefahren. Der Fahrer ist tot. Es könnte ein Zusammenhang bestehen." „Gut, überprüfen Sie das.", der Krebskandidat zündete sich eine neue Zigarette an und stieß neuen Qualm an die Decke. Für Krycek war dass das Zeichen, dass die Unterhaltung beendet war und er jetzt gehen sollte. Er verließ ohne noch ein Wort zu sagen das Zimmer. Washington, D.C. Zur selben Zeit Apartment 29 Krycek saß in seinen Wagen und beobachtete das Haus auf der anderen Straßenseite. Plötzlich sah er, wie Dr. Jannings das Gebäude betrat. Darauf bedacht nicht gesehen zu werden, folgte er ihm. In seiner Wohnung schaltet Jannings als erstes seinen Fernseher ein, um zu schauen, ob irgendwas in den Nachrichten über den Brand lief. Er schaltete durch die Kanäle bis er auf einen Sender fündig wurde. Dort wurde die Brandstelle gezeigt und man ging von Brandstiftung aus. Jannings musste bei dieser Vermutung grinsen. Er schaltete den Fernseher aus und legte sich auf seine Couch. Wenige Augenblicke später war er eingeschlafen. Er merkte nicht, wie die Tür geöffnet wurde und sich jemand in seine Wohnung schlich. Langsam öffnete Jannings seine Augen, da er sich beobachtet fühlte. Er sah verschwommene Umrisse von einer Person. Er richtete sich auf und sah jetzt seinen Gegenüber genau ins Gesicht. „Wer sind Sie und was wollen Sie hier?" „Es ist nicht wichtig, wer ich bin, Dr. Jannings. Aber Sie haben etwas, was ich brauche." „Ich weiß nicht wovon Sie sprechen." „Ach wirklich nicht? Dann wollen wir Ihren Gedanken doch ein wenig auf die Sprünge helfen." Krycek beginnt im Raum auf und ab zu laufen und schaut sich alles genau an. Nach einem längeren und unangenehmen Schweigen bricht er die Stille. „Soweit ich weiß, sind Sie im Besitz äußerst wichtiger Informationen. Sagen Sie mir ruhig, wenn ich mich irre, aber Sie besitzen nicht zufällig eine Diskette oder Dokumente? Worum diese Sachen handeln muss ich Ihnen doch nicht sagen, oder?" „Ich habe nichts, was für Sie interessant sein könnte." Krycek ging mit gezogener Waffe in Jannings Richtung und richtete diese auf ihn. „Hören Sie, was mich interessiert entscheide immer noch ich! Und jetzt will ich von Ihnen wissen, wo Sie die Unterlagen haben." Jannings musste einmal Schlucken. „Ach die Unterlagen meinen Sie." „Ja, genau die meine ich. Und Sie sollten noch etwas wissen. Ich wiederhole mich nur ungern, also, wo sind sie?" „Ich ... ähm ... ich muss Sie da leider enttäuschen, aber die Unterlagen, die Sie von mir wollen, habe ich nicht." „Wissen Sie was? Ich habe keine Lust mehr auf dieses Spielchen. Entweder Sie geben mir jetzt diese Informationen oder ich knalle Sie ab, haben Sie mich verstanden?" Um seine Aussage zu untermauern entsicherte er seine Waffe. „Hören Sie, ...", stammelte Jannings, „ich ... ich würde Ihnen die Unterlagen geben, wenn ich sie hätte, das müssen Sie mir glauben. Ich schwöre es bei Gott." „Gott wird Ihnen auch nicht mehr helfen können. Lassen Sie mich überlegen. Ich werde Ihnen noch eine Chance geben. Sie haben noch drei Tage und wenn Sie mir dann nicht die Unterlagen geben, können Sie schon mal anfangen zu Ihren Gott zu beten, verstanden?" Jannings brachte keinen Ton heraus. Das einzige, was er schaffte war zu nicken. „Na dann ist ja alles in bester Ordnung." Ohne noch etwas zu sagen, verließ Krycek seine Wohnung und alles war wieder ruhig. Mulders Apartment 19:30 Uhr Mulder schaute zum wiederholten mal auf seine Uhr. Er ging nochmals alles durch, ob er auch ja nichts vergessen hatte. Das Essen war soweit fertig, der Tisch war gedeckt und er hatte schon geduscht und war fertig gestylt. Nochmals beäugte er sich kritisch im Spiegel. Mulder trug ein schwarzes enges T-Shirt und dazu eine schwarze Hose. Seine Haare hatte er wie immer nach hinter gekämmt. Noch während er sich betrachtete, klopfte es an der Tür. Überrascht schaute er auf. >Es ist doch noch gar nicht acht. Ach, was soll's, besser zu früh als zu spät.< „Warten Sie, ich bin gleich da." Mulder ging zu Tür und während er sie öffnete sagte er: „Ich dachte, Sie wollte erst um ...", doch weiter kam er nicht. Denn die Person, die vor der Tür stand war nicht Scully. „Du? Was willst du denn hier?" „Hast du etwa jemanden anderen erwartet? Darf ich rein kommen, Fox?" „Ähm ..., Diana, das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ..." Doch noch bevor er weiter reden konnte, schob sich Diana an ihm vorbei in seine Wohnung. Irritiert schloss er hinter ihr die Tür. Diana schaute sich in seiner Wohnung um und entdeckte den Gedeckten Tisch und roch das Essen, welches in der Küche stand. „Bekommst du noch Besuch?" „Um ehrlich zu sein, ja, ich bekomme noch Besuch und es wäre wirklich freundlich von dir, wenn du jetzt verschwinden würdest." Als ob sie den letzten Teil seiner Bemerkung nicht gehört hatte, setzte sie sich auf seine Couch und machte es sich bequem. „Und für wen ist der ganze Aufwand, wenn ich fragen darf?" „Ich glaube nicht, dass dich das was angeht." Die Fahrstuhltür öffnete sich und eine kleine Person betrat den Flur. Sie ging bis zum Ende durch und blieb bei Nummer 42 stehen. Sie schaute nochmals auf ihre Uhr und stellte fest, dass sie etwas zu früh war. Scully kam zu dem Entschluss, dass es nicht wichtig war und falls er noch nicht fertig sein sollte, würde sie ihm halt helfen. Sie hob ihre Hand, um zu klopfen, hielt aber mitten drin inne, da sie aus seiner Wohnung Stimmen hörte. Eine Stimme gehörte Mulder, doch die andere konnte sie nicht genau zuordnen. Das einzige, was sie wusste, war, dass sie einer Frau gehörte. >Eine Frau! Wieso ist eine Frau bei ihm? Hat er etwa unsere Verabredung vergessen? Das kann doch nicht wahr sein. Was soll ich denn jetzt machen? Ich glaube, es wäre das beste, wenn ich wieder gehen würde. Wenn er Besuch hat, will ich ihn auch ganz bestimmt nicht stören.<, dachte sie leicht verärgert. Sie klopfte trotzdem. Scully legte den Umschlag auf den Boden und war gerade im Begriff zu gehen, als sich die Tür öffnete und Mulder vor ihr stand. Sie schaute zu ihm auf und richtete sich auf. „Ähm ... guten Abend, Mulder. Ich ... ich wollte ..." „Scully, was machen Sie denn da? Wollen Sie denn nicht rein kommen?" Scully hob den Umschlag wieder auf und starrte Mulder eine Zeitlang an, bis ihr wieder einfiel, was sie sagen wollte. „Nein, ...äh ...., ich denke nicht. Ich ... ähm ... möchte Sie nicht weiter stören, da Sie ja anscheinend Besuch haben.", sagte Scully etwas eifersüchtig. Sie versuchte sie zu verstecken, aber so ganz gelang es ihr nicht. „Und eigentlich bin auch nur hier, um Ihnen die Autopsiergebnisse zu bringen." „Wie kommen Sie denn darauf, dass ich Besuch habe?" „Na ja, ich habe gerade zwei Stimmen gehört und ...", weiter kam Scully nicht, denn in diesem Augenblick erschien Diana Fowley hinter Mulder. Scully schaute kurz zu Fowley und dann wieder zu Mulder. Sie holte einmal tief Luft bevor sie weiter sprach. „... und wie ich sehe, sind Sie ja bereits beschäftigt und ich möchte Sie beide auch nicht weiter stören. Also, Mulder, hier sind Ihre Ergebnisse." Scully drückt ihm die Ergebnisse in die Hand. „Auf wiedersehen." Scully drehte sich um und ging in Richtung Fahrstuhl. „Scully, Warten Sie!", Scully blieb stehen, drehte sich jedoch nicht um. „Ich kann Ihnen das erklären..." „Nein, Mulder, das ist schon okay. Wenn ich es mir recht überlege, habe ich heute abend sowieso keine Zeit. Ich muss gleich nochmals in die Pathologie ... also, ist es wirklich nicht so schlimm." Scully versuchte vergebens zu lächeln. „Dann ... dann wünsche ich Ihnen beiden noch einen schönen Abend." Ohne Mulder die Chance zu lassen etwas zu sagen, drehte sie sich wieder um ging davon. Er wusste genau, dass sie log und wahrscheinlich würde sie jetzt zu sich nach Hause fahren und nicht zurück in die Pathologie. „Scully, das ist nicht so wie es aussieht. Bitte lassen Sie es mich erklären." Doch Scully war schon im Fahrstuhl und sah nur noch, wie Mulder den Gang hinunter auf sie zulief. Als sie Mulder auf sich zukommen sah, drehte sie ihren Kopf weg und merkte, wie sich ein Kloß in ihrem Hals bildete. Sie hatte große Mühe nicht gleich in Tränen auszubrechen. >Jetzt fang bloß nicht an zu heulen, Dana. Im Grunde ist doch gar nichts passiert, außer dass er sich mit jemanden anderen trifft. Wieso mache ich mir eigentlich so einen Kopf? Wir sind ja schließlich nicht zusammen oder gar verheiratet. Er kann sich also mit jedem treffen, den er will.< Das einzige, was sich Scully jetzt wünschte war, so schnell wie möglich von hier zu verschwinden. Die Fahrstuhltür ging zu und Scully war weg. Als Mulder merkte, dass er sie nicht mehr aufhalten konnte, drehte er sich um und kehrte wütend zu seinem Apartment zurück, wo Diana immer noch an der selben Stelle stand, als er sein Apartment verlassen hatte. „Wirklich toll!", fauchte er sie wütend an. „Das hast du ja wieder super hin bekommen!" Langsam verstand Diana, für wen der ganze Aufwand war und fragte schnippisch. „Für sie hast du das also alles gemacht? Hätte ich mir doch denken können!" „Diana, ich glaube, es wäre jetzt wirklich besser, wenn du verschwinden würdest.", Mulder versuchte sich unter Kontrolle zu halten, doch er konnte für nichts garantieren, wenn sie noch mal ihren Mund aufmachen würde. „Na schön, wie du meinst. Aber ich möchte, dass du einst weiß und zwar, dass ..." Wütend unterbrach er sie. „Ich würde mir jetzt an deiner Stelle gut überlegen, was du als nächstes sagst, Diana, haben wir uns verstanden?" „Du kannst mir nicht drohen, Fox! Du wirst schon sehen, was du davon hast." Ohne ihn nochmals zu Wort kommen zu lassen verließ sie seine Wohnung. Als er wieder alleine war, ging er in die Küche und schaute sich das Essen an, welches im Backofen stand. Kurzerhand nahm er es raus und schmiss es in den Mülleimer. Ziellos lief er in seiner Wohnung umher. Die ganze Zeit überlegte er, ob er noch zu ihr gehen sollte, um sich zu entschuldigen. Nach langen inneren Kämpfen entschied er sich dagegen. Er kannte Scully und wusste, dass er jetzt nichts bei ihr erreichen würde. Sie würde es nicht zulassen. Anstatt zu ihr zu gehen, entschied er sich dafür, bei ihr anzurufen. Er nahm den Hörer in seine Hand und wählte ihre Nummer. Nach dem dritten Klingeln ging ihr Anrufbeantworter dran. Er wartet bis der Pfeifton kam und sprach dann aufs Band. „Scully, ich bin's Mulder. Falls Sie da sein sollten, bitte gehen Sie rann. Ich kann Ihnen das mit Diana erklären. Es ist wirklich nicht das, für was es für Sie aussieht. Das müssen Sie mir glauben. Sie ist einfach bei mir rein geschneit, bevor Sie kamen. Bitte glauben Sie mir." Scully hatte nicht abgenommen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie noch in die Pathologie musste, sondern dass es nur eine Ausrede war. Er versuchte es nochmals, aber auch dieses mal meldete sich Scully nicht. Resigniert gab er es auf und setzte sich im Dunkeln auf seine Couch und starrte aus dem Fenster. Er fing an über viele Sachen nachzudenken, bis ihm seine Augen zu schwer wurden und er einschlief. Altes Backsteinhaus Irgendwo in D.C. 21:00 Uhr Krycek betrat den Raum und diesmal war nicht nur der Krebskandidat anwesend, sondern auch andere namenlose Männer. „Da sind Sie ja endlich. Haben Sie die Informationen?", fragte ihn der Krebskandidat so gelassen wie möglich, während er eine Rauchwolke an die Decke stieß. „Dr. Jannings behauptet sie nicht zu haben, aber ich glaube ihm nicht. Er wird sie noch rausrücken. Ich habe ihn ein wenig unter Druck gesetzt.", erwiderte Krycek selbstsicher. „Alex, Sie wissen ganz genau, dass wir keine Zeit haben, also, sehen Sie zu, dass Sie sie so schnell wie möglich bekommen." „Ja, Sir. In spätestens drei Tagen haben Sie sie." „Was ist mit der Testperson? Wurde sie schon gefunden?", fragte einer der namenlose Männer. „Nein, Sir, wir konnten sie bis jetzt noch nicht ausfindig machen, aber wir arbeiten dran." Gerade wollte der Mann noch etwas erwidern, als das Handy des Krebskandidaten anfing zu klingeln. Alle drehten sich zu ihm um und er nahm das Gespräch entgegen. „Ja?" Man konnte anhand seiner Mimik erkennen, dass es keine erfreulichen Nachrichten waren. „Danke, halten Sie mich auf dem Laufenden." Er beendete das Gespräch und packte das Handy wieder zurück in seine Jackentasche. Danach wandte er sich wieder den anderen zu. „Wir haben Probleme." „Was für Probleme?", fragte diesmal ein andere Mann und sah den Krebskandidaten erwartungsvoll an. Bevor der Krebskandidat antwortete nahm er nochmals einen tiefen Zug von seiner Zigarette. „Mulder und Scully.", war das einzige was er sagte. Die anderen sahen ihn an und warteten darauf, dass er weiter sprach. „Was ist denn nun mit Mulder und Scully?", fragte Krycek neugierig. „Ich habe gerade erfahren, dass sie sich getroffen haben. Heimlich." „Könnten sie etwas wissen, was wir nicht wissen?" „Laut meiner Kontaktperson, ging es um irgendwelche Autopsiergebnisse. Genaueres konnte sie mir nicht sagen." „Finden Sie heraus, um was für Autopsiergebnisse es sich handeln und was Mulder mit ihnen will." Der Krebskandidat warf Krycek schnell einen Seitenblick zu, woraufhin dieser ohne zu zögern den Raum verließ. Im Wald Nächster Tag 19:20 Uhr Es war ein idyllisches Bild. Über Nacht hat es geschneit und jetzt waren Bäume und Sträucher mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt. Auf der Lichtung konnte man jedoch etwas erkennen, dass nicht in dieses Bild passte. Es sah aus wie ein Lebewesen, welches von dem Schnee halb bedeckt war. Man konnte Füße und ein Bein erkennen, die eindeutig nicht von einem Tier stammten. Plötzlich bewegte es sich. Es schüttelte sich. Langsam viel der Schnee von seinem Kopf. Dieser jedoch sackte wieder erschöpft zu Boden. Um die Person, die dort lag, handelte es sich um eine Frau. Sie war nur mit einem dünnen Nachthemd bekleidet. Sie öffnete erschöpft ihre Augen, um zu sehen, wo sie war. Doch sie nahm alles nur verschwommen war. Jetzt erst merkte sie, dass es geschneit hat und als es ihr klar wurde, begann sie zu frieren. Schnell zog sie ihre Beine an ihren Körper und begann sich hin und her zu bewegen, damit ihr wieder schnell warm wurde. Sie überlegte, was passiert war und konnte sich nur noch daran erinnern, dass Dr. Newall erschossen wurde und sie daraufhin entführt wurde. Doch sie konnte fliehen und wurde von einem Lastwagenfahrer mitgenommen. Das einzige, woran sie sich dann erinnern konnte, war, dass sie einen Unfall hatten und sie jetzt hier aufgewacht war. Fred Steel ging den schmalen Feldweg entlang. Sein Hund Roxy lief neben ihm her und sah ihn mit ihren treuen Augen erwartungsvoll an. Fred bückte sich und hob einen Stock auf und warf ihn weg. „Na los, Roxy! Hol das Stöckchen." Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, war Roxy schon hinter dem Stock hergelaufen. Kurze Zeit später kam sie mit dem Stock zurück und legte ihn Fred vor die Füße. „Fein.", sagte Fred und streichelte Roxy, „Das hast du ganz fein gemacht." Und wieder nahm er denn Stock und warf ihn weiter in den Wald hinein. Doch diesmal kam Roxy nicht wieder. Fred wurde langsam nervös und ging in die Richtung, in die Roxy gelaufen war. Als er „Roxy! Roxy, komm her! Na los, komm zu Papa! ROXY!" Er blieb stehen und drehte sich mehrmals um seine eigene Achse und dann sah er sie. Sie war über etwas gebeugt und schnüffelte daran herum. Fred ging auf sie zu. „Roxy, da bist du ja.... Was hast du denn da gefunden?"; Fred zog sie zur Seite und sah auf das, was auf der Erde lag. Es war Nell. „Oh mein Gott!", er hockte sich auf den Boden und versuchte Nell, die immer noch hin und her wippte zu beruhigen. Er zog seine Jacke aus und legte sie um ihre Schultern. Nell zog automatisch die Jacke enger um sich und blickte zum erstenmal auf und sah Fred mit angsterfüllten Augen an. „Kommen Sie. Sie brauchen keine Angst zu haben. Ich werde Ihnen nichts tun.", Fred hielt ihr seine Hand entgegen, doch Nell rührte sich nicht. Fred wollte sie hochziehen, doch Nell wich zurück. Mit angsterfüllter Stimme sagte sie zu ihm: „Lassen ... Lassen Sie mich in Ruhe! Ich ...ich will nicht, dass Sie mir wieder weh tun. Verschwinden Sie ...", weiter kam sie nicht, denn jetzt brach sie in Tränen aus. Fred wollte sie in den Arm nehmen, um sie zu beruhigen, doch er traute sich nicht und deshalb versuchte er weiter auf sie einzureden. „Hey, schauen Sie mich an. Sehe ich so aus, als ob ich Ihnen weh tun würde?" Nell gab ihm keine Antwort, sondern starrte ihn nur an. „Kommen Sie, Sie müssen jetzt aufstehen. Lassen Sie uns irgendwohin gehen, wo es warm ist. Ich werde ihnen nichts tun. Sie werden keine Schmerzen mehr haben. Das verspreche ich Ihnen." „Das hat Dr. Jannings auch immer gesagt ...", wieder begann Nell zu weinen. Fred konnte sich das nicht mehr mit ansehen und ging wieder zu Nell rüber und nahm sie in seine Arme. Erst wehrte sie sich noch dagegen, aber dann ließ sie es geschehen. Fred hielt sie in seinen Armen und begann beruhigend auf sie einzureden. Nach einer Weile hatte sich Nell wieder beruhigt und er entfernte sich ein Stückchen von ihr, um ihr ins Gesicht zu sehen. „Mein Name ist übrigens Fred. Fred Steel. Und ich wohne hier ganz in der Nähe. Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Wir gehen jetzt gemeinsam zu meinen Haus, dort mache ich Ihnen dann eine heiße Suppe oder was immer Sie wollen und Sie nehmen dann erst einmal ein schönes heißes Bad. Oder soll ich Sie lieber in ein Krankenhaus bringen, damit man Sie durchchecken kann?", er schaute an ihr hinab und sah, dass sie nur mit einem Nachthemd bekleidet war. „Nein, nein ... kein Krankenhaus... Ich bin nicht krank, außerdem, habe ich schon viel zu viel Zeit verloren." „Sind Sie sich auch sicher? Ich meine, mir macht es nicht aus zum Krankenhaus zu fahren." „Ja, ich bin mir sicher. Ich würde jetzt nur gerne ein heißes Bad nehmen." „Na schön. Dann lassen Sie uns jetzt gehen." Ferd stand auf und und half Nell auf die Beine. „Komm Roxy! Wir gehen." Mulders Apartment 15:00 Uhr Scully hatte sich seit dem Abend nicht mehr bei ihm gemeldet und Mulder hatte es nach seinen Anruf auch nicht versucht. Nach dem er wieder aufgewacht war, hatte er sich die Ergebnisse genommen, die Scully ihn gegeben hatte und ist Schritt für Schritt durchgegangen. Wir er schon vermutet hatte, ist John Mitchel nicht anhand des Unfalls gestorben.. Auch die ölige Flüssigkeit konnte nicht bestimmt werden, aber er wusste auch so, um was es sich handelte. Nach nochmaligen durchlesen, legte er den Bericht beiseite und nahm sich noch mal den Polizeibericht vor. >Irgendwo muss da doch ein Hinweis sein. Ich muss irgendwo etwas übersehen haben, aber wo?< Mulder schlug die Mappe auf und ging ihn systematisch von Anfang bis Ende durch. Schließlich entdeckte er doch noch etwas, was er vorher übersehen hatte. Die Fingerabdrücke, die ihm Lastwagen gefunden wurden, stammten nicht nur von John Mitchell, sondern noch von einer zweiten Person. Er durchwühlte seine Unterlagen und fand schließlich das, wonach er gesucht hatte. Mulder holte ein Blatt Papier hervor und verglich es mit den Bericht. Jetzt hatte Mulder einen Anhaltspunkt. Um die zweite Person, die ebenfalls im Lastwagen war, handelte es sich um eine gewisse Nell Johnson. Durch seine Unterlagen, fand er heraus, dass sie schon seit einer geraumen Zeit vermisst wurde. Sie war auf den Weg von ihrer Arbeit nach Hause, doch dort ist sie nie angekommen. Die Polizei hat die Suche eingestellt, da man keinen Hinweis auf ihren Verbleib gefunden hatte. In der Akte stand sogar, dass man sie für tot erklärt hat. Aber laut dem jetzigen Polizeibericht, muss sie ja noch leben. Mit dieser neuen Erkenntnis schöpfte Mulder wieder neue Hoffnung und sah alles noch mal nach weiteren Hinweisen durch. Fred Steels Haus 21:00 Uhr „So da sind wir.", Fred öffnete die Tür und Roxy lief an ihm vorbei direkt ins Wohnzimmer. Er schwang die Tür ganz auf und half Nell dabei einzutreten. Sie gingen ins Badezimmer, wo er ihr ein heißes Bad einließ und ihr alles zurecht legte. Fred ließ Nell alleine und ging in die Küche, um ihr eine heiße Suppe zu machen. Nach einer Stunde kam Nell zu ihm ins Wohnzimmer. Sie trug eine Jogginghose und von Fred ein viel zu großen Pullover. Sie setzte sich zu ihm auf Sofa und winkelte ihre Beine an und umschlang sie mit ihren Armen. „Geht's Ihnen schon besser?" „Ja, danke, das Bad hat mir gut getan." „Ich habe noch heiße Suppe, falls Sie welche möchten?" „Nein, danke... Ich ... ich habe ihre Zeit schon viel zu sehr in Anspruch genommen. Ich möchte Ihnen keine Last sein und kann auch woanders hingehen." „Ach Quatsch! Jetzt hören Sie aber auf. Sie sind keine Last für mich. Außerdem würde ich Ihnen jetzt nicht raten nach draußen zu gehen.", Nell blickte aus dem Fenster und sah wie draußen ein riesiger Schneesturm tobte. „Also, ... ähm ... Sie können ruhig hierbleiben. Wenn ich Ihnen irgendwie helfen kann, dann sagen Sie mir einfach Bescheid, okay?" „Okay, mache ich. Es tut mir leid, aber ich bin ziemlich müde." „Warten Sie, ich bringe Sie nach oben. Sie können in meinen Bett schlafen. Ich werde hier unten auf der Couch schlafen." Fred brachte Nell ins Bett und ging wieder zurück ins Wohnzimmer. Kaum hatte sich Nell hingelegt und ihre Augen geschlossen, schlief sie auch schon ein. Doch lange konnte sie nicht friedlich schlafen, da sie von Alpträumen geplagt wurde. Immer wieder träumte sie dasselbe. Sie träumte von den Test und den Schmerzen. Nell wachte schreiend und Schweißgebadet auf. Fred hörte ihre Schreie und saß Kerzen gerade auf seiner Couch. Er war sich sicher, dass sie von Nell kamen und so machte er sich auf den nach oben in sein Schlafzimmer. Dort fand er Nell weinend vor. Fred ging zu ihr rüber und nahm sie in den Arm und sprach leise auf sie ein. „Ist schon gut. Sie haben nur geträumt. Wollen Sie mir von ihrem Traum erzählen? Vielleicht kann ich Ihnen ja irgendwie helfen?" Nell war immer noch am weinen, aber langsam beruhigte sie sich wieder. „Ich ... ich kann nicht. Ich will nur, dass das alles aufhört. Bitte machen Sie, dass das aufhört, bitte!!!" „Versuchen Sie jetzt zu schlafen. Wir reden morgen darüber, wenn Sie wollen, ja? Soll ich noch bei Ihnen bleiben?" „Nein, nein, brauchen Sie nicht. Ich möchte Sie nicht um Ihren Schlaf bringen." „Das ist kein Problem, ehrlich. Ich bleibe solange hier, bis sie wieder eingeschlafen sind und falls etwas sein sollte, brauchen Sie mich nur zu rufen. Ich bin sofort wieder bei Ihnen." Nell legte sich wieder hin. Immer noch im Arm von Fred und nach kurzer Zeit war sie wieder eingeschlafen. Wieder hatte sie Alpträume, aber diesmal wachte sie nicht auf. Am nächsten Morgen Nell schlug ihre Augen auf. Sie blickte sich verwirrt um. Wo war sie? Sie schloss wieder ihre Augen und langsam konnte sie sich wieder daran erinnern, was passiert war und wo sie war. Sie schlug die Bettdecke beiseite und schlurfte müde ins Badezimmer. Dort nahm sie erst mal eine heiße Dusche. Als sie fertig war ging sie runter in die Küche, wo Fred schon das Frühstück vorbereitet hatte. „Morgen. Haben Sie noch gut geschlafen?" „Es geht so. Ich hatte immer noch Alpträume, aber es ging." „Was mir eingefallen ist. Wie soll ich Sie eigentlich anreden?" „Oh, entschuldigen Sie. Mein Name ist ...." >Soll ich oder soll ich nicht? Ich meine, er hat mir bisher geholfen und war immer nett zu mir. Ich denke, dass ich ihm vertrauen kann, aber was wenn nicht? Ich will ihn nicht anlügen, er hat es ja auch nicht getan.< „Miss? Alles in Ordnung?" „Äh ... ja. ja, alles in Ordnung. Ähm ... mein ... mein Name ist ... Nell." „Nell. Das ist ein schöner Name." „Danke.", Nell strich sich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. „Also, ich weiß jetzt nicht so genau, wie ich es sagen soll, aber wenn Sie über Ihre Alpträume sprechen wollen, möchte ich, dass Sie wissen, dass Sie mit mir darüber sprechen können." „Ich ... ich kann nicht darüber reden. Ich möchte Sie nicht in Schwierigkeiten bringen. Das einzige, was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich jemanden finden muss. Diese Person kann mir wahrscheinlich helfen." „Und ich kann wirklich nichts für Sie tun? Ich meine, ich könnte Ihnen doch bei der Suche, der Person behilflich sein." „Nein, ich weiß, das hört sich jetzt nicht gerade nett an, aber ich ... ich weiß selber nicht so genau, worum es geht. Es ist alles so verwirrend." „Vielleicht kann ich Ihnen ja helfen es zu verstehen. Ich meine, ich stecke eh schon mitten drin. Bitte, lassen Sie mich es versuchen, Nell." Nell war immer noch am zögern, aber schließlich gab sie nach. „Na gut, aber ich verstehe es selber nicht so ganz, also, könnte es sein, dass Sie es nicht verstehen werden und ich denke, dass Sie sich damit in große Gefahr begeben, da man mich wahrscheinlich sucht." „Am besten Sie fangen von vorne an und dann sehen wir weiter." Nell lehnte sich zurück und erinnerte sich an das, was mit ihr passiert war. Für sie würde es die Hölle sein, jetzt noch mal alles zu erleben, aber sie entschloss sich dazu, es trotzdem zu tun. Also, begann sie zu erzählen: „Alles begann vor ungefähr - ich weiß es nicht mehr genau - ich meine, vor circa 2 Monaten. Ich war auf dem Weg von meiner Arbeit nach Hause. Es ... es waren nur noch 20 Meter bis zu meiner Wohnung. Jemand packte mich von hinten und hielt mir etwas vor den Mund. Soweit ich mich erinnern konnte, verlor ich das Bewusstsein. Als ich aufwachte, war ich in einem hellen Raum. Es sah fast so aus, wie ein Krankenhaus, aber es war keines. Als ich mich umsah, konnte ich viele andere Betten sehen. In allen lagen Frauen. Alt, jung, alle Altersstufen. Kleine Mädchen waren auch da. Ich habe gehört wie sie geweint haben.", Nell machte eine kurze Pause, bevor sie fortfuhr. „Ich hatte nicht viel Zeit mir alles genau anzusehen, da zwei Ärzte auf mich zu kamen. Ich ... ich fragte sie, was passiert sei und wo ich bin, aber sie antworteten mir nicht, sondern schoben mein Bett in einen anderen Raum. Dieser glich einen Operationssaal. Ich versuchte mich zu wehren, aber ich konnte nicht. Man hatte mich gefesselt. Die Ärzte spritzten mir irgendwas. Ich weiß nicht, was es war, aber danach war da so schwarzes öliges Zeug. Es schien mir so, als ob es leben würde. Ich meine, es bewegte sich. Ich konnte mich nicht wehren. Das einzige, was ich merkte war, dass es durch meine Nase und Mund in mich eindrang. Was dann passierte weiß ich nicht mehr genau. Immer wieder wurde ich in diesen Raum geschoben und immer noch war dieses Ding in mir. Sie führten irgendwelche Tests durch. Es tat höllisch weh. Daran konnte auch Dr. Newall nichts ändern. Wissen Sie, er versuchte mir nie weh zu tun, aber es war grauenhaft. Ich müsste ihn eigentlich auch hassen, so wie die anderen, aber ich tat es nicht." Fred hatte sich vorgenommen sie nicht zu unterbrechen, aber trotzdem musste er fragen. „Warum haben Sie ihn nicht gehasst? Ich meine, er war doch dabei und hat Ihnen diese Schmerzen zugefügt." „Ja, da haben Sie schon recht, aber er wollte es nicht. Verstehen Sie? Er wollte mir nicht und den ganzen anderen nicht weh tun. Er wurde dazu gezwungen. Warum genau, weiß ich nicht, aber ich glaubte ihm. Ich weiß nicht, wie lange ich dort war, aber irgendwann habe ich aufgehört mich zu wehren. Habe die Schmerzen einfach über mich ergehen lassen. Aber an einem Tag war etwas anders. Wie immer wurde ich in diesen Raum geschoben - ich werde ihn nie vergessen können. Dr. Newall kam rein und war dieses mal so anders. Er wirkte nervös und ängstlich, so als ob irgendwas nicht in Ordnung sei. Ich startete einen letzten Versuch und bettelte ihn an, mich gehen zu lassen. Ich wusste, dass er es nicht machen würde, aber ich sah es als eine Chance. Meine letzte Chance. Er begann davon zu erzählen, dass er die Leute genauso hassen würde, wie ich und die anderen und dass er mir helfen würde. Er wollte mir wirklich helfen da raus zukommen. Er sagte mir, dass ich es schaffen muss und es einer bestimmten Person erzählen solle. Sie wüsste wohl wovon ich reden würde. Aber ich habe nicht den Namen, nur zwei Anfangsbuchstaben. Bevor Dr. Newall ihn mir sagen konnte, wurde er erschossen. Verstehen Sie? Er wurde erschossen!" Wieder hörte Nell auf zu erzählen. „Wenn Sie nicht wollen, müssen Sie es nicht weiter erzählen ..." „Doch, jetzt habe ich schon ein mal angefangen. Außerdem tut es gut, darüber reden zu können. Wie gesagt, Dr. Newall , wurde erschossen. Ich merkte, wie mich jemand losband. Der .... der Mörder von Dr. Newall, war derselbe, der mich entführt hatte. Ich wollte fliehen, aber ich konnte nicht. Er packte mich und schleifte mich hinaus. Ich weiß nicht, wie er heißt, aber wenn ich ihn noch einmal sehe ... Jedenfalls stieß er mich in ein Auto und fuhren los. Von da an ging alles so schnell. Er baute einen Unfall und wurde bewusstlos. Mir war zum Glück nichts passiert, bis auf ein paar Blutergüsse. Es fing an zu regnen und ich lief eine Landstraße entlang. Irgendwie musste es doch ein Glückstag gewesen sein, denn ein Lastwagenfahrer nahm mich mit. Ich glaube, sein Name war John. John Mitchel. Wir fuhren eine Weile und dann wurde ich von Krämpfen geschüttelt. Irgendwas ging in mir vor. Ich glaube, dieses Ding in mir wollte raus. Was dann passiert ist weiß ich nicht mehr. Sie können jetzt ruhig sagen, dass ich verrückt bin, aber es ist nicht so." „Nun, ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Es hört sich schon alles ein bisschen phantastisch an. Ist dieses Ding denn immer noch in Ihnen?" „Ich weiß es nicht. Ich glaube aber nicht." „Und den Namen, der Person, die Sie finden sollen, wissen Sie nicht?" „Nein, ich weiß nur die ersten beiden Buchstaben. Sie lauten `Mu´. Mehr weiß ich nicht, ich bin mir nur sicher, dass es wichtig ist sie zu finden." Allgemeines Krankenhaus Ein Tag später 17:16 Uhr Dr. Jannings hatte einen neuen Job gefunden. Er arbeitete jetzt als Chirurg. Er hatte gerade eine schwierige Operation erfolgreich beendet und ging jetzt erleichtert den Gang hinunter. Er schwenkte nach links in den Seitenkorridor und schwang die Tür zu den Aufenthaltsraum der Ärzte und Schwestern auf. Dr. Jannings ging auf seinen Spind. Er gab seine Kombination ein und öffnete die Tür. Er zog seinen Kittel aus und hängte ihn in den Spind. Als er den Spind wieder schloss, entdeckte er einen Fleck auf seinen Oberteil und versuchte vergebens ihn zu entfernen. Dabei drehte er sich langsam um. Immer noch war er mit seinem Fleck beschäftigt, aber trotzdem merkte er, dass etwas nicht stimmte. Schnell schaute er auf und vor ihm stand Krycek. Jannings ging erschrocken einen Schritt zurück und knallte gegen den Spind. „Schön Sie wieder zu sehen, Dr. Jannings." „Was wollen Sie?" „Ich denke, Sie wissen was ich will.", Krycek hielt ihm seine Hand und Jannings musste einmal Schlucken, denn er wusste, was jetzt kommen würde. „Also, wo sind die restlichen Informationen? Sie hatten Ihre Chance und jetzt möchte ich gerne das haben, was mir zusteht." Um seine Aussage zu unterstreichen holte Krycek seine Waffe hervor und zeigte sie kurz Jannings. Er steckte seine Hand unter seine Jacke und richtete sie auf Jannings. „Ich habe mein Waffe jetzt auf Sie gerichtet und wenn Sie nicht wollen, dass gleich die Schwestern Ihre Überreste wegmachen müssen, dann würde ich Ihnen jetzt raten, mir die Informationen zu geben, die ich brauche, habe ich mich klar ausgedrückt?" „Ich ...ich .... werde sie Ihnen geben. Ich ... werde .... mich ....mich jetzt umdrehen und ....und meinen Spind öffnen." Dr. Jannings drehte sich langsam zu seinen Spind um. Mit zittrigen Händen gab er die Kombination ein und öffnete langsam seinen Spind. Er fing an seine Sachen zu durchwühlen. Als er es nicht fand, wurde er immer hektischer. Schweiß bildete sich auf seiner Stirn. „Na was ist? Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.", Krycek blickte sich um. Noch hatten sie Glück gehabt, aber bald würde jemand kommen ... „Ich ... ich habe sie.", Jannings zog sie aus einer Jackentasche und hielt sie Krycek entgegen. Krycek nahm sie schnell an sich und steckte sie in seine Innentasche. Er wandte sich von ihm ab und war gerade im Begriff den Raum zu verlassen. „Was wird jetzt aus mir? Was machen Sie jetzt mit mir?" Ohne ihm zu antworten drehte er sich noch einmal um und richtet seine Waffe auf ihn. „Das können Sie doch nicht tun. Sie haben doch jetzt, was Sie wollen!", entsetzt starrte Jannings ihn an. „Tut mir leid, aber das Risiko ist zu groß. Ich hoffe, dass Sie das verstehen." Ohne ihn noch ein mal zu Wort kommen zu lassen drückte Krycek ab. Jannings zuckte zusammen. Einige Sekunden stand er noch aufrecht dar, doch dann fiel er nach vorne und landete mit dem Gesicht nach unten auf den Boden. So leise, wie Krycek gekommen war verschwand er auch wieder. Kurze Zeit später schwang die Tür auf und Ärzte und Schwestern betraten den Raum. Sie blieben wie angewurzelt stehen als sie das Blut sahen und die Leiche, die darin lag. Eine Schwester rannte schreiend aus den Raum. Ein Arzt ging auf den Leichnam zu und drehte ihn um. Dr. Jannings starrte sie mit angsterfüllten Augen an. Altes Backsteinhaus 1 Stunde später Krycek betrat den Raum. Er wurde schon von dem Krebskandidaten erwartet. Die anderen Männer waren nicht mehr anwesend. Als Krycek den Raum betrat, zündete er sich eine neue Zigarette an. Wie immer saß er in seinen Sessel und wartet darauf, dass man ihm gute Nachrichten übermittelte. „Und haben Sie die Informationen bekommen?" „Ja.", Krycek holte die Diskette aus seiner Jackentasche und übergab sie dem Krebskandidaten. Dieser nahm sie gelassen entgegen und zog noch einmal an seiner Zigarette. „Wissen Sie schon was Mulder mit den Autpsieergebnisse vorhat?" „Nun ja, soweit ich weiß handelt es sich um einen gewissen John Mitchel. Er ist bei diesem Unfall ums Leben gekommen. Er war höchstwahrscheinlich in Kontakt mit der Testperson. Bevor Sie fragen, wir konnten sie noch nicht finden. Mulder wusste etwas und Scully weiß es jetzt auch. Soll ich irgendwas unternehmen, diesbezüglich?" „Sehen Sie zu, dass Mulder sich aus dieser Angelegenheit raushält. Es ist mir egal wie Sie das anstellen, sorgen Sie nur dafür, dass er sich nicht weiter einmischt." „Ja, Sir.", Krycek drehte sich um und verließ den Raum. Scullys Wohnung Zur selben Zeit Scully war immer noch nicht darüber hinweg, dass Mulder sie versetzt hatte. Und ausgerechnet mit Diana Fowley. Sie konnte es nicht glauben. Als Mulder angerufen hatte, saß sie weinend vor dem Telefon und hatte sich seine Nachricht mehrmals angehört. Scully wollte ihn zurückrufen, doch als sie dann den Hörer in der Hand und seine Nummer gewählt hatte, hatte sie immer wieder aufgelegt. Selbst auf der Arbeit konnte sie sich nicht richtig konzentrieren. Immer wieder schweiften ihre Gedanken zu Mulder zurück. Oft stand sie einfach nur so da und tat nichts. Sie wusste, dass das so nicht gehen konnte und versuchte einfach alles zu vergessen. So als ob es nie passiert wäre. Scully hatte sich an ihren Computer gesetzt und versucht etwas übers John Mitchel herauszufinden. Doch sie konnte nichts eigenartiges finden. Er war von Beruf Lastwagenfahrer, geschieden, hatte keine Kinder und führte eigentlich ein ganz normales Leben. Er war nicht krank oder hatte sonst irgendwelche Beschwerden, was seine Todesursache beschreiben würde. Sie konnte es sich nicht erklären. Scully nahm ihre Brille ab und rieb sich über ihren Nasenrücken. Sie war müde. Sie hatte die letzte Nacht und die davor kaum geschlafen. Scully stand auf und ging in ihre Küche, um sich einen Tee zu machen. Als sie das Wasser aufsetzte, hörte sie etwas. Schnell drehte sie sich um und ging langsam zu einer Schublade und holte ein Küchenmesser heraus. Sie hob es hoch und schaute sich nach allen Seiten um. Doch sie konnte nichts erkennen. Langsam schritt sie durch das Wohnzimmer. Ihre Hand, in der sie das Messer hielt begann zu zittern. Wieder drehte sie sich um ihre eigene Achse. „Hallo? Ist da jemand?" Keine Antwort „Wenn da jemand ist, sollte er jetzt raus kommen. Ich bin bewaffnet.", in Scully Stimme schwang Angst. Sie schluckte einmal und umfasste das Messer noch fester. Immer noch keine Antwort. Scully schritt weiter durch ihre Wohnung. Sie war sich sicher, dass jemand in ihrer Wohnung war. Vor ihrer Schlafzimmertür blieb sie stehen und lehnte sich gegen die Wand. Die Tür war ein Spalt geöffnet, obwohl sie sich sicher war, dass Sie sie zugeschlossen hatte. Während sie dastand, schloss sie noch einmal ihre Augen und atmete tief ein. Dann so schnell es ging, trat sie die Tür auf und schnellte in den Raum. Das Messer immer noch vor sich haltend. „Ist hier jemand?" Und wieder bekam sie keine Anwort. Langsam durchschritt sie das Schlafzimmer. Hinter hier erschien ein Schatten in der Tür. Als sie eine Bewegung hinter sich ausmachte drehte sie sich schnell um und stand jetzt genau vor der Person. Erschrocken ließ sie das Messer fallen. Sie wagte nicht es aufzuheben, da sie sah, dass eine Waffe auf sie gerichtet war. Scully atmete tief ein und aus. Die Person kam näher auf sie zu, doch das Gesicht blieb weiter im Dunkeln. Schnell schaute sie zu dem Messer, was nur ein paar Meter von ihr entfernt lag. Ohne zu überlegen stürzte sie sich darauf. Doch sie bekam es nicht zu fassen. Sie wurde mit einen Tritt in den Bauch davon abgehalten. Röchelnd schnappte sie nach Luft. Auf allen Vieren versuchte Scully zu dem Messer zu kriechen, doch sie wurde an den Haaren gepackt und hier Kopf wurde nach hinten gezogen. Tränen stiegen ihr in die Augen und sie stieß einen Schmerzensschrei aus. Durch die Wucht fiel sie nach hinten auf den Boden. Verzweifelt versuchte sie sich zu wehren, doch bevor sie noch irgendwas unternehmen konnte, merkte Scully nur noch wie etwas ihr Gesicht traf. Sie spürte, wie etwas warmes ihre Stirn hinab lief und sah Sterne vor ihren Augen tanzen. Mit Mühe versuchte Scully bei Bewusstsein zu bleiben. Mit der letzten Kraft, die sie auf bringen konnte, griff sie nach der kleinen Stehlampe auf ihrer Kommode und schmiss damit nach ihrem Angreifer. Diese jedoch verfehlte ihn und zerschellte an der Wand hinter ihm. Der Mann zog sie an ihren Füßen zurück und fesselte sie. Daraufhin band er ihr ein Tuch um den Mund. Ihre Hilfeschreie wurden erstickt. Ihr Angreifer drehte sie zu sich um und sah in ihre angsterfüllten Augen. „Wir beide machen jetzt einen kleinen Ausflug.", war das einzige was er sagte. Mit Entsetzen sah Scully wie er erneut zum Schlag ausholte und sie dabei anlachte. Ihre wurde schwarz vor Augen und jetzt verlor sie endgültig das Bewusstsein. To be Continued.... xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Das war der erste Teil meiner ersten Fanfic. Ich hoffe, ihr habt euch nicht allzu gelangweilt. Schonmal an alle ein riesiges DANKESCHÖN, dass ihr es überhaupt bis hierhin gelesen habt. Falls es in euch jetzt kribbelt und ihr euch denkt, dass man sich zu dieser Geschichte äußern kann, dann tut euch keinen Zwang an, sondern tut es einfach. Über Feedback, würde ich mich wahnsinnig freuen. Ich muss ja schließlich wissen, ob ich weiter schreiben soll oder es doch lieber sein lassen soll. ~~~ this is a download from all thingx http://www.allthingx.com thankx