1 Es war ein ganz normaler, stürmischer Abend in Minnesota. Der Wind wehte stark und es regnete. Die Bäume schwangen im Wind und der Himmel wurde immer finsterer. Die achtjährige Liza Bunting fuhr mit ihrem Fahrrad auf einer einsamen Straße nach Hause. Sie fuhr so schnell sie konnte. Denn es schien als würde es jeden Moment in Strömen anfangen zu regnen. Dann erkannte sie von weiten eine kleine Gestalt. Sie stand einfach nur da. Liza konnte sie nicht erkennen. Doch als sie näher kam erkannte sie Jeremy McKay. Ein kleiner dunkelhäutiger Junge mit einen Lockenkopf. Seine Haare lagen wüst auf dem Kopf und seine braunen Augen leuchteten immer, wenn er mit Liza zusammen war. Als sie Jeremy McKay auf dem Bürgersteig herumschlendern sah, hielt sie an. „Hallo Jeremy, was treibst du dich den bei diesem Wetter hier draußen herum?" fragte sie fröhlich. „Ach Liza!" seuftze er. „Ich halte es im Waisenhaus einfach nicht mehr aus. Immer diese Regeln. Ich müsste jetzt schon im Bett liegen. Das Essen schmeckt auch nicht und ich kann nichts machen was ich will. Wo kommst du denn her?" „Vom Ballettunterricht." „Und wie wars.....?" Weiter kam er nicht denn ein grelles weißes Licht umhüllte die dunkle Nacht. Jeremy konnte nichts mehr sehen, er versuchte ins Licht zuschauen, aber seine Augen fingen durch das grelle Licht an zu brennen. Seine Augen brannten wie Feuer und er krümmte sich fast vor Schmerz. Das Licht war zu hell, er dachte er würde jeden Moment erblinden. Es kam ihm vor als würde das Licht gar nicht mehr verschwinden, die Zeit veging für ihn so langsam. Als das Licht nach einigen Sekunden verschwand, bekam er langsam sein Augenlicht wieder. Seine Augen schmerzten dennoch. Als er auf die Straße blinzelte, fehlte von Liza jegliche Spur. Nur ihr Fahrrad lag einsam und verlassen auf der Straße. Doch wo war Liza? Er blickte sich um. Sie war weg einfach weg. Verschwunden. Jeremy konnte nicht genau sagen, wie lange das Licht da war. Was würden ihre Eltern denken und sagen, wenn sie nicht nach Hause kam. Ihre Eltern saßen zu Hause ungeduldig vor der Uhr. Liza war immer noch nicht vom Ballettunterricht zurück gekehrt. Morgen hatte Liza endlich ihren ersten großen Auftritt. Wie lange hatte sie doch nur dafür geübt. Doch wo steckte sie? Jeremy stand immer noch auf dem Bürgersteig und rief andauernd „Liza!!! Liza!!!" Doch es kam nichts. Langsam bekam er es mit der Angst zu tun und er drehte sich nur noch einmal um und lief dann weg. Er lief immer tiefer in den Wald hinein. Er stolperte über Stock und Stein und wäre ein paar Mal fast hingefallen, aber sein Angstgefühl ließ ihn weiterlaufen. Dann stolperte er abermals und fiel mit einem Aufschrei zu Boden. Diesmal konnte er nicht mehr aufstehen, er war zu schwach. Er versuchte es, aber sein Körper gehorchte ihm nicht mehr und er blieb erschöpft liegen. 2 Agent Scully war auf dem Weg zu Mulders Büro, der sie morgens um halb sieben aus dem Bett geklingelt hatte, weil er meinte es wäre mal wieder wirklich dringend. Sie trug einen dunkel blauen Blazer mit hohen schwarzen Schuhen. Sie betrat sein Büro, wo Mulder an seinem Schreibtisch saß und in einer Akte herumblätterte. Sein Büro sah wie immer absolut unordentlich aus. Überall lagen Akten, Bücher und Zeitungen herum. Warscheinlich würde man in diesem wirren Haufen nie wieder etwas finden. „Mulder, was gibt es denn so wichtiges." Mulder musterte sie erst mal von vorne bis hinten bis er ihr einen Antwort gab. Sie sah etwas genervt aus, was er allerdings nicht verstand. „Morgen Scully! Schön, das sie da sind. Ich erhielt gestern eine Nachricht aus Minnesota von einem Sheriff namens Dean Norris. Er bat mich um Mithilfe. In der Stadt sind in der letzten Zeit vier Mädchen im Alter von acht Jahren spurlos verschwunden. Es gibt keine Hinweise auf den Verbleib der Mädchen. In seiner Verbrecherkartei gibt es auch keine Verdächtigen. Die Mädchen sollen nach Augenzeugenberichten in einem grellen weißen Licht spurlos verschwunden sein. Ja, und da habe ich uns zwei Tickets für den Flug heute Nachmittag gebucht." Scully sah ihn zweifelnd an und dachte sich, ob ihm noch zu helfen sei. „Und das konnten Sie mir nicht telefonisch mitteilen?" seufzte sie genervt. „Ich dachte ich sag es Ihnen lieber persönlich." antwortete er mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht. Sie sah ihn wütend an. Er schaffte es immer wieder sie zur Weißglut zu treiben. „Mulder, ich glaube Sie waren die Nacht wohl nicht zu Hause." „Scully!! Wie kommen Sie denn da drauf?" entgegnete er beteuernd. „Ich dachte, weil Sie heute so verstört und seltsam sind, ....wurden Sie vielleicht diese Nacht von Ihren kleinen grünen Männchen entführt. Und dann haben Sie wohl auch mit Ihnen ein paar Experimente durchgeführt. Und hab ich recht?" griente Scully. Mulder schaute sie erstaunt an. Er hätte ja mit allem gerechnet aber mit dem nun wirklich nicht. Er wollte etwas erwidern, aber ihm fehlten die Worte. „Äh Scully heute um vier am Flughafen." Erwiderte er nur nickend. Er streckte ihr einen Teil der Akten entgegen und wünschte ihr noch einen angenehmen Morgen und einen freudigen Nachmittag. Scully sah ihn triumphierend an und verließ dann sein Büro. Was fällt ihm eigentlich ein, sie morgens früh um halb sieben aus dem Bett zu klingeln, obwohl der Flug erst um vier Uhr ging. Mulder war pünktlich um vier Uhr am Flughafen. Er hatte bereits schon die Karten geholt, als er Scully entdeckte. Sie war wenig begeistert als sie Mulder herankommen sah. „Na, haben Sie sich wieder beruhigt?" Ohne auch nur auf eine Antwort zu warten, fuhr er fort. „Aber Scully die Tasche ist doch bestimmt zu schwer für Sie. Lassen Sie sie mich tragen." Er nahm ihr die Tasche aus der Hand und Scully schaute etwas verwirrt. Bin ich heute in einer falschen Welt?, dachte sich Scully. „Mulder wurden Sie nochmals von Ihren Außerirdischen entführt? Mein Gott was haben die bloß mit Ihnen angestellt?" Mulder schaute sie entzückt an. „Nur wegen diesem Scherz heute morgen gibt es Ihnen wohl gar keine Ruhe mehr. „Scully, finden Sie nicht es reicht bald?" „Was denn, also von mir aus können sie Sie ruhig öfters entführen, ich meine so betreten Sie die Erde immer mit dem falschen Fuß. Oder sind Sie etwa heute mit dem richtigen Fuß auf die Erde getreten?" griente Scully immer mehr. „Scully!!! Ich habe doch nur zwei Karten für eine Baseball Spiel. Und seit wann glauben Sie an mich?" entgegnete Mulder stolz. Er lächelte, denn die kleinen Streitigkeiten mit ihm amüsierten ihn. Scully schaute ihn an. Er gab wohl noch keine Ruhe. „Wer sagt denn, das ich an Sie glaube? Habe ich etwa jemals an Sie geglaubt?" scherzte sie. Mulder nickte grinsend. „Etwa an Ihre kleinen grünen Männchen?" entgegnete sie spöttisch. „Scully, haben Sie es denn nicht gehört? Unser Flug wurde gerade aufgerufen. Nun los, Ladys First" lenkte Mulder vom Thema ab. Scully ging vor. Sie stiegen ins Flugzeug. Mulder hatte für sie zwei Plätze in der ersten Klasse reserviert. Sie setzten sich auf ihre Plätze. Scully nahm am Fenster platz. Mulder gab ihr grinsend die Akten des Falls. „Wieso bekomme ich sie erst jetzt zu Gesicht?" sah sie ihn fragend an. „Ich hab mir gedacht, wenn Sie sie jetzt erst lesen, wird Ihnen während des Fluges nicht langweilig. Und den ersten Teil der Akten haben sie ja schon bekommen" griente er mal wieder. Er legte sich zurück und schlief wenige Minuten nach dem Start ein. Scully fing statt dessen an die Akten zu lesen. Aus den Akten ging hervor, dass bis jetzt vier Mädchen spurlos verschwunden sind. Dies geschah seltsamer Weise immer an Vollmond. Und immer gab es keine konkreten Hinweise auf deren Verbleib.....sie blätterte und las sich die Seiten gründlich durch. Kurz vor der Landung wurde sie fertig und Mulder wachte durch die Lande Ansage auf. Er richtete sich auf und schnallte sich an. „Und Scully wie gefällt Ihnen der Fall?" Sie sah ihn verschwörerisch an. „Ich habe die Krankenakten vermisst." „Sie haben sie uns nicht geschickt, angeblich wegen möglichem Missbrauchs." „Das hat man Ihnen gesagt?" Scully gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden. Sie stiegen die Treppen hinunter und wurden dort von Sheriff Dean Norris empfangen. Norris war einen halben Kopf kleiner als Mulder. Er hatte braune Augen und unter seinem Hut traten einige grauen Haare hervor. Ein sportlicher Typ war er wohl nicht, denn aus seiner Uniform trat ein kleiner Bierbauch hervor. Er sah aber besser aus, als Mulder es sich vorgestellt hatte, soweit er da überhaupt getan hatte. „Agent Mulder! Ich bin Sheriff Dean Norris." Sie gaben sich die Hand und erhaschten ihren ersten Eindruck einander. „Angenehm, das ist meine Partnerin Special Agent Scully!" Norris staunte nicht schlecht, als er die hübsche rothaarige Lady erblickte. Er starrte sie fasziniert an. „Hallo" stotterte er. Norris lief es kalt den Rücken herrunter, als er ihr die Hand gab. Nach dem Tod seiner Frau hatte er bis heute keine so bezaubernde Frau mehr gesehen. Sie schien von ihm aber nicht sehr angetan zu sein. Sie stiegen in den Wagen des Sheriffs und fuhren zuerst zum Staylight Hotel, wo sie erst mal ihre Sachen hinbrachten. „Entschuldigen Sie bitte, aber Ihr Mietwagen steht Ihnen noch nicht zur Verfügung. Es gab einige kleine Pannen in der Werkstatt. Natürlich werden Sie ihn spätestens heute Abend haben. Und bis dahin stehen mein Fahrzeug und ich Ihnen gerne zur Verfügung." Mulder lächelte immer, sobald Norris ihn an sah. Scully dagegen starrte leicht gelangweilt zum Fenster hinaus und sah eine etwas ruhige Kleinstadt. Sie sah recht friedlich aus. Den Männern vorne schenkte sie kaum Beachtung. Die Leute der Kleinstadt schienen ganz friedlich miteinander umzugehen. Die Straßen waren sehr sauber und die Pflanzen gepflegt. Sie fuhren am Staylight Hotel vor. Es sah von außen für die örtlichen Verhältnisse sehr nobel aus. Es war das größte Gebäude der Kleinstadt. 5 Stockwerke. Das Gepäck ließen sie vom Portier auf ihre Zimmer bringen. Anschließend fuhren sie zum Ort des Verschwindens von Liza Bunting. „Von den verschwundenen Mädchen fehlt jede Spur." berichtete Norris. „Die Mädchen waren alle acht Jahre alt." „Gab es sonst noch Übereinstimmungen" fragt Scully neugierig. „Ja, sie hatten alle im selben Monat ihre Impfung. Sie bogen in die Straße ein, wo sie Liza Buntings Fahrrad gefunden hatten. Ein Straße kurz vor Anfang der Kleinstadt. Um die Straße herum lagen Felder mit hohem Gras und ein kleiner, dichter Wald. Sie stiegen aus und sein Kollege Sheriff Jean Whitman wartete bereits auf sie. Whitman war ein eher sportlicher Typ mit einer guten Figur. Die Figur und die Größe waren fast wie Mulders. Er hatte grüne Augen und kurzes dunkelbraunes Haar. „Das sind Agent Mulder und Agent Scully" sagte Norris stolz. Mulder sah Whitman eindringlich an. Mulder konnte Menschen gut einschätzen und Whitman kam ihm nicht gerade sehr sympathisch vor. Scully und Whitman blickten sich lächelnd an. So dass Mulder es nicht bemerkte. Norris führte Mulder zu einer Stelle, die vielleicht ein Hinweis auf das Geschehen sein konnte. „Da vorne wurde Lizas Fahrrad gefunden und hier diese Stelle war aufgeweicht. Meine Kollegen weichten sie nochmals auf um dort vielleicht irgendeinen Hinweis zu finden, aber sie fanden nichts." Mulder betrachtete die Stelle etwas genauer. „Ich möchte, dass Sie diese Stelle nochmals aufweichen, ich möchte mir dies mal genauer ansehen." Bat er höflich. „Agent Mulder, das ist doch sinnlos, meine Männer hatten sie doch bereits aufgeweicht" entgegnete Norris. „Haben Sie uns denn fürs nichts tun um Hilfe gebeten?" Mulder machte einen selbstsicheren Eindruck, nur dermaßen übertrieben. Schließlich gab Norris nach. „Ok, dann weichen wir die Stelle eben nochmal auf." Norris besorgte die Leute , die sie wieder aufweichen sollten. Mulder blickte hinter sich und erwartete dort, das Scully da stand. Bevor er hinter sich sah, fing er an mit ihr zureden. „Scully, diese Leute sind schon...." Doch sie stand nicht hinter ihm. Er sah sich suchend um und entdeckte sie am Auto mit Sheriff Whitman stehen. Sie unterhielten sich. Aber über was? Scully lächelte Whitman an und als sie sah, das Mulder sie anschaute ging sie zu ihm rüber. „Scully, was haben Sie denn mit ihm geredet" fragte er neugierig und schaute dabei kurz zu Whitman rüber. „Etwas über den Fall." Mulder sah sie auffordernd an mehr zu sage, als sie nicht fort fuhr fragte er: „Was haben Sie denn über den Fall besprochen?" „Mulder, es war unwichitg" Mulder nickte geschlagen und ging mit ihr zu der Stelle, wo Norris und seine Leute den Beton aufweichten. Als sie holten den Betonhaufen hinaus und legten ihn auf den Boden, damit Scully ihn sich mal genauer anschauen konnte. Als sie es hinlegten, blickte Scully unbewusst in das Loch und dort schimmerte etwas. Sie hob es auf. Es war ein Stück Quarzglas. „Mulder! Kommen Sie mal." Er kam angelaufen und fragte: „Was gibts denn?" „Ich habe hier ein Stück Quarzglas gefunden. Es ist aber noch nicht so alt, es muss in der letzten Zeit durch einen Blitz entstanden sein. Also, müsste ein Blitz schon mit viel Kraft den Teer durchdringen um den Sand zu erreichen." Mulder dachte nach und es leuchtete ihm ein. „Scully, Sie sind gut." Er hechtete zum Sheriff hinüber und erzählte ihm ihre Entdeckung. „Das haben wir gar nicht beachtet. Ich habe gestern einen Suchtrupp los geschickt, der die Wälder im Umkreis von 400 m nach Hinweisen auf die Mädchen durchkämmt. Noch dazu..." Er wurde von einem Mann seiner Suchtruppe unterbrochen. „Sheriff, wir haben diesen Schuh hier gefunden, er könnte vielleicht von einem der Mädchen sein." Er überreichte Norris den gefundenen Schuh. „Danke, nun sucht weiter." Norris betrachtete den Schuh. Es war ein roter Stoffschuh aus Pannesamt. Norris sah ihm nach bis er dann im Wald verschwand. „Agent Mulder, würden Sie mich zu den Familien der Mädchen begleiten um Nachzuforschen, ob der Schuh einem der Mädchen gehört.?" „Ok, ich sag nur noch schnell Scully Bescheid" Als Mulder zurückkam, saß Norris bereits im Wagen. Als Mulder sich setzte trat er bereits auf das Gaspedal und fuhr los. Er konnte es kaum erwarten zu Wissen, ob der Schuh einem der Mädchen gehört. Und dann welchem. Zuerst fuhren sie zu den Cubitts, dann zu den Butlers und anschließend zur Familie Miller. Doch das alles ohne Erfolg. „Ich hoffe wir haben wenigstens bei dem letzten Haus Glück" nörgelte Mulder. So blieb nur noch Familie Bunting übrig und sie hofften, dass sie wenigstens bei ihr Glück haben. Die Beiden stiegen die Treppen hoch und klingelten. Misses Bunting öffnete die Tür. Als sie Norris erblickte musste sie sofort Fragen. „Haben Sie Liza gefunden?" erkundigte sie sich hoffnungsvoll. „Nein, es tut mir leid." Misses Buntings Lächeln verschwand plötzlich. Sie hatte die Hoffnung auf ihre Tochter noch nicht aufgegeben. „Aber wir haben diesen Schuh hier gefunden, gehört er vielleicht Ihrer Tochter?" Sie betrachtete den Schuh eine ganze Weile. „Nein" sagte sie enttäuscht, „Aber der Schuh kommt mir wirklich sehr bekannt vor. Aber ich weis nicht wem er gehört." Sie blickte auf den Boden, wo sonst immer Lizas Schuhe standen. Sie dachte nach und erinnerte sich daran, dass diese Schuhe des öfteren auf dem Boden neben denen von Liza gestanden haben. „Moment, doch der Schuh gehört glaub ich dem Waisenkind Jeremy McKay, der mit meiner Tochter oft gespielt hat und mit ihr auch in die selbe Klasse geht...." „Danke, Sie haben uns wirklich sehr geholfen" fiel Norris ihr direkt ins Wort. Er wollte keine Zeit verlieren und hoffte vielleicht auf eine Verbindung oder auf einen Hinweis. Aber was könnte der Schuh von einem Waisenkind damit zu tun haben? Sie stiegen die Treppen hinunter und fuhren in Richtung Waisenhaus. Mulders Handy klingelte. „Mulder" Norris drückte aufs Gas und fuhr in Richtung Waisenhaus. „Mulder, ich bin`s, wo stecken Sie denn?" „Ich war gerade mit Sheriff Norris bei den vier Familien und wir fahren jetzt ins Waisenhaus um einen Jungen namens Jeremy McKay zu befragen." „Ah ich verstehe, ich fahre dann eben allein ins Krankenhaus. Ok" „Em Scully…" Doch die Leitung war tot. Scully hatte aufgelegt und fuhr mit dem Mietwagen, der aus der Werkstatt gekommen ist zum Krankenhaus. Mulder fragte währenddessen den Sheriff: „Könnten Sie mich bitte am Krankenhaus absetzten." „Aber selbstverständlich" sagte Norris nickend. Er setzte ihn ab. Als er das Krankenhaus betrat fragte er an der Information, ob eine Agentin schon die Akten von vier Mädchen verlangt habe. „Nein, tut mir leid." Sagte eine Krankenschwester. Mulder setzte sich auf einen Stuhl vor der Information, um auf Scully zuwarten, die gerade auf den Parkplatz fuhr. Er wippelte die ganze Zeit auf dem Stuhl herum und aß seine weltbekannten Sonnenblumenkerne. Er bemerkte sie und ging auf sie zu. „Mulder, was machen Sie denn hier? Waren Sie nicht auf dem Weg zum Waisenhaus?" fragte sie ihn überrascht. „Doch, aber der Sheriff hat mich hier abgesetzt. Vorhin habe ich gefragt, ob ich schon mal die Krankenakten haben dürfte, aber sie verweigerten mir es. Angeblich dürften nur Ärzte die Akten benutzen. So musste ich gezwungener Weise auf Sie warten" witzelte Mulder. Scully lächelte. „Tja, darf ja auch nicht jeder wissen, was in den Akten steht" griente sie. Sie gingen hinauf und Scully bekam auch nach kurzen Fragen die Akten. Mulders Handy klingelte. „Agent Mulder hier ist Sheriff Norris, das Waisenkind Jeremy McKay ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Die Pflegerin macht sich große Sorgen, denn er ist auch 8 Jahre alt. Da Sie schon im Krankenhaus sind, könnten Sie dann mal nachfragen, ob er vielleicht eingeliefert wurde?" „Ok." Mulder streifte sich mit seinen Händen über seinen Dreitage Bart. „Ach ja, kommen Sie doch heute Abend um 9 Uhr bitte ins Restaurant Astoria, wo wir noch einiges über den Fall besprechen werden und bringen sie Agent Scully mit. Und bekleiden Sie sich nicht wie Agenten, sondern eher wie normale Bürger, die in einem noblen Restaurant mit Abend Gardrobe Essen gehen. Danke." Er legte einfach auf, ohne Mulder noch mal zu Wort kommen zu lassen. „Scully, ich glaube wir müssen noch einkaufen gehen." Scully blätterte während des Gesprächs die Akten durch und Mulder hatte den Anschein, das sie ihm gar nicht richtig zuhörte. „Scully!!" „Ja" sagte sie mit halben Ohr. „Haben Sie mir überhaupt zugehört?" „Ja, Sie sagten etwas von einkaufen gehen." Mulder nickte. „Genau, der Sheriff möchte sich mit uns heute Abend im Hotel Astoria treffen und dazu bräuchten Sie wohl ein Abendkleid, oder haben Sie sich zufällig eins eingepackt?" Sie schauten sich schelmisch an. „Mulder, Sie können heute Abend alleine dort hingehen, ich habe noch etwas zu erledigen." Er sah sie verführerisch an und fragte: „Wollen sie sich etwa vor uns nicht mit einem feinen Abendkleid präsentieren?" „Nein, das ist es nicht, ich habe nur noch etwas mit Sheriff Whitman zu bereden." „Aä, verstehe." „Ok, Mulder, es ist schon spät und wir haben beide noch etwas vor." Sie verließen das Krankenhaus und fuhren ins Hotel, wo sie sich fertig machten. Die Hotelzimmer waren klein, aber fein. Die Zimmerwände waren grün und die Aussicht reichte über den Nordteil der Kleinstadt. An den Fenstern hingen überall kleine Bilder von Orten der Stadt, wie zum Beispiel den kleinen Stadtpark. 3 Mulder betrat pünktlich das Hotel Astoria und suchte mit seinem Blick den Sheriff im Saal. Er entdeckte ihn in der hintersten Ecke des Saales. Er ging auf ihn zu und setzte sich zu ihm. Nachdem Mulder sich gesetzt hatte fragte ihn Norris: „ Wo ist denn Agent Scully?" Mulder antwortete: „Sie ist mit Sheriff Whitman essen." „Was" sagte er erschrocken, ausgerechnet mit Whitman. „Es ist aber wiederum nicht so tragisch, denn ich werde ihr später davon berichten, was wir hier besprechen werden." Der Ober kam in großen Schritten auf sie zu und wirkte etwas nervös. „Was darf ich Ihnen bitte schön bringen?" Norris bestellte sich einen Urstoff mit viel Schaum und Mulder folgte ihm, indem er das gleiche bestellte. „Kommt sofort." antwortete der Ober. „Finden Sie nicht, das er etwas nervös war?" fragte Fox Mulder überrascht. „Ja, weil er weiß wer ich bin und weil ich ihn mal ins Gefängnis wegen Hehlerei gebracht habe." antwortete er ein wenig stolz. „Haben Sie schon die Fahndung nach dem Waisenkind aufgegeben?" „Ja, und sie wurden auch schon an alle Ortschaften in diesem Bundesstaat geschickt. Und im Laufe dieser Woche werden überall Plakate von ihm aufgehangen, die uns dann hoffentlich die Suche um Einiges erleichtert. Und was haben Sie schon alles herausgefunden?" „Ja, dieses Quarzglas, welches Scully untersucht hat ist von einem Blitz, der erst vor kurzem dort eingeschlagen haben muss. In den Akten, konnte Scully nicht viele Zusammenhänge finden. „Die Betreuerin im Waisenhaus sagte, dass Jeremy den letzten Monat immer öfter den ganzen Tag weg wäre. Anscheinend traf er sich mit älteren Jungen, so 15- 18 jährige." „Haben Sie schon eine Theorie?" fragte er. „Bei mir wimmelt es nur so von Theorien. Zum Beispiel eine Entführung durch Außerirdische." Er sah Norris kurz an und wartete auf eine erste Reaktion. Er war erstaunt über sein leuchtendes Gesicht. „Scully, würde jetzt wieder mit ihrem Lehrbuchwissen anfangen, das die Entfernung im All......" „Solche Entführungen sind aber nicht ganz abzustreiten, denn wie viele Menschen sagten schon aus, das sie von Aliens entführt wurden sind....." Mulder sah in Norris einen Verbündeten, der mit ihm glaubte. Durch dieses Gesprächsthema unterhielten sie sich noch einen ganze Weile. So gegen 12 schaute Mulder auf seine Uhr und verabschiedete sich von ihm. Er bewegte sich in Richtung Ausgang und hörte hinter sich noch die Worte des Sheriffs: „Ich werde auf jeden Fall mit Ihnen und Agent Scully in Verbindung bleiben." 4 In einer kleinen Ortschaft neben Roosevelt irrte Jeremy durch einen kleinen Stadtpark am Anfang der Ortschaft Willington herum. Er schlenderte an Bäumen; Büschen und Beeten vorbei und dachte an Liza. Mit ihr war er am besten befreundet und er vermisste sie. Warum ausgerechnet sie? fragte er sich. Jeremy dachte an die schönen Tage die er mit Liza verbracht hatte. Wie er mit ihr Kuchen für das Waisenhaus versucht hat zu backen und an ihren ersten Zoobesuch, den sie gemeinsam mit Lizas Mutter verbrachten. Wo sie alle diese großen Tiere sahen und auf dem Spielplatz eine Menge Spaß hatten. Und auch daran, wie sie zusammen immer in Alicias Eisdiele jeden Tag Eis geschleckt haben und er dachte an die vielen Vögel, die er mit ihr immer begraben hatte. Damit sei ihren Frieden finden konnten. Die tolle Kirmes, wo sie zusammen auf der Achterbahn gefahren sind und an die vielen Tage, die sie im Spielcenter verbrachten. Tränen flossen aus seinen Augen und er fragte sich nochmals wieso ausgerechnet sie? Wieso haben sie mir aus ausgerechnet sie weggenommen? War es das was sie wollten ihm das netteste Mädchen aus der Stadt wegzunehmen? Er wurde durch das Geheul eines Streifenwagens aus seinen Gedanken gerissen und schnell versteckte er sich im Gebüsch. Er hatte sich schon gedacht, das sie nach ihm suchen würden und hatte sich extra schon in eine andere Stadt begeben. Er wollte nicht, das man ihn mit Fragen überhäuft, die er dann beantworten soll. Er wollte nicht dafür gerade stehen, was sie mit ihm gemacht haben und wollte sich deshalb solange verstecken, bis erst mal Gras über die Sache gewachsen ist. Der Streifenwagen fuhr langsam an ihm vorbei und ihm fiel ein Stein vom Herzen, als sie nicht ausstiegen und weiterfuhren. Er kam aus dem Gebüsch und machte sich auf die Suche nach einem sicheren Ort zum Schlafen. 5 Am Abend lag Mulder noch lange wach im Bett und dachte über den Fall nach. Hatte er vielleicht irgendeinen kleinen Hinweis übersehen? Im fiel nichts ein. Das Gespräch mit dem Sheriff hatte so gut wie gar nichts gebracht, denn sie waren auf das Thema Entführungen durch Außerirdische gewechselt. Er hörte Schritte. Wahrscheinlich war Scully gerade gekommen. Mulder hörte ein Lachen, das sich nach Scullys anhörte. Und da war noch eine Stimme. Eine Männerstimme. Er hüpfte aus seinem Bett und lauschte an der Tür. „Es war wirklich ein schöner Abend mit dir, Dana." „Ja, ich fands auch schön. Das könnten wir ruhig öfters machen." Mulder hörte so ein Geräusch, so als küsste man sich. „Bye Dana." Seine Schritte wurden immer leiser und er hörte wie nebenan die Tür aufgeschlossen wurde. Mulder wollte am liebsten wissen, was sie gemacht hatten. Morgen würde er Scully ausquetschen. Nun hatte er wieder ein Thema, mit dem er Scully nerven konnte. Er hüpfte wieder ins Bett und hatte sich vorgenommen morgen früh die Nachbarorte nach Jeremy abzuklappern. Dann würde er weiter sehen. Nach langen Überlegungen schlief er endlich ein. Sein Wecker klingelte morgens früh um 8 Uhr und als er davon geweckt wurde schien ihm bereits die Morgensonne ins Gesicht. Er war froh, das er ein wenig Schlaf gefunden hatte und dachte sich „Morgenstund hat Gold im Mund." Nach einer knappen halben Stunde saß er in einem Taxi und ließ sich in den Nachbarort fahren. Wo er als erstes in Willington an einem Stadtpark vorbei kam, dort bat Mulder den Fahrer ihn raus zulassen. Er drückte dem Fahrer 10 Dollar in die Hand und betrat den Park. Unter einem Busch entdeckte er einen Jungen sitzen, der so aus sah wie Jeremy. Als er auf ihn zuging, klingelte plötzlich sein Handy: „Mulder, ich bins, wo stecken Sie denn? Die im Hotel sagten, Sie seien schon früh aus dem Haus gegangen." „Stimmt, ich bin gerade im Willington Park und gehe gerade auf einen Jungen zu, der wahrscheinlich Jeremy ist." Im selben Moment wurde Mulder von drei Junkies überfallen und sein Handy fiel zu Boden. Sie schlugen und traten auf ihn ein. „Ihr habt hier nix zu suchen, das ist unser Park:" brüllte einer der Junkies wütent und agressiv. Als Mulder da lag roch er ihre Fahne. Sie waren voll betrunken und standen vermutlich auch noch unter Drogen. Scully hörte den Aufknall und rief laut ins Telefon: „Mulder!! Mulder, hören Sie mich?" Ihre Stimme klang hysterisch. Die Junkies hoben das Handy auf und als sie eine Frauenstimmen hörten Anfüheresagte der: „Hallo Süße." Scully fuhr erschrocken zurück und fuhr direkt mit dem Mietwagen zum Park. Die Junkies warfen Mulder ins eiskalte Wasser des Sees und hauten dann ab. Mulders Gesicht lag im Wasser, und um ihn schwammen alles kleine Eisstückchen. Aber auch Jeremy, der das mitbekommen hatte lief weg. Weil der Mann im See so aus sah, wie irgendein Gesetzeshüter. Unterwegs traf sie zufällig Sheriff Norris, mit dem sie dann zum Willington Park fuhr. Scully und der Sheriff kamen nach 10 Minuten am Stadtpark an und fanden das allein liegende Handy auf dem Gehweg. Aber von Mulder keine Spur. „Meinen Sie er ist hier noch irgendwo?" fragte er sie beunruhigt. Doch bevor sie antwortete entdeckte sie Mulder im eiskalte Wasser des Sees schwimmen. Auf dem See schwammen überall kleine Eisscheiben herum. Vor einigen Tagen, war der See noch vollkommen zugefroren. Sie lief auf ihn zu und antwortete. „Dort drüben im Wasser!!" Da Mulder noch ziemlich am Rand herum trieb und Norris sich gegenüber Scully wie ein Gentleman verhalten wollte, stieg er ins eiskalte Wasser und holte ihn hinaus. Scully hatte in der Zeit eine Ambulanz angefordert. Als er auf der Wiese lag fühlte sie sofort seinen Puls, der aber nur noch sehr schwach war. Seine Augen waren schon etwas glasig. Scully versuchte den bewußtlosen und dem Tode nahen Mulder wieder sein Leben zurückzugeben. Sie versuchte es mit einer Herzmassage und machte dann mit Mund zu Mund Beatmung weiter, wobei der Sheriff seinen Brustkorb massierte und Mulder dabei neidisch anschaute. Der Sheriff hätte so gern an Mulders Stelle gelegen und spüren, wie Scully Lippen die seinen berührten. Sie blies Sauerstoff in seine Lungen. Als sie Luft holte, sah sie Mulder traurig an und als sie mit der Beatmung weiter machte und ihre Lippen die seinen berührten, schlug Mulder plötzlich seine Augen auf. Mulder dachte er träume, als er ihren Lippenkontakt spürte. Scully bemerkte das Mulder wieder da war und ihr Gesicht umhüllte ein Lächeln. Mulder beugte sich nach vorn und aus seinem Mund quoll Wasser. Der Sheriff bemerkte es gar nicht und massierte immer noch Mulders Brustkorb. „Ist gut." sagte Scully und schaute ihn komisch an. Norris erwachte aus seiner Träumerei und hörte auf. Endlich traf die Ambulanz ein. Mulder wurde auf eine Trage geschnallt und ins Krankenhaus gebracht. Scully fuhr mit ins Krankenhaus und hielt währen der Fahrt seine Hand. Sie sahen sich tief in die Augen und Scully streichelte seine Wange. „Scully" ächzte er und verlor wieder sein Bewußtsein und Scully drückte seine Hand. Die Sanitäter stoppten die Blutung und gaben ihm dann eine Spritze. Im Krankenhaus wurde Mulder sofort in ein heißes Bad gelegt, damit er wieder auftauen konnte. In der Zwischenzeit fuhr Scully ins Hotel und holte ein paar Kleidungsstücke, die er für seinen Krankenhaus Aufenthalt tragen kann. 6 Nach einer Stunde heißem Bad lag Mulder in seinem Zimmer. Und kurz darauf schneite Scully in das kahle weiße Krankenhauszimmer. „Und wie geht es Ihnen Mulder?" „Schon wieder ganz gut. Und Danke für den Sauerstoff, den Sie mir so reizend vermittelt haben." Mulder fing bei Scully Gesichtsausdruck an zu lächeln. „Sie haben mir ja auch während meines Krankenhausaufenthalts wegen meines Gehirntumors sehr geholfen. Danke, für ihr Heilmittel und das Sie mich nicht in ihr sogenanntes Jenseits gelassen haben." Über Mulders Gesicht kam ein Lächeln und sie war froh das es endlich raus war. „Scully, ich habe eine Theorie, Sie werden das gleiche Schicksal erleiden wie Sie, nur das sie eben kein Heilmittel haben. Oder sie werden alles durchmachen so wie meine Schwester, die auch mit acht Jahren entführt wurde." „Oh, Mulder!" „Scully, wann kann ich hier wieder raus?" „Werden Sie erst mal wieder richtig gesund. Ich glaube aber, das könnte doch noch etwas dauern, den ihr Verstand ist von einer sehr schlimmen Krankheit befallen wurden." „Ha, Ha" Scully lächelte und Mulder saß etwas überrollt auf dem Bett. „So, Mulder ich muss noch mal kurz weg." „Ah Scully, was haben Sie eigentlich gestern mit ihm besprochen?" „Über den Wagen. Wieso?" Es war zwar keine klevere Antwort die Scully Mulder gab. „Nur so, aber das kann doch nicht bis nach Mitternacht gedauert haben." „Ja, danach waren wir eben noch essen." antwortete sie verwundert „Gute Besserung Mulder!" Und sie verließ das Zimmer. Mulder blieb allein zurück, aber er spürte, das er eifersüchtig war. Warum bin ich denn nur eifersüchtig? Es ist doch egal was sie sonst so macht, redete er sich ein. 7 Am nächsten Morgen stand Mulder, der bereits aus dem Krankenhaus entlassen wurde, vor Scullys Hoteltür und überlegte ob er sie wecken sollte oder lieber nicht. Mulder klopfte an die Tür und wartete eine Moment, aber es tat sich nichts. Man hörte nichts keine Schritte und auch keinen einzigen Piepton. Da keiner da war ging er runter zum Portier und fragte, ob Agent Scully das Hotel bereits schon verlassen hat. „Nein tut mir leid, Sie war die ganze Nacht nicht hier. Sie hatte aber auch gestern ihr Zimmer wiederfreigegeben." „Was? Hat sie einen Gund genannt?" Der Portier suchte einen Zettel in der Zettelwirtschaft die hauptsächlich aus kleinen Notizen bestand. Er sah den Portier wartend an. „Sie hatte ihnen glaube ich eine Notiz hinterlassen, aber ich kann sei leider nicht finden. „Sagen Sie mir Bescheid, wenn sie ihn finden" sagte er noch beim Verlassen des Hotels. Er versuchte Scully übers Handy zu erreichen, aber dort ging nur ihre Mailbox an. So fuhr er mit dem Mietwagen nochmals zum Willington Park. Als er dort ankam fand er einige Sheriffs vor und ging zu Sheriff Norris hinüber. „Morgen Sheriff, wissen Sie vielleicht wo Agent Scully ist?" „Woher soll ich das denn wissen? Sie ist doch Ihre Partnerin." „Sie haben sie heute noch nicht gesehen?" Norris schaute ihn verwirrt an. „Nein, wie kommen Sie denn da rauf?" „Weil sie die ganze Nacht nicht im Hotel war." Der Sheriff war wieder mit seinen Gedanken bei Mulder. „Aber, wo ist Scully denn? Wo ist denn Sheriff Whitman?" nörgelte er vor sich hin. „Der hat sich zwei Tage frei genommen und ist gestern noch nach Washington geflogen. Agent Mulder, haben Sie gestern Nacht auch dieses grelle Licht gesehen?" lenkte Noris vom Thema ab. „Nein, ist wieder ein Mädchen verschwunden?" „Wir haben noch keine Vermisstenmeldung erhlten. Aufjedenfall behauten sämtliche Leute, sie hätten gestern Abend ein grelles weißes Licht gesehen." „Wer genau?" frage Mulder. „Die Liste habe ich in meinen Büro" antwortete er mürrisch. „Und haben Sie schon Jeremy gefunden?" „Nein, meine Männer sind immerhin keine D-Züge." „Sheriff, ich glaube das Licht hat die Menschen entführt." Norrsi schaute ihn seufzend an. Wieso denn auch nicht? Es spricht doch ein bißchen dafür. Mulder Gedanken wurden durch das Klingeln seines Handy`s unterbrochen. „Mulder ich bins" schluchzte sie. „Scully, wo sind Sie?" sagte er froh, als er ihre Stimme hörte und besorgt wegen ihres Schluchzens. „Ich bin in Washington, meine Mutter liegt wegen eines schweren Autounfalles im Koma." „Oh Scully, das tut mir leid..." Ber vor er noch was sagen konnte hörte er nur noch ein Klicken und die Leitung war tot. „Scully!?!?!?!" 8 Mulder ging ein Stück abwärts und rief seine drei Freunde an, ein Trio von paranoiden Verrückten. Es meldete sich: „Einsamer Schütze hier!" „Ey, Ihr drei ich bins Mulder. Ich könnte mal wieder eure Hilfe gebrauchen." „Wie können wir dir helfen?" „Könntet Ihr erst mal nach Scully sehen? Ihre Mutter liegt im Koma und es wäre ganz nett, wenn sich einer im Moment um Sie kümmern könnte." „Mulder, Frohike hat sich schon freiwillig dafür geopfert." „Danke Frohike, und könntet Ihr mir einige Berichte über UFO`s und Entführungen durch ein grelles weißes Licht schicken? Meine Adresse ist 1876 Staylight Hotel, 6th floor, South Dakota. Bitte beeilt euch." „Brauchen Sie sonst noch etwas Agent Mulder?" fragte Byers. Frohikes Gesicht strahlte und er freute sich schon darauf sich um Scully kümmern zu dürfen. Langly fing schon mal an die Berichte herauszusuchen, während Byers noch mit Mulder telephonierte. Frohike saß nur da und seine Gedanken schwebten um Scully. Während Mulders Verschwinden, hatte sich das Verhältnis zu Scully entspannt, aber seit einiger Zeit musste er ständig an sie denken. Seine alte Faszination wurde zu einer neuen. Byers beendete das Telephonat mit Mulder und wendete sich Langly zu, der schon einiges gefunden hatte. „Meinst du diese Berichte entsprechen seinem Wunsch?" fragte er Byers. „Ich denke schon. Ey schau dir mal Frohike an, er denkt bestimmt schon wieder an Mulders vertraute Partnerin." griente Byers. „Frohike wolltest du dich nicht um seine Partnerin kümmern?" spottete Langly. Byers und Langlys Gesicht überzog ein schelmisches Grinsen. Frohike wirkte genervt und teilweise auch empört. Frohike stand auf und machte sich auf den Weg zu Scully. Nach dem Gespräch fuhr Mulder ins Hotel und versuchte Scully telefonisch zu erreichen. Er wählte die Nummer und am Ende der anderen Leitung meldete sich Scully. „Scully wie geht es Ihnen ?" fragte er einfühlsam. „Mulder, mir geht es gut, ich werde morgen wieder in Roosevelt sein und den Fall mit Ihnen zusammen zu lösen." sagte sie in einem traurigen Tonfall. Er entgegnete mitleidig: „Sie brauchen mir nicht helfen, bleiben Sie ruhig bei ihrer Mutter. „Danke für Ihr Angebot, aber wenn ich hier sitze,wacht sie auch nicht schneller auf." Mulder biss sich auf die Lippen und fragte einfühlsam: „Wie geht es Ihrer Mutter denn?" Eine Stille herrschte in der Leitung. „Den Umständen entsprechend, zumindest ist sie noch nicht über dem Berg." „Scully, es tut mir leid. Wann soll ich Sie denn morgen abholen?" „Sie brauchen mich nicht abzuholen, Sheriff Whitman nimmt mich mit." Sie legte auf und die Leitung war tot. „Scully!!!" Aus Scully Augen liefen glasig glitzernde Tränen und es fehlte nur noch, dass ihrem Bruder Bill auch etwas zustöße und sie wäre mit ihren Nerven völlig am Ende. In den letzten vier Jahren hatte sie ihren Vater und ihre Schwester Melissa verloren. Und ihre Mutter fast auch. Mulder machte sich derzeit ernsthafte Sorgen um Scully und er fand es gar nicht gut, dass sie wieder mit der Arbeit abfangen wollte. Aber vielleicht war es das Beste. 9 Mulder machte sich auf den Weg zum Sheriff um sich die Aussagen der Zeugen, die von dem Licht berichtete zu holen. Als er am Hauptgebäude angekommen war ging er sofort hinein und erkundigte sich, wo sich Sheriff Norris sein Büro befindet. Dann fuhr er mit dem Aufzug in die dritte Etage, wo er schon den Sheriff am Schreibtisch sitzen sah. Norris führte gerade ein Telefonat und er hörte nur noch: „Ich muss Schluss machen." Er betrat sein Büro und wurde auch schon freundlich vom Sheriff begrüßt. „Ah Agent Mulder, was verschafft mir den die Ehre?" „Ich wollte eigentlich nur die Aussagen der Zeugen abholen." fragte er kühl. Er stand auf und man sah, das er Mulder nicht gerne die Aussagen gegeben hätte. Mulder fand es merkwürdig, das der Sheriff nicht mehr so kooperativ war. Mit wem hatte er gerade telefoniert? Wurde er vielleicht von irgend jemandem beeinflußt? Mulder wurde aus seinen Gedanken gerissen, als der Sheriff mit den Aussagen kam. „Die Aussagen Agent Mulder" sagte er genervt. „Sind sie auch vollständig?" „Aber natürlich." Der Sheriff wurde gerufen und verließ sein Büro. Während sich der Sheriff von Mulder entfernte, telephonierte er und sprach ins Handy: „Fox Mulder FBI meine Ausweisnummer ist JTT04710111. Ich möchte diese Nummer die zu diesem Telefon mit der Nummer 6667985 zuletzt gewählt wurde zurück verfolgen lassen. „Einen Moment bitte" sprach eine Frauenstimme ins Telephon. „Die Nummer lautet 5007825, das Anschlußgerät war ein Handy. Mulder schrieb die Nummer auf einen kleinen Zettel: „Danke" Er legte auf und verließ das Gebäude und wählte, als er im Auto saß diese Nummer an. Durch das Telefon drang eine Stimme, die nach seinem Namen verlangten. „Sheriff Dean Norris." „Ihr Codewort?" Mulder legte auf und die Telefonpartner müssen irgend ein Geheimdienst sein. Er beschloß erst mal ins Hotel zu gehen und schon mal die Akten durch zu studieren. 10 Auf seinem Zimmer angekommen warf sich auf sein Bett und blätterte die Akten durch. 1Aussage Wheeler Maggie Rote 296 Willington South Dakota Es war ein grelles weißes Licht, wovon einen normalerweise das Augenlicht verloren gehen muss. Aber das ich an diesem Abend auf Sternen suche war und mein Teleskop hatte, war es nicht so stark. Durch dieses Licht huschte ein schwarzer Schatten durch, der schneller als das Licht verschwand. Nach etwa 5-6 Sekunden war das Licht verschwunden. Sie ist abergläubisch und glaubt an Übersinnliches. 2Ausage Ehepaar Sheila & Mauricio Morelli Route 446 Willington South Dakota Es war ungefähr elf Uhr nachts und plötzlich tauchte ein grelles Licht am Sternen klaren Himmel auf. Dieses Licht tat in den Augen weh und verschwand ca nach 6 Sekunden. Es war aber kein lang anhaltender Blitz. Bestätigung des Mannes. Mrs & Mr Morelli 0,9 Promille Mulder genügten die ersten beiden Aussagen und macht sich sofort auf den Weg zu den Zeugen. Als er bei Mrs Wheeler ankam, hüpfte er die Treppen hoch und klingelte. Eine ältere Dame öffnete die Tür vorsichtig. „Wer sind Sie?" ächzte sie. „Ich bin Special Agent Fox Mulder vom FBI:" Mulder zog seinen Ausweis heraus und hielt ihn ihr vor die Nase. „Und ich habe einige Fragen zudem was Sie gesehen haben." Die alte Frau schaute ich sich von oben bis unten genau an und ließ ich schließlich eintreten. „Bitte setzen Sie sich doch." „Danke. Was haben Sie denn für einen Schatten in dem Licht gesehen?" „Seit wann interessieren sich solche Leute wie Sie für meine Aussage?" „Ich glaube auch an Übersinnliches und UFOs" schwärmte Mulder. „Nun ja, ich habe den Sheriffs nicht alles gesagt. Der schwarze Schatten hatte irgendwie die Form eines Menschen. So als würde er durch das Licht schweben." „Und Sie haben das wirklich gesehen?" fragte er fasziniert. „Sie glauben mir nicht, das hätte ich mir ja auch gleich denken können." „Doch ich glaube Ihnen, jetzt kann man nur hoffen, das nicht wieder ein junges Mädchen verschwindet. „Was denn für ein Mädchen?" „Alle die im Jahr 1990 geboren sind. Mrs Wheeler schaute ihn geschockt an. „Oh Gott" schrie sie und hechtete zum Telefon, nahm die Telefongabel und wählte hastig die Nummer ihrer Tochter. Doch bevor Mulder was sagen konnte, verstummte er und hörte zu. „Kate, oh Gott ist Lorena noch da?" schrie sie hysterisch in die Gabel. „Ja, sie liegt im Bett, aber wieso denn?" „Guck bitte schnell nach, ob sie wirklich schon im Bett legt!" Sagte sie verzweifelt. Kate hechtete die Treppen hoch und Sah Lorena friedlich schlafend in ihrem Bett liegen. Sie atmete erleichtert auf und ging wieder zum Telefon. „Ja, sie liegt im Bett. Mutter, du hast mir vielleicht einen Schrecken eingejagt, aber was ist denn los?" Maggie atmete erleichtert auf und antwortete: „Das erzähl ich dir morgen um 4, bei Kaffee und Kuchen. Versprich mir bitte, das du immer auf sie aufpassen wirst. Ok?" „Ok" und sie legte auf. „Wer ist denn Lorena?" konnte Mulder endlich fragen. „Sie ist meine Enkelin und 8 Jahre alt."sagte sie in einem erleichternten Tonfall. „Danke, für ihre Auskunft. Falls ihnen noch irgend etwas einfällt rufen Sie mich bitte an." „Ja, das werde ich tun." Mulder ging aus dem Haus und ein Teil seiner Theorie ist bereits aufgegangen. Er sparte sich den Weg zu den Morellies und fuhr zurück ins Hotel. Als Mulder im Hotel ankam, hielt ihn der Portier an und übergab ihm ein Päckchen. „Das wurde heute für Sie abgegeben." „Ach, ist das Zimmer von Agent Scully eigentlich noch frei?" „Nein, tut mir leid, aber das Zimmer ist schon wieder vergeben. „Dann möchte ich für morgen gerne eins für sie reservieren." „Tut mir leid Agent Mulder, aber wir sind im Moment voll ausgebucht." „Könnte man den noch ein zweites Bett in mein Zimmer hineinstellen?" „Aber selbstverständlich." „Dann lassen Sie das Bett mal kommen." „Ok, in 20 Minuten steht es auf ihrem Zimmer." Mulder ging auf sein Zimmer und blätterte in den Berichten herum, die in Byers schnell geschickt hatte. Als das Bett eingetroffen, war legte Mulder sich hin und schlief ein. Frohike klingelte vergeblich an Scullys Tür, es machte niemand auf. So ging er eben wieder und wollte morgen früh noch mal vorbei kommen. Enttäuscht trottete er davon. 11 In Kolumbien redete Badja Banzali mit einem Sheriff und berichtete ihm, das ihr Sohn 16 jähriger Sohn verschwunden ist. „Wie lange ist ihr Sohn schon verschwunden?" „So vor zwei Tagen." „Ja; wo könnte er denn hin sein?" „Ich weiß es nicht. Er hat nur neulich heraus gefunden, das sein Vater mit seinem Zwillingsbruder in den USA lebt." „Könnte es sein, das er sie suchen wird?" „Ja, ich habe ihm die Ortschaft genannt. Mein Mann wohnt in South Dakota in Minnesota." Der Sheriff sah sie zweifelnd an. „In die USA kommt man aber nicht so leicht. Da kommt man nicht so leicht rein. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt und die Kontrolle auch." „Unterschätzen sie meinen Sohn nicht, er ist ein sehr clevere Junge. Der Sheriff sah Mrs Banzali nachdenklich an. „Haben sie denn ein Foto von ihm?" „Ja, einen Moment bitte." Er wartete einige Minuten, bis Mrs Banzali zurückkam. „Das ist das neueste Foto von ihm. Ich hoffe es wird ihnen bei der Suche helfen." Sie hielt ihn fest und sah ihm tief in die Augen. „Bitte, finden sie meinem Sohn." „Ich werde alles tun was um ihn zu finden." Er verabschiedete sich und ging. Zwei Stunden nach dem Gespräch kam das Foto von Dan Vladimir Banzali in Minnesota an. Die Streifen wurden mit einer Personenbeschreibung. Sheriff Norris, der mit den Agenten in seinem Fall nicht weiter kam fuhr mit seinen Kollegen zu Mister Banzali. Sie klingelten und Mr Banzali öffnete die Tür und sah die Sheriffs überrascht an. Norris ergriff das Wort und fragte: „Dürfen wir eintreten?" Er sah sie an und ließ sie eintreten. „Ist irgend etwas mit Craig passiert?" fragte er nachdem sie sich gesetz hatten erschrocken. „Nein. Wir haben eben ein Fax aus Kolumbien bekommen, wo unsere Kollegen aus Kolumbien berichteten, das ihr Sohn Dan Vladimir auf dem Weg hierher ist." Banzali stockte der Atem. „Mein andere Sohn Dan." „Ja das ist richtig." Er konnte es gar nicht fassen und fragte ein bißchen verstört. „Aber er kommt doch gar nicht über die Grenze. Oder hat meine Ex Frau ihm die Erlaubnis gegeben." „Nein, Ihr Sohn ist weggelaufen. Und ihre Ex Frau sagte uns er sei ein sehr clevere Junge." „Es ist Anfang Winter Sheriff Norris." „Das wissen wir auch." Zelkjo Banzali sah sie fragend an. „Falls er hier auftauchen sollte, rufen Sie mich bitte an. Die Nummer kennen Sie ja." „Ja, danke für die Nachricht." Die Sheriffs fuhren Weg. Zelkjo schaute ihnen noch hinterher. Sie hatten ihn mit der Nachricht ganz schön überfahren. Er konnte es gar nicht fassen, das er vielleicht seinen Sohn nach fast 16 Jahren wieder sehen würde. Er war damals mit seinem Sohn Craig ausgewandert, weil er die Religion mißachtete und in den USA eine neue Religion gefunden hatte, in der auch sein Sohn aufgewaschen war. In Kolumbien unterhielt sich Badja mit ihrer Nachbarin Taja , die das Gespräch mit dem Sheriff zufällig mitbekommen hatte. Dort glaubte man teilweise an die Astronomie. „Badja, dein Sohn ist doch schon seit fast zwei Monaten verschwunden." „Ich weiß, aber ich will nicht das mein Sohn geopfert werden soll. Ich wäre besser mit meinem Mann in den USA gegangen. „Badja, ich muss es dir einfach sagen. Ich habe deinen Mann vor zwei Monaten hier gesehen. Er kam aus der Villa des Antonio Carrebias und ich vermute mal, dass dein Mann für das Kartell arbeitet." 12 Es dämmerte langsam und über Roosevelt lag eine unvorstellbare Stille. Es war keine Menschenseele auf der Straße, nur in einer Straße nicht. Dort standen Craig Banzali und seine Gang. Gegenüber von ihm stand Dan Banzali. Sie sahen sich einander tief in die Augen. Ihr Blick war verhasst. Der fremde Junge sah genauso aus wie Craig. Craig ergriff das Wort: „Wer wagt es sich in meinem Bezirk herumzutreiben?" Dan zögerte einen Moment und antwortete: „Dein Bruder Dan Vladimir Banzali." Seine Gang wollte zuerst laut loslachen, aber weil Craig nicht anfing ließen sie es sein. Craig bemusterte ihn von oben bis unten. Keiner gab auch nur einen einzigen Laut von sich. „Mein Vater hat mich schon vor die gewarnt. Und warum sollte ich dich dann nicht umbringen?" sagte er lachend. „Weil ich dein Bruder bin und weil es deine Mutter nicht will" „Ha, meine Mutter hat mich wo ich klein war im Stich gelassen und ich verabscheue meine Familie mit Ausnahme von meinem Vater. Er kam langsam auf Dan zu und zielte mit seinem Revolver auf ihn. Er kam immer näher und hielt schließlich die Pistole an seinen Kopf. Als ein Auto in die Straße einbog, war Craig für einen Moment abgelenkt und Dan nutze die Chance und schlug ihm den Revolver aus der Hand. Die Waffe fiel zwei Meter zu Boden. Craig achtete nicht auf den Wagen und hob seinen Revolver auf. Als Mulder die Waffe sah, sprang er aus dem Wagen und zielte auf Craig. „Waffe weg oder ich schieße." Craig drehte sich um und ließ die Waffe fallen. Mulder legte ihm Handschellen an und keiner wagte es Craig zu helfen. Sie standen nur ganz ruhig da und sahen die Verhaftung von ihm. Als Mulder ihn zum Wagen brachte liefen die anderen Weg und Dan mit ihnen . Mulder sah es und rief ihnen noch hinterher: „Ey wartet." Er stieg in seinen Wagen und versuchte die anderen noch zu kriegen, aber sie waren bereits spurlos verschwunden. Als sie auf dem Revier ankamen, ging er mit ihm ohne zu zögern zum Sheriff. „Ah Agent Mulder, wen haben Sie den da mitgebracht?" Bevor Mulder etwas sagen konnte fragte Norris bereits: „Was hat Craig Banzali wieder angestellt oder bist du etwa Dan?" Craig kannte den Sheriff bereits, denn er hatte ihm und seinem Vater schon oft geholfen. „Der Junge, den ich auf der Straße getroffen hatte behauptete er wäre mein Bruder. Das ich nicht Lache." erzählte Craig bevor er noch irgendwie als Verbrecher abgestempelt wird. „Der Junge sagt aber die Wahrheit." „Er wollte einen Jungen erschießen, der eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm hatte." fügte Mulder hinzu. „Wieso wolltest du ihn denn erschießen?" „Ich dachte er würde mich verarschen. Aber da es ja stimmt, tut es mir leid und ich würde mich auch gerne bei ihm entschuldigen." Craig spielte die Verhaftung problemlos hinunter. „Ach Craig bevor ich vergesse, woher hattest du denn die Waffe?" fragte Norris noch bevor er weg war. „Ich habe sie am Hafen in einer Mülltonne gefunden." „Ok danke." Sie hatten Zelkjo Banzali angerufen, damit er seinen Sohn abholen konnte. „Sheriff Sie haben dem Jungen doch wohl nicht das abgekauft oder?" fragte Mulder etwas entsetzt. „Doch, der Junge hat mich noch nie angelogen, außerdem wurden auch schon öfters Waffen am Hafen gefunden" sagte er sichtlich überzeugt. „Aber Sie können ihn doch nicht einfach gehen lassen." „Doch das kann ich. Wo ist eigentlich jetzt Dan Banzali?" „Nun ja, er ist mir entwischt, aber ich versuche alles um in wieder zu finden." Haben Sie schon was von Jeremy McKay gehört?" „Leider nein." Norris stieß einen kleinen Seufzer aus. Mulder verließ sein Büro und begab sich ins Hotel. Craigs Vater war in der Zeit eingetroffen und der Sheriff erzählte ihm die ganze Geschichte, die sein Sohn bereits wußte. Zelkjo saß die ganze Zeit wie angewurzelt da und hörte gespannt zu. Mulder schlief nachdem er ins Hotel gekommen war ein. 13 Ein Taxi parkte vor dem Hotel und Scully trat aus. An der Rezeption fragte sie den Reportier nach ihrem alten Zimmer. „Es tut mir leid Miss Scully, aber ihr Zimmer wurde bereits wieder vergeben. Aber Agent Mulder hat ein zweites Bett ihn seinem Zimmer für sie bereit gestellt. Sie sah auf ihre Uhr, es war gerade mal halb sechs. „Hätten Sie denn noch einen zweiten Schlüssel für das Zimmer?". Er nickte und übergab ihr den Schlüssel. „Sie wissen ja wo es langgeht." „Danke." Sie betrat leise das Zimmer und erblickte Mulder tief schlafend im Bett. Überall lagen UFO Berichte und Bilder, allerlei Fotos von verschiedenen Lichtern in Zimmer herum. Sie lagen auf dem Boden, Tisch und sogar welche im Bett. Sie setze sich auf das zweite Bett und stöberte in den Berichten herum. Zuerst fand sie nichts Interessantes, aber dann erblickte sie die Zeugenberichte von Maggie Wheeler und einem Ehepaar. Wer kann nur so vernarrt an außerirdisches Leben denken und aus allem Normalen Paranormales machen, dachte sich Scully. Mulders Wecker fing plötzlich an zu piepsen. Scully erschreckte sich und Mulder wurde wach. Er hatte Scully noch gar nicht gesehen und hüpfte benommen aus dem Bett. Er hatte nur Shorts an und seine Haare waren wüst. Erst jetzt bemerkte er Scully. „Morgen Mulder" „Morgen, sind Sie denn schon aus Washington zurück?" fragte er etwas überrascht. „Ja. Sie haben es sich aber schön hier eingerichtet." griente sie. Mulder streifte sich durch sein Haar und sagte: „Scully, tut mir leid wegen der Unordnung. Sie können es sich ja schon mal gemütlich machen." Mulder verschwand im Bad und Scully ging durch das Zimmer. Mulder, der nicht wusste das Scully schon wieder zurück kam, hatte nicht aufgeräumt. Ein paar Minuten später kam Mulder mit nassen Haaren aus dem Bad. Er hatte ein kleines Handtuch um den Hals und Scully sah erst jetzt wie hübsch ihr Partner eigentlich ist." „Wie geht es Ihnen? Tut mir leid, das mit Ihrer Mutter." Scully nickte leicht und blickte dann auf den Boden. „Hat sich eigentlich schon was neues in dem Fall ergeben?" „Na ja, wie man es nimmt, das erzähle ich Ihnen als kleine Ablenkung bei einem Frühstück unten im Saal." Sie gingen hinunter und setzten sich an einen schönen gedeckten Tisch mit Ausblick in den Wald. Mulder erzählte ihr das wenige was in der Zeit passiert ist. „Ich habe eine neue Theorie. Ich war vorgestern bei einer Frau, die so ein Licht durch ihr Teleskop gesehen hat und sagte, das da so ein menschlicher Schatten durch flog und..." „Mulder, das habe ich schon aus Ihrem Papierkram entnommen." unterbrach sie ihn. „OK, dann können Sie sich ja schon denken wie meine Theorie lautet." Mulder sah sie an und merkte das Scully immer noch ein wenig abgelenkt war. „Und wie geht es Ihrer Mutter?" „Sie ist immer noch nicht überm Berg, aber ich hoffe sie wird es überleben." Das Essen wurde gebracht. Es sah köstlich aus. Sie aßen ein paar Happen und Mulder wollte irgend etwas sagen, aber er wuste nicht was er sagen sollte. „Scully, wie finden Sie eigentlich den Sheriff?" Bei dieser Frage verschluckte sich Scully fast. „Wie bitte! Welchen Sheriff?" „Sheriff Whitman!" „Wieso wollen Sie das denn wieder wissen?" „Ich will nur wissen wie das Verhältnis zwischen Ihnen ist." Sie sah ihn an. Brodelte da etwa die Eifersucht? Sie sah ihn an, so als wäre sie neugierig, was denn die ganze Fragerei sollte. „Mulder, was soll denn das?" fragte sie neugierig. Mulder lächelte sie an. „Mulder, auf was wollen Sie hinaus? Und hören Sie gefälligst auf zu Grinsen." sagte sie lächelnd. 14 Der Tag fing schon sehr schlecht an und draußen wehte ein heftiger Wind. Die Bäume bogen sich stark in östliche Richtung und viele der noch vorhandenen Blätte und Nadeln wirbelten durch die Gegend. Im Hotel merkte man es nicht. Der Himmel verdunkelte sich und es fing an zu gewittern. Der Wind wurde immer stärker und es begann in Strömen zu regnen. Auf den Straßen fielen Mülleimer um und Dachziegel flogen herum. Weniger Sekunden später ertönten Sirenen, die die Anwohner vor einem Tornado und dessen Gefahr warnen. Sämtliche Leute gingen in die Keller ihrer Häuser und die Hotelgäste wurden in den Weinkeller des Hotels gebracht. Trotz versuchten Panik Begrenzungsmaßnahmen der Hotelangestellten gerieten viele Menschen dort in Panik, meist weil sie dies nicht gewohnt waren und so nicht wussten, wie man sich verhält. Auf den Weg in den Keller wurde gedrängelt und geschubst. Und jeder wollte der erste sein in Sicherheit, damit sie bei Überfüllung nicht draußen bleiben müssen. Auch Mulder und Scully erhoben sich. Sie folgten ohne große Hektik den Menschen. Die Eingangstür flog auf und weitere in Panik geratene Menschen strömten hinein. Mulder wurde fast von einigen über den Haufen und er verlor Scully. Es waren so viele dass er sie im Getümmel nicht entdeckte. „Scully!!" schrei er besorgt, aber es ging in der Hysterie des Menschen unter. Über Roosevelt fing es fürchterlich an zu blitzen und ein Blitz wurde von einem grellen weißen Licht umschlossen, der genau neben dem Hotel im Wald einschlug. Sämtlich Scheiben zersplitterten. Der Tornado verwüstete einige Teile der Stadt. Autos, Schilder, Äste wirbelten umher. Da meisten die Häuser aus schon aus Stein waren, blieben den meisten Menschen ihrer Häuser noch gut erhalten. Nach 1Stunden hatte es endlich aufgehört zu gewittern und der Tornado war auch schon weg, aber jetzt erst kamen die meisten Menschen aus ihren Kellern hinaus, nachdem sich alles was beruhigt hatte. Die Sonne kam wieder zum Vorschein und man betrachten die zum Teil verwüstete Stadt. Der Tornado hatte ganze Arbeit geleistet. Zwar gab es schon schlimmeres, aber dieser war eine Überraschung. Die meisten Bäume lagen auf der Straße und neben dem Hotel, das jetzt nur noch größtenteils zertrümmert dastand, da der Tornado die oberen Etagen mitgenommen hatte. Auf den ersten Blick konnte man schon sagen das die Stadt jetzt einen Schaden in Millionenhöhe hat. Krankenwagen und Feuerwehr wurden alarmiert und sie rückten mit lauten Sirenen an um einige brennenden Häuser zu löschen und um die Verletzten in Krankenhaus zu befördern. Sheriff Norris und Whitman rückten am Hotel an um nach den Agenten zu sehen. Aber von allen Hotelgästen fehlte jede Spur. Whitman erinnerte Norris daran, dass das Hotel einen größeren Weinkeller besaß. Die Tür zum Keller war unter dem Geröll zugeschüttet. Einige Einwohner halfen tüchtig mit bei der Befreiung der Verschütteten. Ein Kleinteil half auch mit die Trümmer vom Hotel zu entsorgen, um die Hotelgäste zu befreien. Nach 45Minuten entdeckte ein Helfer die Tür. Einige starke Männer öffneten sie und die Hotelgäste kamen hinaus. Norris kam angelaufen um nach den Agenten Ausschau zuhalten. Nach einiger Zeit entdeckte er unter Tausend von Menschen Mulder. „Agent Mulder, bin ich froh Sie lebendig zu sehen. Ich dachte schon Ihnen wäre etwas passiert. Wo haben Sie denn Agent Scully gelassen?" „Ich weiß es nicht, ich weiß noch nicht mal ob sie es bis in den Keller geschafft hat. Ich hab sie in massigen von Menschen verloren" sagte er traurig. Sie warteten bis alle Gäste draußen waren und hofften darunter Scully zu finden. Aber Scully war nicht darunter. „Sheriff Norris" rief eine Stimme. Die Beiden liefen zu dem Mann, welcher ein kleiner, älterer Herr, der seiner Kleidung zu Beurteilen ein Bauarbeiter war. „Wir haben eine Leiche gefunden. Eine rothaarige Frau, man kann sie allerdings nicht mehr identifizieren." sagte dieser. „Wo ist Sie?" riefen Mulder und Norris ängstlich im Chor. „Sie wurde vorhin in einen Sarg getan und weggebracht. Naja, zumindest der Kopf und ein Arm" „Oh Gott" rief Norris aus. Er hoffte das es nicht Scully war, aber die Möglichkeit bestand dennoch. „Warum habe ich nicht darauf geachtet, das sie mit in den Keller kam. Hätte mehr suchen können. Wieso habe ich sie im Hotel bloß verloren." murmelte er vor sich hin. Aber in ihm schwebte Hoffnung und nach dem er sich was beruhigt hatte, fing er wieder klar an zu denken und fuhr ins Leichenhaus. 15 Mulder und der Sheriff gingen zum Wagen. Scully, saß während dessen mit Whitman im Auto. Sie war verwirrt und sie hatte an ihrer Stirn eine Platzwunde, die sie von einem herumgeflogenen Gegenstand bekommen hatte. Whitman klebte vorsichtig ein Pflaster auf die Wunde, um den weiteren Blutausfluss zu verhindern. Sie fuhren anschließend zu ihm nach Hause. „Jean, wo ist Mulder? Ist er OK?" „Ja, ich habe ihn vorhin mit dem Sheriff gesehen. Er schien unverletzt zu sein." „Bringst du mich zu ihm?" fragte sie. Whitman nickte und sie gingen zurück um sie zu suchen. Es gab keine Spur von Ihnen. „Das letzte Mal sah ich sie hier, wie sie sich mit jemanden unterhielten." Aber jetzt war keiner mehr da und auch soweit sie sehen konnten, sahen sie sie nicht. Scully wollte in ihre Tasche greifen um ihr Handy rauszuholen, aber sie griff ins Leere und woanders fand es sich auch nicht. „Mist!" fluchte sie. „Was ist?" „Mein Handy, mein Handy ist weg!" Whitman zog sein Handy aus seine Hose und reichte es ihr. Sie blickte auf. „Danke!" bedankte sie sich, während sie Mulders Nummer wählte. Sie ließ es ein paar Mal klingeln, aber es meldete sich keiner. „Wo steckt er bloß?" murmelte sie vor sich hin. Währenddessen saßen Norris und Mulder im Wagen und steuerten Richtung Leichenhaus. Mulder saß angespannt im Auto und starrte aus dem Fenster er dachte. „Warum hab ich nicht gleich daran gedacht" murmelte er hoffnungsvoll vor sich hin. „Dürfte ich mal ihr Handy benutzen?" wurde Norris gefragt. „Klar" Er reichte im sein Handy. Er wählte zügig Scully Nummer, aber es ertönte nur. Der gewünschte Gesprächsteilnehmer ist zur Zeit nicht erreichbar. „Scully wo stecken Sie nur?" Whitman fuhr mit Scully zu sich nach Hause. Dort duschte sie sich erstmal um den ganzen Staub und Dreck loszuwerden. Nach einer halbe Stunde verließ Scully das Bad und kleidete sich mit Sachen von Whitmans Ehefrau ein. „Und hast du nochmal versucht Mulder zu erreichen?" Er nickte. „Schon, aber erreicht habe ich ihn trotzdem nicht. Hey, ihm wird's schon gut gehen. Er ist bestimmt wohlauf. Wir werden ihn schon finden. Aber bei dem Chaos da draußen, wäre es sinnlos zu suchen. Wir sollten warten bis sich die Menschen draußen was beruhigt haben." Scully ließ sich überzeugen. „Hey Dana, wir könnten währenddessen ja was Essen gehen, ich kenne ein nettes Lokal mit einen vorzüglichen Küche. Hättest du Lust und Appetit." „Von mir aus. Kann man da in Jeans und Pulli hingehen." „ Eher nicht, aber dass lass mich mal machen." Er holte ein kurzes schwarzes Spaghettiträger Kleid aus dem Schrank. „Das wird dir bestimmt stehen." Er lächelte sie an. Sie zogen sich an und gingen nach 1.15 Stunden essen. Scully stand dieses Kleid sehr gut, sie sah daran richtig verführerisch aus. Scully trug dieses Kleid und Jean einen weißen Anzug. Sie amüsierten sich schön im Restaurant. Später fuhren sie zum ihm nach Hause. Mulder und Norris saßen derzeit in einer Kneipe und tranken ihr erstes Bier. Es gab keine Spur von Scully. Die Anschauung der Leiche im Leichenschauhaus hatte nichts gebracht. Denn es gab keine Kleidungsstücke oder andere Dinge an der man es hätte feststellen können. Norris sein Portmonnee fiel runter und es fiel ein Bild hinaus. Sie bücken sich und Mulder hob das Bild auf. „Wer ist das?" fragte Mulder: „Ach das ist Sheriff Whitman bei seinem ersten Kuß auf seiner Geburtstagsparty." „Und wenn küsst er da?" „Das ist ein Mädchen namens Dana." Mulder sah ihn an. „Das ist Scully, das Bild kenne ich von ihrer Mutter." „Was? Das gibt es doch nicht." sagte er erschrocken. „Ich wette sie ist bei Whitman." sagte Mulder. „Das könnte sein, er ist mein bester Freund und ich habe seinen Haustürschlüssel falls mal irgend etwas passiert." Sie sahen sich an. „Denken Sie was ich denke?" Sie bezahlten die Biere und fuhren los, zu Whitman. Dana und Jean tranken bei ihm ein Glas Sekt. Sie legten sich aufs Bett und er legte seinen Arm um ihren Bauch. „Dana, weißt du noch unser erster Kuß?" „Ja, du warst damals ein kleiner Ganove." Sie lächelte ihn verschwörerisch an. Er strich ihr zärtlich durchs Haar und fing sie an zu kitzeln und dann tollten sie im Bett herum. Bis Jean dann auf Dana lag. Sie sahen sich tief in die Augen. Die dunkel leuchtende Nachttischlampe gab eine romantischer Atmosphäre wieder. Sie fingen sich leidenschaftlich an zu küssen. Derzeit standen Mulder und Norris vor Jeans Tür und schlossen leise die Tür auf. Sie traten langsam ein. Sie gingen aufs Schlafzimmer zu, wo die Tür offen stand. Sie sahen wie sie sich küssten. Der Sheriff hatte eine Wut auf seinen besten Freund und Mulder genoß diesen Anblick sichtlich, denn so heiß hatte er Scully noch nie gesehen. Der Sheriff schaltete das Licht an und Jean und Dana fuhren erschrocken hoch. Jean stand auf und fragte: „Wie lange seit Ihr schon hier?" Mulder meldete sich zu Wort: „Wir sind gerade erst gekommen." Scully lag auf dem Bett und beobachtete die Szene. Sie strich sich durchs Haar und ihr war es unangenehm gegenüber Mulder. Scully stand auf und ging ins Bad. Norris verschlug es der Atem, als er sie in dem kurzen Kleid sah. „Dean, was soll denn hier der Aufstand?" „Das fragst du noch." „Wieso haben Sie uns nicht Bescheid gesagt, ich habe mir Sorgen um sie gemacht. Wir dachten sie wäre Tod." mischte sich Mulder ein. „Tut mir leid, das sie sich Sorgen gemacht haben, aber als ich Dana gefunden habe, hat sie sich sofort nach Ihnen erkundigt. Und wir haben auch versucht sie zu erreichen, aber ihr Handy funktioniert ja anscheinend nicht." „Ach wirklich?" spottete Norris. „Ist okay" sagte Mulder. „Fragen Sie sie doch selbst. Dana, kommst du mal bitte." Fuhr Whitman fort. Sie verließ das Bad und kam zurück. „Dürfte ich dich mal sprechen. Würdet Ihr uns bitte mal alleine lassen." sagte sie zu Mulder und Norris. Sie verließen das Schlafzimmer und Scully schloß die Tür hinter ihnen. „Jean, könntest du mir vielleicht etwas zum Anziehen borgen?" „Na, klar." Sie gingen ins Schlafzimmer und er gab ihr was zum Anziehen. Mulder und der Sheriff warteten vor der Tür. Was wollte Scully denn nur von Jean? Sie verließ das Zimmer und hatte jetzt wieder ihre normale Arbeitskleidung an. Einen blauen Rock, der ihr bis zu den Knien ging und einen Blazer darauf. Jeans Frau, die vor fünf Jahren gestorben war, hatte ungefähr die gleiche Größe, wie Scully. „Scully, wollen Sie in Willington auch ein Hotelzimmer haben oder bleiben Sie hier bei ihm?" Sie blickte zu Jean und dann wieder zu Mulder. „Sie können für mich auch ein Zimmer reservieren. Warten Sie, ich komme gleich mit Ihnen. Bye Jean" Sie verließen die Wohnung und ließen Norris und Whitman allein zurück. Sie stiegen in den Wagen und Mulder fuhr. Nach lang anhaltender Stille begann Mulder ein Gespräch. „Scully, das hätte ich ja gar nicht von ihnen gedacht. So kenne ich Sie ja gar nicht. Aber diese Seite finde ich fiel verführerischer von Ihnen" griente Mulder „Mulder, was soll denn das?" „Nichts, übrigens dieses kurze schwarze Kleid steht Ihnen wirklich gut." Scully sah in nachdenklich an. „Mulder, in welches Hotel wollen Sie denn?" lenkte sie vom Thema ab. „Keine Ahnung, ich kann nur hoffen, das wir noch ein Hotel bekommen. Durch den Tornado gehen die meisten bestimmt in die Nachbarortschaft." Sie kamen an einem Hotel an, das zwar nichts hingegen dem Staylight Hotel war, aber sie waren ja auch meist das gewohnt. „Guten Tag, hätten Sie noch zwei Einzelzimmer frei?" „Nein, aber wir haben nur noch ein Doppelzimmer frei." „Mit Einzelbetten?" fragte Mulder nach. „Nein, mit einem Doppelbett." Mulder seufzte und sah dann zu Scully. Ihr Blick sagte ihm, das er das Zimmer ruhig nehmen könnte. „OK, dann nehmen wir eben das Zimmer. Agent Mulder." „OK, dritter Stock Zimmer 32." Er reichte ihm den Schlüssel. Sie betraten das Zimmer und es war ein kleines kahles Zimmer mit Balkon. Mulder ließ sich aufs Bett fallen. Scully ließ ihre Blicke durch das Zimmer wandern und das Hotel sah von innen jedoch besser aus, als von außen. „Scully, das Bett ist schön bequem." Sie lächelte ihn nur an. „Haben Sie eigentlich ihr Gepäck aus dem Staylight Hotel bekommen oder gefunden?" „Nein, aber das Wichtigste habe ich ja bei mir, nämlich mein Portmonnee." „Scully, falls Sie nichts zum anziehen haben, schlafe ich auch gerne auf dem Sessel." „Das brauchen Sie nicht." Mulder legte sich ins Bett nur mit seiner Shorts und Scully mit ihrer Unterwäsche. Im Zimmer herrschte Stille Mulder und Scully kehrten sich den Rücken zu und er zettelte ein Gespräch an. „Scully, woher kennen Sie eigentlich Sheriff Whitman?" „Wieso wollen Sie das wissen?" fragte sie. „Nur so, ich habe nämlich von Sheriff Whitman ein schönes Foto, wo er auf seiner Geburtstagsparty gerade ein Mädchen küsst. Da war er so 6 Jahre alt. Wollen Sie das Foto mal sehen?" Mulder machte das Licht an, obwohl Scully noch nicht geantwortet hatte. „Scully, gucken Sie sich das Bild doch mal, ich weiß nicht, aber das Mädchen auf dem Bild hat eine ungeheure Ähnlichkeit mit Ihnen." Sie dreht sich um und sah das Bild. Sie sah zu ihm hoch und er lächelte sie schelmisch an. Im Zimmer knisterte es. Er kam näher und Scully sagte schließlich: „Hübsches Bild" „Das ist alles was Sie dazu zu sagen haben?" Er blickte ihr eindringlich in die Augen. „Wieso, was soll ich denn dazu sagen?" Sie ahnte nicht, das Mulder schon wusste, das sie das auf dem Foto war. „Lesen Sie sich doch mal die Rückseite durch." Dort stand in Handschrift: Das bin ich an meinem 6 Geburtstag. Auf meiner Geburtstagsparty habe ich zum ersten mal ein Mädchen geküsst. Sie hieß Dana. „Mulder, es gibt viele die Dana heißen." „Scully, ich weiß das Sie das sind. Ich habe dieses Foto schon mal bei ihrer Mutter gesehen." Er lächelte sie überzeugend an und hatte so einen komischen Blick. „Ok Mulder, das bin ich, aber wo haben Sie denn dieses Foto her?" „Es ist Sheriff Norris heute aus der Tasche gefallen. Wissen Sie Scully, ich habe noch ein Foto." griente er. Scully sah ihn bedenklich an und betrachtete dann das Foto mit dem Kuss. Über ihr Gesicht huschte ein Lächeln. Mulder holte ein zweites Bild raus. Auf dem Bild war Scully mit sechs im Bikini auf einem Schwimmreifen zusehen, wo sie gerade ein Trinkpäckchen trank. Er hielt es ihr unter die Nase. „Nein, Mulder wo haben Sie das denn her?" fragte sie lächelnd. „Das habe ich von Ihrer Mutter, sehen Sie da nicht süß drauf aus?" Sie lächelten sich an und rückten immer näher zusammen. „Ich täte mal gerne wissen, wie Sie als kleines Kind aussahen." Er sah sie verschwörerisch an. „Bestimmt nicht so süß wie Sie." Er sah sie fragend an. „Mulder, haben Sie von Ihnen ein Bild dabei?" „Ich doch nicht, so was trage ich nie mit mir. Aber es reicht ja auch ein Bild von Ihnen." Mulder sah sie wieder verschwörerisch an und sie blickte schmunzelnd zurück. Nach einiger Zeit schliefen beide ein. 16 Morgens um sechs klingelte Mulders Handy. Mulder wurde wach und nahm sein Handy. „Agent Mulder, hier ist Sheriff Norris, wir haben an einem Baum, wo ein Blitz eingeschlagen ist einen merkwürdigen Schleim gefunden. Können Sie jetzt neben das Staylight Hotel kommen. Sie werden uns schon finden. Beeilen Sie sich!" „Ja, ist Ok." Scully schlief noch tief und fest. Er ging ins Bad und als er es angezogen verließ, hockte er sich vor Scully und versuchte sie sanft wachzurütteln. „Ey Scully, Sie müssen aufstehen wir haben etwas zutun." Scully wurde langsam wach und blickte Mulder direkt in die Augen. „Haben Sie gut geschlafen?" „Ja." Als sie fertig war fuhren sie zum Staylight Hotel. Die Gegend sah schon wieder ganz gut aus im Gegensatz zu gestern. Als sie um die Ecke bogen sahen sie bereits die Sheriffs. Mulder, der Scully unterwegs die neuen Erkenntnisse gesagt hatte, begrüßte den Sheriff. „Agent Mulder, wir haben hier einen Schleim gefunden, was sehr merkwürdig ist." Norris hatte den Schleim bereits in ein Tütchen getan. „Ich habe es so eingerichtet, das Sie im Labor des Krankenhauses die Untersuchung des Schleims durchführen können." Mulder gab Scully den Schleim und sie betrachtete ihn genauer. Der Sheriff führte sie zu Stelle, wo sie den Schleim gefunden hatten. „Mir ist nur Unklar wieso so ein Schleim immer an einem Baum gefunden wird, wo ein Blitz eingeschlagen ist." rätselte Norris. „Wieso immer?" fragte Mulder überrascht. „Vorhin haben wir auch unter so einem Baum diesen seltsamen Schleim gefunden. Doch erklären können wir uns das nicht. Noch nicht" „Ab wann können wir das Labor haben?" „Ab sofort" „Scully, setzten Sie sich in Bewegung, Sie sollen jetzt so schnell wie möglich ins Labor fahren und den Schleim untersuchen." Scully bekam den Schleim vom anderen Baum überreicht und dann fuhren sie zügig zum Krankenhaus. Sie hatten schon genug Zeit bei der Bearbeitung des Falls verloren. „Mulder, warum haben Sie es denn so eilig?" „Wollen Sie denn nicht wissen, was es mit dem Schleim auf sich hat?" „Doch schon, aber deshalb müssen Sie doch nicht so rasen." Mulder wurde langsamer und Scully war erleichtert. Als sie im Krankenhaus angekommen waren, trafen sie Doktor Kline. „Der Sheriff hat mir schon gesagt, dass Sie in der nächsten Zeit in unserem Labor etwas untersuchen wollen" sagte Kline, bevor Mulder überhaupt fragen konnte. „Hat er das also schon!" spottete Mulder. „Wären Sie denn so freundlich und würden uns das Labor zeigen?" sagte Scully, die Mulders Bemerkung völlig lächerlich fand. „Aber natürlich." Sie betraten das Krankenhaus und folgten ihm in den dritten Stock, wo sich eine Laboreinrichtung befand. „Schwester Verlando wird ihnen zeigen , wo Sie die einzelnen Arbeitsmaterialien finden können. „Ok, danke." Kline verließ die Laboreinrichtung und als die Schwester Scully alles zeigte, hielt sich Mulder im Hintergrund, wo er mit einem Stab an seinen Zähnen herum hantierte. „Schwester Verlando, wo befindet sich denn ein Mikroskop und alles was dazu gehört.." Sie sah Mulder an „Und würden Sie mich dann bitte mit Agent Mulder alleine lassen." „Ja natürlich." Sie zeigte ihr die Sachen und verließ dann auf Scullys Wunsch das Labor. „Scully, los beeilen Sie sich." hetze er. „Mulder, nur die Ruhe." Sie nahm das Tütchen mit der Schleimhaut und füllte sie in die Schüssel unters Mikroskop. Sie nahm eine Pinzette und stellte dann die Schärfe ein. Mulder schaute ihr gespannt dabei zu. „Mulder, es ist Magenschleimhaut." Mulder war nicht erstaunt wie schnell sie das doch herausgefunden hatte. „Die Schleimhaut weißt einige Anomalien auf." „Vielleicht ist es ja die Schleimhaut von einem der entführten Mädchen." Sie starrte Mulder auffordernd an. „OK OK; ich hole sie schon schon. Für Sie tue ich doch alles." Und er verschwand. Sie füllte die andere Schleimhaut in ihr Mikroskop und erkannte dann, das es sich hier wiederum Magenschleimhaut handelte. Mulder hatte derzeit Probleme mit der Krankenschwester, die ihm die Krankenakten nicht aushändigen wollte. Sie hatte nur Bescheid bekommen, das eine Ärztin namens Dana Scully die Akten abholen kommt und das vom Doktor persönlich. „Aber Miss Scully braucht die Akten jetzt, sie wartet im Labor darauf." „Dann soll sie sie bitte selber holen." Die etwas dickere Frau mit den hochgestecktem grauen Haar hasste Männer, da sie von ihnen maßlos ausgenutzt wurden war. Mulder nahm jetzt seinen Ausweis zur Hand und hielt ihn ihr vor die Nase. „Ich bin vom FBI und brauche die Akten." Die Schwester ließ nicht locker und entgegnete giftig: „Da könnte ja jeder kommen. In die Akten haben nur Schwestern und Ärzte Einblick und nicht solche dahergelaufene Agenten wie Sie. Die vor allem männlich sind." „Dana Scully ist auch eine Agentin." „Doktor Kline hat gesagt sie sei Ärztin und ich glaube eher ihm als so einem auf geschnabelten Truthahn wie Sie." Die Frau wurde immer bestialischer und Mulder hatte langsam die Nase voll von dieser Krankenschwester. Er versuchte es noch einmal. „Sie sind auch in fünf Minuten wieder hier." Sie schaute ihn an und giftete: „Ha, das ich nicht lache, da könnte ja jeder kommen. Und nun lassen Sie mich endlich in Ruhe meine Arbeit machen. Wird's bald Sie schleimiger Hund." Mulder drehte sich um und ging zurück zu Scully. Während er den Flur entlang gang, sah sie ihm stolz hinterher und sie war froh, dass er endlich aufgegeben hatte. Mulder betrat das Labor, wo schon Scully auf ihn wartete. „Mulder, wo haben Sie denn die Akten gelassen?" fragte sie überrascht. „Die müssen Sie schon selber holen, aber passen Sie auf die Krankenschwester dahinten ist ganz schön geladen." Scully schaute ihn kopfschüttelnd an und ging dann selber zu ihr, worauf Mulder ihr folgte. Der Schwester wurde beim Anblick Mulders schlecht und sie dachte sich, ob sie nicht doch zu nett zu ihm war. „Dürfte ich die Krankenakten haben?" Sie bemusterte Scully. „Nur für Personal und Ärzte." „Ich bin Ärztin." entgegnete sie. „Können Sie sich ausweisen?" fragte sie freundlich. Sie holte ihren Ausweis aus der Tasche und zeigte ihr ihn. „Agent Dana Scully:" „Ja." Sie schaute Mulder an und er grinste triumphierend. Sie holte die Akten heraus und gab sie ihr. Sie nahm die Akten und bewegte sich in Richtung Labor. Mulder blieb noch einen Moment bei der Schwester." Ich glaube eine Entschuldigung wäre jetzt wohl angebracht." „Ich finde dazu besteht kein Grund." antwortete sie kühl. Mulder war empört und kehrte ins Labor zurück. Scully hatte schon die Akte von Liza Bunting vor sich liegen und verglich die Ergebnisse. „Schauen Sie, so einfach war es die Akten zu holen." griente Scully. „Und Scully ist es die Magenschleimhaut von den Mädchen?" „Die von Liza Bunting ist es nicht; aber diese Schleimhaut enthält gemischte Zellen, die von Tieren und Menschen. Es sind zum Teil die Anomalien, die etwas seltsam sind, aber die Zellteilung ist normal." „Was kann denn das sein?" „Ich weiß es nicht, aber ich lasse eine Probe davon nach Washington schicken. Aber ich habe so eine Vermutung, das es was mit der Gentechnologie zu tun hat." Ein Handy klingelte. Mulder holte sein Handy heraus. „Scully, es ist Ihres." Sie griff nach ihrem Handy und an der anderen Leitung meldete sich Doktor Simmons. „Ich habe schlechte Nachrichten für Sie, ihre Mutter ist vorhin an Herzversagen gestorben. Es tut mir leid. Ihr Mutter war eine sehr liebevolle Dame." „Danke." Sie legte auf, bevor Doktor Simmons noch weiter fortfahren konnte. Und ihre Augen füllten sich mit Tränen. „Was ist passiert?" fragte Mulder unwissend und erschrocken zu gleich. „Meine Mutter ist......." Ein Schweigen umhüllte das Labor. „........ist tot......." schluchzte sie. Sie konnte sich kaum noch auf den Beine halten. Schließlich brach sie in Mulders Armen zusammen. Ihre Mutter gab ihr immer Mut und Hoffnung und sie wollte nicht das diese verschwand. Mulder setzte sie auf seinen Schoß und drückte sie ganz fest an sich. „Es tut mir leid.. Aber Scully, lassen Sie sich nicht hängen, irgendwann werden Sie darüber hinweg kommen. Die Zeit wird ihre Wunden schon heilen." versuchte er sie zu trösten. Sie schluchzte nur. Er streichelte ihr sanft über den Rücken. „Sie können morgen ja zu ihrer Mutter nach Washington fliegen." Er schaute ihr tief in die verweinten Augen und wischte ihr sanft die Tränen aus dem Gesicht, aber es folgten immer wieder neue. In diesem Moment betrat der Sheriff das Labor „Was fällt ihnen eigentlich ein? Ich habe ihnen das Labor zum Arbeiten zur Verfügung gestellt und für nichts anderes." Scully dachte nur an ihrer Mutter und sie machte sich nicht die Mühe sich umzudrehen. Mulder wollte ihm zu verstehen geben, das er leise sein sollte, aber statt dessen brüllte er weiter. „Das ist wirklich eine Unverschämtheit." Der Sheriff bekam keine Antwort und Mulder sagte nur ruhig: „Würden Sie mich noch einen Moment mit Agent Scully alleine lassen?" bat Mulder. Er sah ihn an und verließ enttäuscht und wütend den Raum. Er setzte sich vor der Tür hin und nannte Mulder ihn seinen Gedanken einen hinterhältigen Blödmann. Dana weinte immer noch und Mulder schaffte es nicht sie zu trösten. „Dana, soll ich Sie vielleicht ins Hotel bringen?" Er bekam keine Antwort. Mulder nahm Scullys Hand und sie gingen Hand in Hand den Flur entlang und verließen das Krankenhaus. Als Norris sie Hand in Hand aus dem Labor kommen sah, brachte er keinen Ton heraus. Mulder fuhr Scully ins Hotel und brachte sie auf ihr Zimmer. Er legte sie aufs Bett und setzte sich dann neben ihr auf den Stuhl „Dana, wenn ich noch irgend etwas für Sie tun kann, lassen Sie mich es wissen." Er bekam keine Antwort. Sie schien abwesend zu sein und versuchte den Tod ihrer Mutter wahrscheinlich gerade zu realisieren. Er saß noch eine Zeit lang neben ihr und als sie aufhörte zu schluchzen war es ganz still. Mulder stand langsam auf und schaute, ob sie auch wirklich schlief. Sie schlief ganz fest. Mulder nahm das Tütchen Magenschleimhaut und verließ das Zimmer. Er wollte die Tüten heute noch nach Washington schicken lassen. Nachdem er sie weggebracht hatte fuhr er zu Norris. Mulder ging den langen Gang entlang und steuerte auf Norris zu. „Agent Mulder, was hat Sie denn hierher verschlagen?" „Ich wollte mich nur erkundigen, was ihr Auftritt ihm Krankenhaus sollte." „Das fragen Sie noch." Er lehnte sich in seinen Sessel zurück Und antwortete: „Weil Sie mit Agent Scully nicht vorschriftsmäßig gearbeitet haben. Und das war ja nicht zu übersehen." „Was ist denn daran so schlimm gewesen. Vorschriften sind nicht die Welt und außerdem habe ich sie nur getröstet, weil sie heute erfahren hat das ihre Mutter gestorben ist. Sie ist in meinen Armen zusammengebrochen und ich bin mal gespannt, ob sie mit Ihnen jemals noch ein Wort wechseln wird." Er schaute ihn an und kam sich gedemütigt vor und es war ihm jetzt auch peinlich. Norris kam sich blöd vor und dachte nicht, dass er Scully jemals wieder in die Augen sehen konnte. E hatte sich wie des öfteren von seinen Augen täuschen lassen. 17 In Roosevelt gewitterte es wieder und Mulder fuhr durch die einsam verlassenen Straßen. Eine Stille herrschte über der Straße, bis es donnerte und ein Blitz in einen Baum einschlug, der fast auf sein Auto schlug. Der Wagen kam mit quietschenden Reifen zum Stehen. Da es regnete wurde der brennende Baum ziemlich schnell vom Regen gelöscht. Mulder stieg aus und hoffte an dem Baum auch eine Schleimhaut zu finden. Er suchte, aber in der Glut fand er auch nichts Ähnliches. Er stöberte noch ein bisschen am Baum herum, bis er merkte, dass er beobachtet wurde. Er sah unbemerkt auf das Gebüsch zu, wo er ein kleines Licht sah, wie von einer Taschenlampe. Er näherte sich langsam dem Gebüsch und achtete auf das Licht. Als er etwas huschen sah, lief er zum Gebüsch und fand dort nur noch eine Taschenlampe vor. Er hörte ein Knacksen und lief in die Richtung des Geräusches. Das Gewitter zog weiter manchmal kam der Mond zwischen den Wolken zum Vorschein. Jetzt sah er eine kleine Gestalt vor sich laufen. Sie lief kurz vor ihm. „Bleib stehen" rief er. Die Worte schallten wie verrückt durch den Wald. Die Gestalt versucht ihn abzuhängen, aber statt dessen wurde sie immer langsamer. Mulder hatte es geschafft, er hielt die Gestalt fest. Mulder blendete in das Gesicht der Gestalt und keuchte: „Jeremy McKay wenn ich mich nicht irre. Endlich haben wir dich. Der Sheriff wird sich freuen." Nach einigen Mühen aus dem Wald wieder heraus zu finden kamen sie endlich an der Straßen an. Er setzte Jeremy in den Wagen und fuhr mit ihm zum Sheriff. Norris saß noch spät im Büro und war überrascht, als Mulder mit Jeremy dort völlig durchnäßt auftauchte. „Den habe ich im Wald aufgegabelt." sagte Mulder. „Gute Arbeit Agent Mulder, dann können wir ihn ja endlich verhören." Er sah Jeremy an und fuhr fort. „Aber erst morgen. Er kommt jetzt gleich erst mal in eine Zelle, damit er sieht wie es so im Gefängnis ist." Norris wollte Jeremy mit den Worten ein bißchen Angst einjagen, was auch klappte, denn er zuckte zusammen. Sie zogen ihm noch was trockenes an und dann wurde er in die Zelle eingesperrt. „Agent Mulder, wir werden ihn morgen pünktlich um 8 Uhr verhören. Also bitte seien Sie pünktlich." Es war schon fast Mitternacht, als Mulder naß das Hotelzimmer betrat. Scully lag tief schlafend im Bett und er versuchte so leise wie möglich sich im Zimmer zu bewegen. Das ging aber nicht gut denn, als er zu Scully herüber sah, stieß er mit dem Fuß gegen eine Kommode und die Vase, die darauf stand, fing an zu wackeln und fiel auf den Boden. Sie zerbrach und Mulder biss sich auf die Lippen und hoffte das er sie nicht geweckt hatte. Sie rührte sich nicht und Mulder war erst mal erleichtert. Mulder schlich ins Bad und stellte sich erst mal unter die Dusche. Er kam frisch aus dem Bad und legte sich neben sie. Sie lag mit dem Kopf zu ihm und Mulder schaute sie traurig an. Mulder streichelte ihr sanft über die Wange und spürte ihren Atem auf seiner Hand. Eine Spannung durchflog seinen Körper und dann machte er das Licht aus und hoffte, das Scully morgen wieder fit war und an dem Verhör von Jeremy teilnehmen kann." Er fragte sich, was morgen bei Jeremys Verhör raus kommt." Nach einigen Überlegungen schlief er ein. Um 2 Uhr nachts schlich eine dunkle Gestalt durch das Krankenhaus und steckte alle Videokameras aus, die zur Überwachung dienten. Auf den Gängen hörte man keine Schrittgeräusche. Die Gestalt schlich schnell und leise durch die Gänge, so dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Gestalt musste sich gut im Krankenhaus auskennen, den sie wanderte gezielt durch die Flure. Auf einmal blickte sie auf eine Tür und öffnete sie. Auf dem Schild vor der Tür stand in Druckbuchstaben Doktor Leonas Bilton. Die Gestalt ging zu einen Tresor und mit einem Code öffnete sie den Tresor. Dort lagen einige Akten, darunter die von Jeremy McKay. Die Gestalt kopierte sie und schlich dann ganz leise so wie sie gekommen war zum Ausgang zurück. Draußen verschwand die Gestalt im Wald.