ࡱ>    !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{|}~Root Entry Fփ!P>WordDocument CompObj^, wegen der Arbeit und so." Gary schaute Melissa beruhigend an und gab ihr einen Ku auf die Wange. "Wird schon wieder. Jetzt entspann' dich mal was." Er lehnte sich lssig auf die Couch zurck und widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem Fernseher. Dann nahm er ein paar Chips aus der Tte und steckte sie sich gensslich in den Mund. Melissa hatte sich in diesem Moment auch wieder entspannt und beobachtete, wie der Showmaster wegen der vielen Komplikationen der letzten paar Minuten die Werbung ankndigte. "Schon wieder Werbung!" brummte Gary und a noch ein paar Chips. Drauen war es schon dunkel und man konnte das Mondlicht noch ein bisschen durch die Jalousien sehen. Es war eine sternenklare, windstille Nacht. Doch pltzlich schepperte die Tr fr ein paar Sekunden. "Schatz, was war das?" fragte Melissa mit unruhiger Stimme. Seitdem in ihrer Kindheit mal jemand in ihr Haus eingebrochen war und sie dabei als Geisel genommen hatte, bekam sie schon von dem kleinsten Zittern der Jalousien panische Angst. Damals war sie zwar nicht zu Schaden gekommen, aber die Angst vor dem Dunkeln hatte sich zu dieser Zeit bei ihr deutlich eingebrannt. "Das war garantiert nur der Wind", sagte Gary sorglos, ohne seinen Blick von der Mattscheibe zu wenden. "Das sagen die in den Horrorfilmen auch immer, aber der Wind war das nie..." Melissa schluckte nervs. Doch dann wandte sich ihr Blick wieder dem Fernseher hin, wo lauter bunte Bilder von neuen Produkten erschienen. Nach ein paar Sekunden schepperte die Tr aber schon wieder. "Gary, Schatz", begann Melissa mit ngstlicher Stimme, "Kannst Du nicht doch mal zur Tr gehen? Mir macht das seltsame Scheppern doch ein bisschen Angst." Gary schaute zweifelnd an die Tr, die keine sonderbaren Zeichen aufwies. "Wenn dich das beruhigt..." Er wollte gerade aufstehen, da drang auf einmal gleiend weies Licht durch die Fenster, die Trschlitze und sonst allen ffnungen, die das Haus hatte. "Was zum....!!" setzte Gary an, doch weiter kam er nicht. Es wurde auf einmal ganz kalt im Haus und ein merkwrdiges Summen erfllte den Raum. "Gary, was ist das!? Gary!! Ich habe Angst, wo bist du!?!" schrie Melissa hysterisch, doch das Licht war zu grell, sie konnte nichts mehr erkennen. Schreiend hielt sie sich die Hnde vor die Augen, damit das Licht nicht durchkam, doch sogar die Hnde gaben ihr keinen Schutz vor dem bengstigend hellen Licht, das ihr Sehvermgen total auslschte. Ihre Augen trnten und ihr Kopf schmerzte wie nie zuvor. Sie fiel um Hilfe schreiend zu Boden, doch niemand hrte sie. Das letzte, was sie merkte, bevor sie ihr Bewutsein verlor, war ein unvorstellbar stechender Schmerz in ihren Augen - und die Flssigkeit, die aus ihnen austrat. Dann wurden ihre leblosen Krper von dem grellen weien Licht berdeckt. 2 13.05.97 Washington D.C., FBI Hauptgebude, 10.00 Uhr Eine junge hbsche Frau ging den kahlen Gang im Keller des J. Edgar Hoover Gebudes entlang, der zu einem kleinen Bro am Ende des Ganges fhrte. Sie hatte hochhackige Schuhe an, deren klackende Gerusche im kahlen Gang widerhallten. Sie trug einen schwarzen, bis zu den Kniekehlen reichenden Rock und einen schwarze Blazer, durch den gerade noch eine weie Bluse zu erkennen war. In ihrer Brusthhe hing ein FBI-Ausweis, der ihr erlaubte, in das Hauptgebude des Federal Bureau of Investigation einzutreten. Um ihren Hals trug sie eine goldene Kette mit einem Kreuz dran. Das Gesicht der jungen Frau mit den rotblonden Haaren war ernst und offenbarte leichtes Unbehagen, da sie wusste, was sie gleich erwarten wrde. Sie blieb an der letzten Tr, die kein Trschild hatte stehen und klopfte an. Ehe sie eine Antwort bekam, ffnete sie die Tr und ging hinein. Als sie die Tr wieder schloss und dieses "Bro" vor sich sah, wollte sie am liebsten direkt wieder herausgehen. Special Agent Dana Scully war eine gefasste Persnlichkeit, doch wenn sie das "Bro" ihres Partners Special Agent Fox Mulder betrat, blieb all ihre Gefasstheit drauen auf dem Gang liegen. Diese Unordnung war einfach nicht zu beschreiben. berall verschwommene Fotoܥe# &#,l,l  i(T0iTimes New Roman Symbol ArialTimes New Roman ArialTimes New RomanTHE LIGHT by BlackOceanDeep Disclaimer: Klar, dass Scully und Mulder nicht mir gehren. Sie gehren Chris Carter, er hat sie erfunden und jeder wei das. Die Geschichte wurde aus Spa geschrieben und nicht um irgend einen rger zu machen. Also lasst sie bestehen :) Feedback erwnscht: blackoceandeep@yahoo.de Vielen lieben Dank an Andy, die den Beta-read bernommen hat. Danke, danke, danke !!!! 1 13.05.97 New Haven, Connecticut, 2.45 Uhr In der Gardenstreet in New Haven, Connecticut, war es still. Die meisten Leute saen in ihren Wohnungen, sahen sich einen Film an, oder spielten Poker mit Freunden, die sich meistens rgerten, wenn der "Freund" mal wieder alle ber den Tisch zog. In dem schnen weien Haus am Ende der Strae sa ein gutaussehender junger Mann lssig in seinem Wohnzimmer auf der Couch und schaute sich vergngt die Late-Night Show an, wo gerade zwei Mnner wtend aufeinander losgingen und auseinander gerissen werden mussten, da sie sich sonst gegenseitig wahrscheinlich krankenhausreif geschlagen htten. Jeden Samstag abend schaute er sich diese Late-Night Show an und nrgelte meist an den langweiligen Gesprchsthemen, aber diesmal war es anders. Dauernd gab es kleinere Prgeleien zwischen den verschiedenen Gesprchspartnern und das war wirklich mal eine Abwechslung. "Honey, kommst du? Es wird gerade richtig interessant", rief Gary Brown und schaute ungeduldig zur Kchentr. "Bin schon auf dem Weg!" antwortete eine zierliche Stimme. Es war Melissa Brown. Sie holte schnell noch eine Tte Chips aus dem Schrank und eilte dann ins Wohnzimmer, wo sich ihr Mann immer noch glnzend ber die herumbrllenden Mnner amsierte. "Schau' dir das an, Honey. Die prgeln sich vor laufender Kamera und denen ist das vllig gleichgltig, ob sie zum Gesptt der ganzen Stadt werden. Hauptsache, sie knnen sich gegenseitig die Kpfe einschlagen." Gary war ein Geschftsmann. Er verdiente gutes Geld an seiner Arbeit in der Autobranche, was man auch an dem gut eingerichteten Haus sah. Er war ein zuverlssiger Mann, immer pnktlich bei der Arbeit, nett, zuvorkommend und immer korrekt gekleidet. Jeder mochte ihn. Ihm wrde nie einfallen, sich vor irgend jemandem zu blamieren - geschweige denn vor laufender Kamera. "Soll ich die Tte schon aufmachen?" fragte Melissa freundlich, whrend sie sich zu ihrem Mann setzte. "Sicher", antwortete Gary, immer noch in die TV-Show vertieft. Melissa lchelte. Sie konnte es immer noch nicht glauben. Sie hatte einen wundervollen Mann, ein wunderschnes Haus und eine Arbeit, mit der sie gutes Geld verdiente. All das schien ihr wie im Traum. Wenn sie vor einem halben Jahr an so etwas gedacht htte, htte sie sich selbst fr verrckt erklrt. Vor vielen Jahren hatte sie fr kurze Zeit auf dem geheimen Militrsttzpunkt Area 51gearbeitet, doch von dort wurde sie gefeuert, da sie sich zuviel fr die Sachen dort interessiert hatte, die sie nichts angingen. Doch dann kam Gary in ihr Leben. Alles vernderte sich schlagartig, als ob ihr ganzes Leben sich von eine auf die andere Minute um 180 gedreht htte. Jetzt waren sie glcklich verheiratet und fhrten ein wundervolles Leben. "Honey, machst du jetzt die Chipstte auf, oder willst du sie lieber so lange in der Hand behalten, bis das Verfallsdatum abgelaufen ist?" fragte Gary, whrend er Melissa mit der Hand vor der Nase rumfuchtelte. "W..was? Wie? Ach so, die Chips. Ja ja, ich mach' sie schon auf", antwortete Melissa hastig. Gary musste schmunzeln, als er Melissa beobachtete, wie sie unbeholfen die Chipstte hin und her ri, sie aber nicht auf kriegte. "Hey, was ist denn mit dir los? Du bist so verspannt. Komm, ich mach' die Packung auf", sagte Gary sanft, whrend er Melissa langsam die Tte aus der Hand nahm. "Danke, Schatz. Ich bin in letzter Zeit etwas aufgekratzts, vergilbte Akten die drohten, jeden Moment lawinenartig von dem total berfllten Schreibtisch zu strzen. An der Wand hing wohl schon ewig und drei Tage ein Poster, mit der Aufschrift "I WANT TO BELIEVE". Glauben konnte sich wohl nicht daran, dass Mulder vielleicht irgendwann einmal sein Bro aufrumen wrde. Und das Schlimmste war, Mulder schien sich anscheinend auch noch wohlzufhlen in diesem..... ihr fiel kein passendes Wort dafr ein. Wenn man im Wrterbuch unter "Tornadoartige Verwstung" nachsehen wrde, wrde dort sehr wahrscheinlich irgendwo auch "Fox Mulder's Bro" stehen. "Schauen Sie sich das an, Scully", sagte Mulder, ohne seinen Blick von der Wand abgewandt zu haben. Mulder sah nicht so aus, wie es das FBI gern htte. Er hatte braune Haare, die ihm oft widerspenstig vor die Stirn fielen und war einen ganzen Kopf grer als Scully. Er sah viel jnger aus, als man es von einem 37-jhrigen erwarten wrde und wenn man in seinem Gesicht nach kleinen Altersfltchen suchen wrde, htte man damit keinen Erfolg. Scully war Mulder zugeteilt worden, um seine Arbeit zu berprfen, ihn praktisch zu berwachen und ber jeden Fall eine Akte anzulegen, die sie dann ihren Vorgesetzten vorlegte. Fox Mulder war bekannt dafr, dass er Flle bearbeitete, die alle anderen mit einer nasermpfenden Abneigung betrachteten. Er hatte sogar schon den Spitznamen "Spooky Mulder" bekommen, da er mit solch einer Hingabe die verschiedenen Flle des Paranormalen bearbeitete, die niemand sonst aufbringen wrde. Doch der eigentliche Auslser fr seine Leidenschaft war seine Schwester Samantha, die, als er elf Jahre alt war, wie er sagte, `vor seinen Augen davonschwebte und er durch eine unbekannte Macht gelhmt war. Seitdem bearbeitete er die X-Akten, die sich mit dem bernatrlichen befassen. Mulder wusste, dass niemand seiner Ansicht auch nur den geringsten Glauben schenkte, aber er machte sich nichts daraus, was die anderen ber ihn sagten - und das war eine seiner Strken. Einmal hatte er Scully auch schon mit dem Satz empfangen: "Tut mir leid, keiner da - auer dem allseits unerwnschten Mr.. Mulder." Scully war zwar immer auf dem Boden der Realitt geblieben, aber sie konnte es fast nie schaffen, Mulder auch dorthin zu bringen. "Diese Bilder sind heute Morgen um 3.45 Uhr in New Haven, Connecticut aufgenommen worden." Scully schaute auf das Dia an der Wand, das zwei Menschen zeigte, die tot auf dem Boden lagen. "Gary und Melissa Brown - beide 33 Jahre - Todesursache unbekannt. Sie sind heute morgen um 3.10 Uhr von den Nachbarn gefunden worden, die sich Sorgen gemacht haben, dass sich keiner am Telefon gemeldet hatte", berichtete Mulder und schob sich bei Gelegenheit einen Sonnenblumenkern in den Mund. Scully schaute Mulder zweifelnd an. "Mulder, ich wei nicht, ob ich um 3.00 Uhr Morgens bereit gewesen wre, aufzustehen und an das Telefon zu gehen." "Das werden wir bei Gelegenheit mal testen...", entgegnete Mulder grinsend. Scully rmpfte protestierend die Nase. "Sie haben ja nicht einfach so bei den Browns' angerufen. Sie wollten fr das gemeinsame Pokerspiel absagen, das sie fr diese Nacht geplant hatten." Scully schaute Mulder erschrocken an.. "Pokerspiel? Um 3.00 Uhr morgens???" fragte sie verstndnislos. "Genauer gesagt um 3.05 Uhr", antwortete Mulder. Scully ging nher an die Wand heran, um das Dia besser erkennen zu knnen. Sie kniff angestrengt die Augen zusammen und fragte dann: "Haben Sie noch ein Foto, das eines der beiden Opfer nher zeigt?" Mulder wechselte das Dia und es erschien das Gesicht von Melissa: Ihre Augenhhlen waren vollkommen leer; getrocknetes Blut klebte berall auf ihrem Gesicht und man konnte die Laufbahn sehen, die sich von den Augenhhlen bis runter zu ihrem Hals zog. Es sah gespenstisch und abstoend aus. Und wenn man ganz genau auf die Augenhhlen sah, konnte man noch kleine Hautfden an den deren Wnden sehen. "Die Augen der Opfer waren alle gesprungen und praktisch >ausgelaufen<", erklrte Mulder trocken und schaute dann erwartungsvoll zu Scully, die sich die leeren Augenhhlen von Melissa Brown betrachtete. Langsam aber fhlte auch Scully, die, seitdem sie mit Mulder zusammenarbeitete, fter mit solchen Fllen zu tun hatte, wie sich ihr Magen langsam umdrehte. "Haben Sie eine Erklrung fr dieses Geschehen?" fragte Mulder, der Scully noch immer erwartungsvoll anschaute. "Vielleicht ein massiver Schock, der von grell blendendem Licht hervorgerufen werden kann, oder vielleicht ein Blutstau in der Hauptschlagader im Grohirn. Ich habe schon Flle erlebt, wo jemand einen schweren Blutstau in der Hauptschlagader hatte und dabei die Iris aufgeplatzt ist. Aber dass der gesamte Augapfel aufgeplatzt ist, habe ich noch nicht gehrt. Nheres wrde ich erst wissen, wenn ich die Leichen selbst untersuchen wrde - was, glaube ich, sehr bald geschehen wird!?" fragte Scully und verschrnkte dabei ihre Arme. "Scully, woher wissen Sie das nur immer?" fragte Mulder in einem bertriebenen Ton. Scully zog knstlich ihre Schultern hoch. "Wer wei? Vielleicht bin ich ja von auerirdischer Abstammung?" Mulder schmunzelte Scully an. "Wir fliegen Morgen frh um 9.00 Uhr nach Connecticut. Wir treffen uns dann um 8.00 Uhr am Flughafen", verkndete er. Seine Augen funkelten. Dieses Funkeln kannte Scully nur zu gut. Dieses Funkeln hatte er immer, wenn er auf etwas bernatrliches, etwas bersinnliches gestoen war, etwas, was zu den X-Akten gehren sollte. 3 14.05.97 Flug 45, Pltze 27 und 28, 9.30 Uhr Pnktlich um 8.00 Uhr morgens hatte Scully am Flughafen gestanden, zwar noch etwas benommen, aber sie war wenigstens pnktlich, im Gegensatz zu Mulder, der doch tatschlich eine halbe Stunde zu spt gekommen war. Mit einem Sandwich im Mund und seinen Sonnenblumenkernen in der Jackentasche war er dann um 8.32 Uhr angerannt gekommen. "Bin ich zu spt?", hatte er scheinheilig gefragt. Scully hatte ihm als Antwort einen scharfen Blick zugeworfen, den Mulder auch sofort verstanden hatte. Jetzt saen sie im Flugzeug und... das konnte nicht wahr sein! "Mulder! Sie wollen doch wohl nicht schon wieder etwas essen, oder?" Mulder schaute Scully mit hochgezogenen Augenbrauen an, als er sich mit einem Sandwich und einem Kaffee in der Hand von der reizenden Stewardess zu ihr umdrehte. "Oh, Mulder. Es ist gerade mal 1 Stunde her, dass Sie das letzte Mal etwas gegessen haben", sthnte Scully und verdrehte dabei ihre Augen. Mulder schaute auf das sehr schmackhaft aussehende Sandwich mit Salat, Tomaten, Kse und geruchertem Schinken, dann auf den wunderbar duftenden Kaffe und dann... zu Scully. Er grinste kurz und fragte dann: "Sie wollten nicht zufllig auch ein Sandwich,...Scully?" Scully antwortete nicht, atmete tief durch, schloss ihre Augen und lehnte sich dann auf ihren Sitz zurck. Doch als sie sich die ganze Szene mit Mulder noch einmal vorstellte, musste sie unwillkrlich schmunzeln. Mulder lie sich in der Zeit das Sandwich schmecken und trank den Kaffee, der genauso gut schmeckte, wie er gerochen hatte. Wir setzen jetzt zur Landung an, berprfen Sie, ob Ihre Sicherheitsgurte fest genug angelegt haben, drhnte eine Frauenstimme durch den Lautsprecher ber der Tr, die zum Cockpit fhrte. Mulder schaute zu seiner Partnerin, da sie seit langem nichts mehr gesagt hatte. Er lchelte sanft als er sah, da sie eingeschlafen war. Mulder beugte sich zu Scully hinber, nahm ihre Anschnallgurte und schloss sie vorsichtig, so dass sie nicht aufwachte. Dann schnallte er sich selber an. Es wrde sicher noch mindestens eine halbe Stunde dauern, bis sie endgltig auf dem Boden ankommen wrden. 4 Flughafen von New Haven, Connecticut, 11.30 Uhr Am Flughafen von New Haven, Connecticut angekommen standen Mulder und Scully da, wie bestellt und nicht abgeholt. Das Wetter war nicht besonders angenehm: feucht aber warm. Der Himmel war mit grau-weien Wolken berzogen, alles in allem, ein Wetter, wie es nicht anders in Washington D.C. war. "Hatte Skinner nicht was davon gesagt, dass hier ein Mietwagen fr uns bereit stehen wrde? Oder habe ich mich da verhrt", sagte Scully in einem bertriebenen Ton und verschrnkte dabei die Arme. Nach einer Weile des Schweigens sagte Mulder dann berrascht: "Schauen Sie Scully, ich glaube, da kommt unser Mietwagen." Er zeigte auf den blau-metallic farbenen BMW, der rasend auf die zugefahren kam und kurz vor ihnen eine Vollbremsung machte. Der Wagen lief noch, als ein junger Mann aus dem Auto ausstieg, der wahrscheinlich nicht lter als siebzehn war, eine zerschnittene Jeans, ein Knicks T-Shirt und eine rot-weie Highschool-Jacke anhatte. "Endschuldigen Sie bitte die Versptung, aber es war jede Menge Stau auf dem Weg hier hin." Er nahm die Autoschlssel aus seiner Jackentasche und bergab sie Mulder. "Ist schon gut", sagte Mulder und gab ihm fnf Dollar als Trinkgeld. Die Augen des jungen Mannes weiteten sich. "Vielen Dank, Sir." Scully warf Mulder einen verwunderten Blick zu. Fnf Dollar waren eine ganze Menge Geld fr jemanden, der viel zu spt eingetroffen war. "Wie heit du?" fragte ihn Mulder. "Jeremy, Sir", antwortete der junge Mann. "O.K., Jeremy. Kannst du uns zum Hotel Piper bringen?" "Sicher, Sir", antwortete Jeremy kopfnickend. Mulder gab ihm die Schlssel und ging auf die Beifahrerseite des Autos zu. Scully tat es ihm gleich und stieg in die hintere Tr ein. Die Wagenreifen quietschten und Jeremy gab Vollgas, als wollte er den beiden Agenten zeigen, wie "sicher" er fahren konnte. "Schnallen Sie sich lieber an", riet Jeremy Mulder und Scully, "das knnte eine turbulente Fahrt werden.... aber dafr sind wir in ungefhr 10 Minuten da." Scully konnte sich nicht vorstellen, wie Jeremy zu spt kommen konnte. Wenn er so schnell fuhr, wrde er sogar wenn Stau wre nicht zu spt kommen. 5 Parkplatz vom Hotel Piper, 11.43 Uhr Am Hotel Piper angekommen stiegen Mulder und Scully erleichtert darber, wieder festen Boden unter den Fen zu haben aus dem Wagen aus. Mulder war ja schon ein durchgeknallter Fahrer, aber Jeremy bertraf alles, dachte sich Scully, whrend sie hinter Mulder herging. Jeremy hatte Mulder inzwischen die Wagenschlssel wiedergegeben und war schnell wieder verschwunden, um das nchste, nichts ahnende Opfer zu seinem Bestimmungsort zu bringen. Mulder nahm an der Rezeption seinen Schlssel entgegen und reichte Scully ihren. Er schaute kurz auf seine Uhr und verkndete dann: "Um 16.15 Uhr treffen wir uns wieder hier. Bis dahin sollten wir uns geduscht und umgezogen haben. ....oder brauchen Sie etwas mehr Zeit, Scully?" Mulder schaute Scully grinsend an. "Nein, Mulder, ich brauche nicht mehr Zeit. Bis gleich", entgegnete ihm Scully scharf und ging in ihr Zimmer. Mulder liebte es, wenn er auf Scully's Nerven rumhacken konnte... Pnktlich um 16.15 Uhr stand Scully an der Rezeption. Geduscht, angezogen und wtend, da Mulder schon wieder zu spt kam. Nach fnf Minuten lie sich Mulder dann auch mal blicken. "Schn, da Sie auch mal vorbeigekommen sind", sagte Scully mit verschrnkten Armen und einer ernsten Stimme ohne Mulder dabei anzusehen. "Tut mir leid, Scully. Demnchst komme ich nicht mehr zu spt, versprochen", sagte Mulder und schaute Scully entschuldigend an. "Kommen Sie, Mulder. Wir mssen noch zum Leichenschauhaus", sagte Scully und ging zur Tr hinaus. Mulder lchelte und ging ihr schnell hinterher. Sie stiegen ins Auto ein, Scully auf den Beifahrersitz und Mulder auf den Fahrersitz. "Bitte, Mulder, fahren Sie diesmal ruhig und gelassen, fr heute habe ich genug." "Fahre ich doch immer", sagte Mulder. Scully schaute ihm zweifelnd ins Gesicht. Whrend der Fahrt kramte Scully die Akten von dem Ehepaar Brown aus ihrer Tasche heraus und bltterte sie durch. "Mulder, haben Sie eine Vermutung, woran dieses Ehepaar gestorben sein knnte?" "Ich habe gehrt, da es Flle gegeben haben soll, wo das Licht von einem UFO erzeugt wurde und die Menschen, die diesem Licht ausgesetzt waren, haben nicht nur ihr Augenlicht verloren, sondern auch ihre gesamten Augen." Scully sthnte leise und schaute zum Fenster hinaus. "Nur ein Mensch hat sowas berlebt, Calvin Klainsteen. Er ist jetzt siebenundsechzig Jahre und lebt hier in Connecticut. Vielleicht...." "Moment mal! Mulder, Sie fangen ja schon wieder an, einen Fall mit einem ihrer auerirdischen Phnomen zu vergleichen. Wir haben noch gar nichts, keine Beweise, keinen rztlichen Befund und keinen Anhaltspunkt", sagte Scully. Sie konnte den genervten Ton in ihrer Stimme nicht verbergen. "Also, lassen Sie uns erst mal die beiden Leichen untersuchen, dann wissen wir mehr." Damit brach sie das Gesprch ab. Nach einer langen peinlichen Stille sagte Mulder: "Wir sind gleich da." Er wusste zwar nicht, warum er das gesagt hatte, oder was es ntzen sollte, aber er fand es besser als berhaupt nichts zu sagen. 6 Parkplatz des St. Williams Hospital, 17.00 Uhr Ein paar Minuten spter parkte Mulder auf dem riesigen, vielleicht etwas zu riesigen Parkplatz des St. Williams Hospital. Er schaltete den Motor aus und stieg aus dem Wagen. Scully folgte seinem Beispiel. Mulder schaute auf seine Armbanduhr: 17.03 Uhr. Als sie an der Rezeption des Krankenhauses angekommen waren, fragte Scully eine etwas ltere, dickliche Frau mit lockigen hochgesteckten Haaren und einem freundlichen, fast mtterlichem Gesicht nach einem Dr. Mercwich, der sie hier erwarten sollte. "Einen Moment...," sagte sie und whlte irgendeine Nummer auf dem Telefon. Sie nickte mit dem Kopf und bedankte sich bei der Person am anderen Ende. Dann wendete sie sich wieder zu den beiden Agenten hin: "Dr. Mercwich kommt sofort, er hatte noch eine Besprechung." "Vielen Dank, Mrs. ....," begann Scully. "Mummy", fhrte die Frau fort. "Nennen Sie mich einfach nur Mummy, so nennen mich hier alle." Scully musste grinsen. Tatschlich passte dieser Name genau zu dieser Frau. "O.K., dann, vielen Dank,...."Mummy"." "Agent Mulder?" rief jemand durch den Gang. Mulder reckte seinen Kopf. "Agent Mulder, ich bin Dr. Mercwich." Ein schlacksiger Mann Mitte dreiig, mit lockigen Haaren und einer Brille stand auf einmal neben den beiden Agenten und hielt Mulder seine Hand entgegen. Noch etwas verwundert, wie dieser Dr. Mercwich eben noch weit hinten und jetzt auf einmal neben ihm stehen konnte, schttelte er die knochige Hand des Doktors. "Ja, wie Sie wissen bin ich Special Agent Mulder und das hier ist meine Partnerin Special Agent Dana Scully", sagte Mulder, whrend er Scully symbolisch zunickte. Dr. Mercwich musterte Scully von oben bis unten. "Sehr erfreut... Donnerwetter! Sie sind mal eine Agentin." Scully schaute ihn entgeistert an. "Tut mir leid, aber es passiert nicht oft, dass eine so hbsche Agentin zu uns kommt." Scully tat so, als htte sie das berhrt und fragte: "Knnen Sie uns zu den beiden Leichen Melissa und Gary Brown bringen?" Als htte Dr. Mercwich das kleine Gesprch mit Scully vergessen, redete er auch schon wild ber die Leichen, whrend er Mulder und Scully den Gang entlang fhrte. Nachdem sie mit dem Aufzug ins Erdgescho gefahren waren, gingen sie jetzt einen langen schmalen Gang entlang. "Wir sind alle ziemlich ratlos, was die Todesursache der beiden Leichen angeht. Wir vermuten, dass sie von einem sehr grellen Licht geblendet wurden und dass durch dieses Licht ihre Augpfel hat platzen lassen. Aber fragen Sie mich nicht, was die Todesursache war", erklrte Dr. Mercwich, der vor den beiden Agenten ging und mit den Armen verschiedene Gesten wiedergab. Mulder und Scully schauten sich an, als wrden sie mit den Augen miteinander kommunizieren. Das hier war kein Einzelfall. So gut wie bei jedem Fall dem sie begegneten, wussten die rzte nicht weiter und sie mussten den Fall alleine klren. "Da sind wir", sagte Dr. Mercwich und schloss dabei eine schwere Metalltr auf. Als sie in den Raum hineingegangen waren, sahen sie direkt vor sich die zwei Metallbahren stehen, wo Melissa und Gary mit einem dnnen weien Tuch abgedeckt waren. Nur die Erhebungen der Fe und des Gesichts konnte man erkennen. Es roch stark nach Sterilisationsmitteln, ein Geruch, den Scully nur allzu gut kannte. Sie ging zielstrebig auf eine der Bahren zu und legte das Tuch vorsichtig zur Seite. Es war Melissa. Sie hatte eingefallene Lider und einen Gesichtsausdruck, in dem sich der Schrecken widerspiegelte. Um ihre Augen herum war getrocknetes Blut und die Flssigkeit, die die Augpfel enthalten. Scully schaute Mulder kurz, aber tief in die Augen, whrend sie sich die Handschuhe zur Exhuminierung anzog. Dr. Mercwich reichte Scully ein weies Jackett, das ebenfalls stark nach Sterilisationsmitteln roch. "Was haben Sie denn bisher erfahren knnen?" fragte Mulder schaute aber Scully bei ihrer Arbeit zu. Dr. Mercwich rusperte sich und erklrte dann: "Tja, wissen Sie, Agent Mulder, wir hatten bis jetzt nicht die Zeit, die Obduktion vorzunehmen, da wir in letzter Zeit sehr viele Leichen hatten, die schon lngere Zeit in den Khlfchern lagen." Whrend sich Dr. Mercwich und Mulder emsig unterhielten, fhrte Scully die Obduktion an Melissa weiter durch. Die Organe scheinen noch in Ordnung zu sein. Keinerlei Vernderungen der Blutlaufbahnen, dachte Scully vor sich hin. Als sie mit dem Brustkorb fertig war, setzte sie an den leeren Augenhhlen an. Die Augenhhlen sind komplett leer, es sieht aber auch nicht so aus, als wren die Augen gewaltttig entfernt worden... wenn ich ..... "Aah!" Mulder wirbelte erschrocken herum, als er den kurzen Schrei hrte. Scully sttzte sich mit der einen Hand auf die Bahre und hielt sich mit der anderen den Kopf. "Scully, was ist los?" fragte Mulder besorgt und strmte zu seiner Partnerin hin, dicht gefolgt vom den etwas verwirrt aussehenden Dr. Mercwich. Mulder sttzte Scully, aber sie schien sich schon wieder aufgerappelt zu haben. "Ist schon gut, Mulder", sagte Scully beruhigend. "Was war denn los?" fragte Dr. Mercwich besorgt. "Es war nichts, ist schon gut, Sie brauchen sich keine Sorgen machen. Ich bin nur etwas mde, das ist alles." Mulder schaute Scully unglubig an. "Es sind keine besonderen Merkmale bei der Leiche von Melissa aufgetaucht, ausgeschlossen natrlich die fehlenden Augpfel", sagte Scully und strich sich dabei eine rote Haarstrhne aus ihrem Gesicht. "Sie sollten sich ausruhen, Mrs.. Scully. Wir werden gleich Morgen die Leiche von Gary Brown untersuchen und werden Sie informieren, wenn etwas Ungewhnliches auftreten sollte", sagte Dr. Mercwich sanft. "Dr. Mercwich hat Recht. Sie haben einen anstrengenden Tag hinter sich." "Nicht anstrengender als Ihr Tag, Mulder", erwiderte Scully schmunzelnd, als wre nichts gewesen. Als sie im Hotel Piper angekommen waren, war es schon 20.54 Uhr und Scully wollte sich direkt hinlegen. "Und Ihnen geht es wirklich wieder gut, Scully?" fragte Mulder noch einmal mit einem besorgten Blick. "Alles bestens. Ich bin nur etwas mde." "Dann, gute Nacht. Wir sehen uns morgen", sagte Mulder und lchelte Scully aufmunternd zu. "Gute Nacht, Mulder", sagte Scully und ging in ihr Zimmer. Als Scully die Tr zugeschlossen hatte, streckte sich Mulder und er merkte, dass er auch ganz schon erschpft war. Er ging auf seine Zimmertr mit der Nummer 278 zu, schloss sie auf und ging ghnend hinein. Scully ging in ihr Schlafzimmer und lie sich auf das weiche Bett fallen. Von unten konnte sie die laute Musik noch gedmpft hren, die die Disco auflegte. Dann musste sie an den stechenden Schmerz denken, den sie in der Leichenhalle hatte, als sie gerade die Leiche von Melissa untersuchte. Was war der Auslser fr diesen pltzlichen Schmerz? Er durchzuckte in krzester Zeit ihren ganzen Krper und hrte dann aber auch direkt wieder auf. Sie musste wieder an ihren Krebs denken und daran, dass es keine Heilung fr sie gab. Sie atmete einmal tief durch, schloss ihre Augen und fiel kurz danach in einen unruhigen Schlaf. 7 15.05.97 Zimmer Nr.. 277, 11.30 Uhr Am nchsten Morgen wachte Scully von einem Geklopfe an der Verbindungstr zwischen ihr und Mulder auf. Die Sonne stand schon am Himmel und die Vgel zwitscherten vergngt. Es klopfte wieder. Scully blinzelte noch ganz benommen zur Tr hin, die einfach nicht aufhren wollte, klopfende Gerusche von sich zu geben. "Scully, schlafen Sie noch? Scully?" Was fr eine Frage. Nach diesem Kreuzfeuer von Klopfen konnte sie wohl kaum noch friedlich in ihren Trumen dahindsen. Scully ghnte und streckte sich. "Scully?" schallte es wieder gedmpft durch die Holztr. Wahrscheinlich war Mulder's Uhr stehengeblieben und jetzt meinte er, dass in der Nacht Aliens zu ihm ins Zimmer herein geflogen waren und mit ihm irgendwelche Versuche durchgefhrt haben. "Scully? Knnen Sie bitte die Tr ffnen? Ich muss etwas mit Ihnen besprechen." Scully setzte sich unter Protest aufrecht hin, rieb sich verschlafen die Augen und legte sich notdrftig ihre rot-blonden Haare zurecht. Anziehen brauchte sie sich nicht, da sie vor Mdigkeit ihre Sachen in der Nacht anbehalten hatte. Es klopfte wieder. "Scull..." "Ja, Mulder, ja. Ich komme sofort." Torkelnd ging sie auf die Holztr zu und schloss sie auf. Mulder stand da: frisch geduscht, rasiert und mit seinem typischen Lcheln auf den Lippen. "Guten Morgen, Scully", begrte er sie vergngt. "Guten Morgen? Das ist einer der schlimmsten Morgende, die ich je erlebt habe. Ich habe schlecht geschlafen und bin frh am Morgen von einem wilden Geklopfe aufgeweckt worden." Mulder schaute Scully mitleidig an. "Och, Scully. Es ist doch so ein schnes Wetter und der Tag verspricht viel Gutes." "Gutes? Warum Gutes?" fragte Scully immer noch benommen. "Ich habe die Adresse von Calvin Klainsteen herausbekommen und wir haben den Obduktionsbericht von Gary Brown." Scully ging sich durch ihr zerzaustes Haar. "Das ist schn, Mulder. Ich werde auch gleich den Bericht lesen, aber ... . Warten Sie einfach unten in der Frhstckshalle. Ich komme dann, wenn ich mich frisch gemacht habe." "O.K. Ich warte. Bis gleich." "Bis gleich, Mulder." Scully schloss die Tr wieder zu und schaute auf die Uhr: 11.47 Uhr. Scully's Augen weiteten sich. Schon so spt? Dann ging sie ins Badezimmer und drehte die Dusche auf. Was Scully Mulder nicht erzhlt hatte, war, dass sie nicht schlafen konnte, da sie die ganze Nacht schreckliche Schmerzen am ganzen Krper hatte. Diese Schmerzen waren nicht von ihrem Krebs. Es waren andere, stechende Schmerzen. Aber Scully redete sich ein, dass diese Schmerzen nichts weiter zu bedeuten htten... 8 Cafeteria des Hotels Piper, 12.45 Uhr "Da sind Sie ja, Scully." Mulder sa in der Cafeteria an einem Tisch neben dem Fenster und schlrfte seinen Kaffee aus einer grobfrmigen Tasse. Scully kam gerade die Treppe hinunter, frisch geduscht, dezent geschminkt und professionell gefnte Haare, wie sie es immer trug. "Sie sehen viel besser aus als eben." Er schaute auf seine Uhr. Sie hatte tatschlich nur eine Stunde fr das alles gebraucht. Scully setzte sich zu Mulder an den Tisch. "Mchten Sie auch einen Kaffee?" fragte Mulder nachdem er noch einen Schluck von seinem genommen hatte. Scully schauderte bei dem Gedanken. Sie konnte jetzt keinen Kaffe trinken - warum auch immer. "Nein Danke, Mulder. Ich mchte nur ein Glas Wasser." Mulder zuckte mit den Schultern - "Gut, dann nicht.... Bedienung!" Eine junge Frau mit einem roten Kleid einer weien Schrze und einem niedlich aussehenden Htchen auf dem Kopf drehte sich um und kam dann zu Mulder und Scully an den Tisch. "Sie wnschen?" fragte sie freundlich. "Ein Glas Wasser, bitte", sagte Mulder lchelnd. Die Bedienung nickte und ging dann zurck in die Kche. Als Mulder sich wieder Scully zugewandt hatte, schaute sie ihm in die Augen und fragte: "Also, Mulder. Was sagt der Bericht?" Mulder nahm noch einen Schluck von seinem Kaffee und setzte dann an. "Ach ja, der Bericht... Ich kann Ihnen leider nur sagen, dass sie an der Leiche von Gary Brown nichts Auergewhnliches mehr gefunden haben..." "Nichts Auergewhnliches gefunden. Hm? Wissen Sie Mulder, das habe ich mir irgendwie schon gedacht. Wir knnen den Gerichtsmediziner ja noch mal aufsuchen, wenn wir noch weitere Fragen haben." Mulder wollte gerade noch einen Schluck von seinem wahrscheinlich schon kalten Kaffee nehmen, setzte die Tasse aber dann doch abrupt wieder auf den Untersetzer, als er die Worte von Scully hrte. Fragend schaute Scully Mulder an. "Wissen Sie, Scully... ich glaube nicht... dass wir ihm noch irgendwelche Fragen stellen knnen..." Scully hatte keine Ahnung, was Mulder damit meinte. "Wie...?" "Ihr Wasser, Miss." Die Unterhaltung wurde durch die Bedienung abgebrochen, die Scully ein Glas Wasser mit einer Zitrone und Eiswrfel drin auf den Tisch stellte. Scully fuhr erschrocken herum. "W... Ach, das Wasser, Danke." Dann widmete sie ihre Aufmerksamkeit wieder Mulder hin, der ihr, bevor die Bedienung sie unterbrochen hatte, etwas mitteilen wollte. "Warum knnen wir den Gerichtsmediziner nicht noch einmal aufsuchen?" fragte sie ungeduldig. "Nun, der Gerichtsmediziner, Dr. Brookman... ist kurz nach der Obduktion unter starken Schmerzen zusammen gebrochen, ins Koma gefallen und kurz danach an einem..." Er schluckte schwer, setzt dann aber weiter: " ... Gehirnaneurisma gestorben, was sich spter aber als Gehirntumor herausstellte." Bei diesen Worten lief es Scully kalt den Rcken herunter. Sie lie sich aber nichts anmerken und sagte nichts. Statt dessen schaute sie auf den weien Tisch, presste ihre Lippen aufeinander und kratzte mit ihren Schuhen auf dem glatten Fuboden herum. Dann schaute sie wieder auf, als wre nichts gewesen und fragte Mulder: "Fahren wir zu diesem Calvin Klainsteen, von dem Sie erzhlt haben? Vielleicht kann er uns ja weiterhelfen." Mulder gab einen zustimmenden Laut von sich und stand dann betroffen auf. Scully atmete, fr Mulder unhrbar, tief durch und stand ebenfalls auf, ohne ihr Glas Wasser auch nur angerhrt zu haben. Mulder hatte Scully etwas verschwiegen...Dass der Gerichtsmediziner Dr. Brookman schon whrend der Obduktion an einzelnen Schmerzanfllen litt, die er seinem Assistenten mitteilte. Er war vorher jedoch vllig gesund. Er war in einem Einwandfreien, kerngesunden Zustand. Erst, als er die Leiche von Gary Brown untersucht hatte, hatte er diese seltsamen Anflle. Er ging hinter Scully her, die zielstrebig auf ihren Mietwagen zuging und sich neben die Beifahrertr stellte. Das Wetter war schwl und es fisselte etwas, so dass die Luft einen wrzigen Duft von feuchtem Laub und feuchtem Asphalt. Mulder ging zur Fahrerseite und schloss die Tr auf. Automatisch ging auch die Beifahrertr auf und sie setzten sich beide zur selben Zeit in den Wagen. Mulder machte sich Sorgen um Scully. Sie hatte doch bei der Untersuchung von Melissa Brown auch so einen Anfall gehabt. Aber er sagte erstmal noch nichts. Er knnte sich ja auch tuschen... 9 Jamstreet, 13.00 Uhr Mulder schaute auf seine Uhr: 13.00 Uhr. Sie hielten gerade an einer Ampel, die kurz bevor sie durchfahren wollten, abrupt auf rot berging. Eine Vollbremsung, ein Schimpfen von den hinteren Autofahrern und ein kleiner Schock war alles, was passiert war. Jetzt standen sie an der Ampel und konnten warten, bis sie wieder auf grn umschaltete. Mulder trommelte mit den Fingern auf dem Lenkrad herum und senkte immer wieder seinen Kopf um das ersehnte Grn auf der Ampel zu sehen - falls es je dazu kommen wrde. "Wo wohnt denn dieser Calvin?" fragte Scully und schaute dabei zu Mulder. "Raysondonstreet 63. Wir mssten gleich da sein..." TUUUT!!! Mulder zuckte zusammen, schaute blitzschnell auf die Ampel, aber bevor er sehen konnte, dass es tatschlich grn war, fuhr er schon los, um den Verkehr nicht unntig aufzuhalten. Sie bogen in die Derbiger Village ein und fuhren dann solange gerade aus, bis sie an eine Kreuzung kamen. "Raysonstreet! Da ist sie ja", sagte Scully und zeigte dann auf das Schild, wo der Name der Strae schon etwas abgeblttert draufstand. Mulder bog in die Strae ein und fuhr dann langsam die Strae entlang, auf der Suche nach dem Haus Nummer 63. "Hier ist es... sieht ziemlich einladend aus, oder?", stellte Mulder fest. Sie stiegen aus dem Auto aus und gingen auf das weie Haus mit blauen Fensterscheiben und blauem Trrahmen zu. Scully klingelte an der ebenfalls blauen Klingel, auf der der Name Klainsteen stand. Nach einer Minute ffnete immer noch niemand die Tr. Scully klingelte nochmals, aber es kam wieder keiner. "Es scheint niemand da zu sein", meinte Scully und sie wollte sich gerade umdrehen, als die Tr aufgemacht wurde. berrascht drehte sich Scully wieder um und stellte sich neben ihren Partner. "Ja, bitte?" fragte ein rundlicher Mann mit weiem Haar und einer glnzenden Halbglatze. "Entschuldigen Sie, sind Sie Calvin Klainsteen?" fragte Mulder mit einem freundlichem Gesicht. Der Mann, der einen ganzen Kopf kleiner als Mulder war, war sichtlich berrascht. "Ja, der bin ich. Wieso? Wer sind sie?" Mulder ging mit der rechten Hand unter seinen Mantel, zog seinen FBI-Ausweis heraus und hielt ihn gut sichtbar hoch. "Ich bin Special Agent Fox Mulder und das ist meine Partnerin Special Agent Dana Scully, wir sind vom FBI." Calvin zog seine Augenbrauen hoch und fragte sichtlich verwirrt: "Vom FBI? Habe ich irgendwas verbrochen?" Mulder lchelte beruhigend. "Nein, Mr. Klainsteen. Im Gegenteil. Sie knnen uns sogar weiterhelfen. Drfen wir reinkommen?" Calvin schien sich zu schmen, dass er den beiden Agenten nicht vorher angeboten hatte, herein zu kommen. "Oh, wie unhflich von mir, sicher, kommen sie rein", sagte er verlegen und machte seine Haustr weiter auf. Scully ging zu erst in das Haus und nach ihr Mulder. Das Haus war von innen viel grer, als es von auen zu sein schien. Alles war hell erleuchtet und geschmackvoll mbliert. Alles sah sehr freundlich aus und Scully berlegte ernsthaft, ob sie ihre Wohnung auch so hnlich gestalten sollte. "Kommen Sie doch bitte hier herein", sagte Calvin und zeigte auf das groe, genauso wie die anderen Zimmer, hell erleuchtete Wohnzimmer. Mulder kam dieses riesen Haus wie ein Palast vor, da er nur an sein vergleichsweise winziges Apartment gewhnt war. "Sie haben ein sehr schnes Haus, Mr. Klainsteen", sagte Mulder, immer noch total fasziniert von dem riesen groen Wohnzimmer. "Danke. Aber, sagen Sie doch bitte Calvin zu mir. Ich bin es nicht gewohnt, dass jemand zu mir Mr.. Klainsteen sagt. Das hrt sich so... fremd an, verstehen Sie?" Mulder nickte zustimmend und stellte sich dann neben die, fr seinen Geschmack viel zu groe Couch fr einen allein wohnenden Mann... "Wohnen Sie hier allein, Calvin?" fragte er. Calvin seufzte, als wrde ihm wehtun, was er jetzt sagen wrde. "Meine Frau ist vor vier Jahren an einem Unfall gestorben, der bis heute nicht erklrt werden konnte. Seit dem lebe ich in diesem riesigen Haus allein." Mulder nickte verstndlich, als wrde er die ganze Geschichte schon kennen. "Setzen sie sich doch, Agent Scully und Agent Mulder. Kann ich Ihnen irgendwas anbieten?" Scully setzte sich auf die Couch und Mulder auf den Sessel, der gegenber von der Couch stand. Wenn er schon mal die Gelegenheit hatte, sich auf so eine schne Garnitur zu setzen, dann setzte er sich auch schon auf den Sessel. Er schaute Scully fragend an, die seinen Blick erwiderte. "Einen Kaffe vielleicht", entschied sich Mulder. "Fr mich bitte nur ein Glas Wasser", sagte Scully. Calvin Klainsteen schien sich sichtlich zu freuen, dass er jemanden hatte, dem er etwas anbieten konnte oder mit dem er sich unterhalten konnte. "Ich bin gleich wieder da. Machen Sie es sich inzwischen gemtlich." Scully schaute sich noch einmal in dem Wohnzimmer um und dann zu Mulder. "Mulder," sagte sie leise - fast schon flsternd: "Dieser Mann soll einen Ansturm von diesem grellen Licht berstanden haben? Wenn es so wre, dann msste er vielleicht ein wenig verstrt wirken, sich vor Licht frchten, oder seine Augen mssten bleibende Schden zurckbehalten haben. Aber Calvin ist genau das Gegenteil dieser Charaktere. Er wirkt keineswegs verstrt, seine Augen sehen ganz normal aus und vor Licht scheint er sich ja wohl nicht gerade zu frchten." Sie sah auf die riesen groen Fenster, die von dem Boden bis an die Decke reichten und das Licht mehr als genug durchlieen. Und da der Abstand zwischen Boden und Decke ber 5 Meter hoch war, wirkten sie wie Fenster in eine andere Dimension. Mulder nickte zustimmend, aber seine Meinung war immer noch auf demselben Standpunkt wie vorher. Kurz danach kam Calvin wieder in das Wohnzimmer herein, mit einem silbernen Tablett in der Hand, das Mulder's, Scully's und wahrscheinlich sein Getrnk trug. Er ging zu Mulder und gab ihm seine Tasse Kaffe in die Hand. Sogar das Geschirr war kunstvoll verziert und sah ziemlich teuer aus. Mulder bedankte sich hflich und nahm direkt einen Schluck davon. Dann ging er zu lchelnd zu Scully und gab ihr ein Glas Wasser in die Hand. Sie wollte sich gerade bedanken, als ein heftiger, stechender Schmerz durch ihren Krper fuhr, wobei sie das Glas beinahe fallen lie. Sie zuckte zusammen und ihr Gesicht verzog sich schmerzvoll. Calvin nahm ihr das Glas schnell aus der Hand, legte das Tablett auf die Couch und hockte sich dann besorgt neben sie nieder. Scully schien immer noch Schmerzen zu haben, versuchte aber ruhig zu bleiben. "Scully, was ist mit Ihnen?" rief Mulder und strzte zu ihr. Sie umklammerte ihren Bauch, schien sich aber wieder etwas zu entspannen. "Agent Scully, was fehlt Ihnen?" fragte Calvin. Mulder sa jetzt neben Scully auf der Couch und beugte sich zu ihr vor. "Haben Sie starke Schmerzen? Soll ich Sie vielleicht zum Arzt fahren?" Scully hob abwehrend die Hand. "Nein. ...Es geht schon wieder. Es wre reine Zeitverschwendung, jetzt zum Arzt zu fahren." Dann atmete sie tief durch und lehnte sich auf die Couch zurck. "Haben Sie solche Anflle fter, Agent Scully?" erkundigte sich Calvin. "Erst seit kurzem", erwiderte Scully, verwundert darber, dass sich Calvin fr ihre Gesundheit interessierte. "Seitdem ich eine Leiche..." "...obduziert haben?" fragte Calvin ein bisschen zurckweichend. "Ja, woher wissen Sie das?" antwortete Scully erstaunt. Calvin schaute Mulder und Scully ernst und zugleich erschrocken an. Dann setzte er sich auf den Sessel, wo vorher Mulder drauf gesessen hatte und faltete seine Hnde. "Dann ist es also wieder soweit." "Was ist wieder so weit?" fragte Mulder verwirrt. "Wissen Sie irgend etwas ber die Leiche, die Sie untersucht haben?" Mulder warf Scully, die sich anscheinend wieder ganz erholt hatte, einen letzten, besorgten Blick zu und fing dann an, Calvin die ganze Geschichte zu erzhlen.... 10 Calvin Klainsteen's Haus, 14.22 Uhr Whrend Mulder Calvin darber informierte, wie sie auf die Leichen gestoen sind und was mit ihnen geschehen war, fiel ihm auf, dass Calvin die ganze Zeit mit dem Kopf nickte, als wrde er jedes einzelne Wort, das aus Mulder's Mund kam, schon voraus sagen knnen. Als Mulder dann fertig war, setzte sich Calvin aufrecht in den Sessel, sagte aber nichts. Man konnte frmlich sehen, wie er in seinem Kopf ber die ganze Sache nachdachte. Dann nahm er seine Brille ab, hielt sie in seiner Hand fest und schaute Mulder und Scully beschwrend an. "Agent Mulder, Agent Scully... Wir haben es hier mit einem Phnomen zu tun, gegen das wir sehr wahrscheinlich nichts ausrichten knnen. Dieses Licht, das Melissa und Gary Brown gesehen haben, habe ich, wie sie ja wahrscheinlich schon in Erfahrung gebracht haben, auch gesehen - und es berlebt. Ich war damals abends mit meiner Frau Clara und ein paar Freunden auf einer privaten Party, die wir jedes Jahr feierten. Wir saen im Garten meines besten Freundes und grillten. Wir haben gerade Poker gespielt und amsierten uns ber die vergangene Jahre. Aber dann..." Calvin schluckte schwer, setzte dann aber weiter: "Dann, so gegen 23.00 Uhr, wurde es auf einmal ziemlich khl, obwohl es mitten im Hochsommer war. Der Himmel war klar und man konnte jeden einzelnen Stern sehen. Zuerst machten wir uns nicht viel aus der pltzlich aufkommenden Klte, aber dann wurde es von Sekunde zu Sekunde klter und wir dachten daran, ins Haus zu gehen. Dann... sahen wir auf einmal ein helles Licht. Ich wusste nicht, woher es kam, oder wie es auf einmal vor uns sein konnte, aber es war einfach da. Alle schrien und ich rief noch, dass wir wegrennen sollen, aber es schien mich keiner mehr zu verstehen. Ich konnte meine Frau nicht mehr sehen... ich konnte absolut nichts mehr sehen. Das Licht war so kalt und so grell, wie es noch nicht mal die Sonne ist und es trug einen schreckliches Summen mit sich... Dieses Summen habe ich nie wieder vergessen. Ich hielt mir die Hnde vor die Augen, aber es ntzte nichts. Meine Augen schmerzten so schrecklich und ich rief immer wieder nach meiner Frau Clara, aber... die Schreie waren verstummt und das Summen des Lichtes hatte die Oberhand gewonnen." Mulder und Scully hrten Calvin fasziniert und erschrocken zugleich zu. "Ich wusste, dass nichts mehr zu retten war und da bin ich losgerannt. Ich hatte keine Ahnung, wohin ich rannte, aber ich musste von diesem Licht weg. Dann wei ich nur noch, dass ich in dem Sabina-Hospital aufgewacht bin und keiner mir diese Geschichte abgekauft hat. Die Leichen von meinen Freunden und meiner Frau wurden zwar untersucht, aber es wurde nichts Aufflliges gefunden. Es wurde einfach als "ungeklrt" abgehakt. "Genauso wie bei den Leichen von Melissa und Gary Brown." stellte Mulder fest. Calvin nickte betroffen. "Hat denn niemand sonst das Licht gesehen, wenn es doch so hell war?" fragte Scully. "Man hat spter die Umgebung nach Zeugen untersucht, aber niemand will das Licht auch nur ansatzweise gesehen haben, es ist wie verhext. Es wurde zwar nichts besonders Aufflliges festgestellt, auer dass die Augen an allen fehlten, aber der Gerichtsmediziner, der die Autopsie bei meiner Frau durchgefhrt hatte, ist kurz danach unter unglaublichen Schmerzen, an einem angeblichen Gehirnaneurisma gestorben..." "Was sich aber spter als Gehirntumor herausgestellt hatte..." fgte Mulder erstaunt hinzu. "Keiner will diese Geschichte wahrhaben, aber ich wei, dass diese Leichen von dem Licht, das sie umgebracht hat, von einem auerirdischen Licht verstrahlt worden sind und jede Person, die in die Nhe dieser Leichen kommen, werden auch infiziert. "Mein Gott. Scully, Sie haben die Leiche von Melissa doch auch untersucht!" Dann blickte Calvin entschlossen in Scully's Augen. "Agent Scully, Sie schweben in akuter Lebensgefahr." Scully konnte es nicht glauben. Sie hatte doch schon einen sehr wahrscheinlich tdlich ausgehenden Krebs. Wie konnte das Leben sie nur so bestrafen. "Gibt es denn nichts, was wir dagegen tun knnen?" Calvin schwenkte verneinend den Kopf. "Nein. Es gibt kein Heilmittel dagegen. Ich wrde Ihnen nur raten, sich nicht so sehr anzustrengen. Ansonsten kann ich Ihnen nicht mehr helfen. Es ist sowieso seltsam, dass es Ihnen noch so gut geht." Scully sa wie versteinert da. Es konnte nicht wahr sein. Es durfte nicht wahr sein. Eine Zeit lang sagte keiner etwas. Aber dann stand Scully auf. Mulder und Calvin schauten sie besorgt an. "Vielen Dank, Calvin. Wir werden dann jetzt gehen. Mulder...?" Mulder stand ruckartig auf, bedankte sich ebenfalls bei Calvin und gab ihm seine Visitenkarte. "Falls Ihnen noch irgendwas einfallen sollte... rufen Sie mich an." Dann gingen sie aus dem Wohnzimmer und auf die Haustre zu. "Warten Sie!" rief Calvin und kam langsam auf die beiden Agenten zu. Mulder und Scully drehten sich, als sie gerade die Tr hinaus gehen wollten, gleichzeitig um. "Mrs. Scully. Es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen nicht weiter helfen konnte. Ich wnschte, dass ich es knnte." Scully biss sich auf die Unterlippe, nickte Calvin zu und ging mit Mulder nach drauen zum Mietwagen. 11 14.57 Uhr "Sie sollten zu einem Arzt gehen, Scully." sagte Mulder, als sie in den Mietwagen eingestiegen sind. "Mulder, Calvin knnte sich doch auch geirrt haben. Er hat seine Frau verloren und bei so einem schweren Verlust kann man manche Sachen viel schlimmer wiedergeben als sie eigentlich sind. Es muss doch nicht sein, dass ich auch von dieser angeblichen Strahlung infiziert bin", entgegnete Scully ein wenig nervs. Mulder startete den Wagen und fuhr los. "Scully, ich glaube diesmal wirklich dass es besser wre, wenn Sie sich in ein Krankenhaus begeben wrden. Ich kann auch allein weitermachen." Scully schnallte sich an. "Kommt nicht in Frage. Ich mache weiter. Wissen Sie noch, was letztes Mal passiert ist, als ich Sie allein gelassen habe?" Mulder schaute weiter auf die Strae. "Ich knnte es mir nie verzeihen, wenn Ihnen etwas passiert. Bitte, lassen Sie sich untersuchen", bat sie Mulder eindringlich. Scully sthnte. "Also gut, Mulder. Ich werde mich untersuchen lassen... , wenn Sie mich danach mit dieser Geschichte in Ruhe lassen." Mulder atmete innerlich auf. "O.K., Scully. Ich will mich nur vergewissern, dass es Ihnen gut geht", entgegnete er erleichtert. Nachdem sie das Gesprch frs erste beendet hatten, lehnte sich Scully auf den Sitz zurck und schaute aus dem Fenster. Pltzlich verkrampfte sich ihr ganzer Krper, als sie ein stechender Schmerz durchfuhr. Sie biss ihre Zhne zusammen und hoffte, dass Mulder nichts mitkriegen wrde, doch nach ein paar Sekunden hrte der Schmerz auch schon wieder auf. Scully entspannte sich wieder und war erleichtert, dass Mulder nichts bemerkt hatte. Nach langem Schweigen stoppte Mulder wieder bei einer Ampel und schaute Scully an. Scully hatte ihre Arme vor der Brust verschrnkt und sah zum Fenster raus. "Scully, haben Sie eine Idee, wo wir jetzt weitermachen sollen?" fragte Mulder vorsichtig. Scully drehte ihren Kopf zu Mulder und schaute ihn einen Moment nachdenklich an. "Nein, Mulder. Im Moment wei ich auch nicht weiter. Wir sollten jetzt erstmal zum Hotel fahren." "Nein, nein, nein", protestierte Mulder. "Zuerst fahren wir ins Krankenhaus und dann...knnen wir zurck zum Hotel Piper fahren." Scully musste schmunzeln. "Sie sind einfach unverbesserlich, Mulder." Mulder lchelte zurck und schaute dann auf die Ampel, die jetzt orange geworden war. Er schaltete die Gangschaltung nach hinten und trat auf das Gaspedal, als die Ampel gerade grn geworden war. 12 Parkplatz des St. Williams Hospital, 15.35 Uhr Der blau-metallic farbene BMW parkte auf dem Gsteparkplatz des St. Williams Hospital, der ziemlich leer und verlassen wirkte, da nur sieben Autos dort standen. Mulder riss die Wagentr auf und stieg aus. Scully stieg nur eine Sekunde spter aus dem Wagen und ging hinter Mulder ins Krankenhaus. An der Rezeption fragte Mulder nach einem Arzt, der Zeit hatte, seine Partnerin zu untersuchen. Und wie auf Kommando kam ein mittelgroer Mann mit blonden, bis zu den Ohren gehenden Haaren und ungewhnlich weichen Gesichtszgen auf die zu, der wahrscheinlich gerade erst sein Examen gemacht hatte. "Ich bin Dr. Jennings . Kann ich Ihnen helfen?" fragte er freundlich. "Ja, meine Partnerin Agent Scully..." , er deutete auf Scully neben ihm, "...Mchte sich gerne untersuchen lassen." Dr. Jennings schaute Scully an, als ob er sich fragen wrde, was diese gutaussehende Frau nur fr Klagen haben knnte. Aber dieser Ausdruck verschwand im selben Moment auch wieder von seinem Gesicht und verwandelte sich in ein freundliches Lcheln. "Na, dann kommen Sie mal mit." Er wies Scully den Weg in ein Untersuchungszimmer nur zehn Meter von der Rezeption entfernt. Mulder blieb an der Rezeption stehen und wartete dort, bis Scully mit der Untersuchung fertig war. Als sie in dem Untersuchungsraum waren, wies er Scully auf die Bahre, die an der Wand stand. Wie in jedem Untersuchungsraum, war die Bahre mit einem Papierberzug bedeckt, was hygienische Grnde hatte und der Geruch von Desinfektionsspray fllte den Raum und gab ihm eine beunruhigende Atmosphre. Scully setzte sich auf die Bahre und wartete, bis Dr. Jennings seinen Papierkram zu Ende geschrieben hatte. Als er fertig war, rollte er auf seinem Schreibtischstuhl auf Scully zu. "Was haben Sie denn fr Beschwerden, Mrs.. Scully?" Scully schluckte erst, bevor sie eine Antwort gab. "Ich habe in letzter Zeit stechende Schmerzen, die zur gleichen Zeit in meinem ganzen Krper auftauchen. Ich dachte zu erst, es wren Muskelschmerzen, aber die treten nicht gleichzeitig im ganzen Krper auf." Dr. Jennings kratzte mit seinem Zeigefinger nachdenklich an seinem Kinn, das so aussah, als wre dort noch nie, auch nur ein Ansatz von einem Bart gewachsen. "Haben Sie die Schmerzen schon lnger?" "Nein, erst seitdem ich..." Scully brach den angefangenen Satz abrupt ab. Wenn sie jetzt sagen wrde, dass sie die Schmerzen erst hatte, seitdem sie ein Leiche obduziert hatte und das wahrscheinlich etwas damit zu tun hatte, wrde er nur mitleidig die Augenbrauen hochziehen und sich fragen, aus welcher Anstalt sie wohl entlaufen wre. "... Sie haben vor ungefhr zwei Tagen angefangen", setzte sie dann anders als vorgesehen weiter. Dr. Jennings nickte verstndnisvoll. "Dann werde ich Sie mal untersuchen. Wenn Sie sich bitte frei machen wrden..." Whrend Dr. Jennings Scully untersuchte, schaute sich Mulder im Gang um. Er war froh, dass er kein Arzt geworden war. Das ganze Gewhl und die ganze Aufregung hier wrde ihm wahrscheinlich schon nach wenigen Tagen auf die Nerven gehen. Er sah rzte, die verzweifelt versuchten, zu den verschiedenen Patienten zu gelangen, um sie zu untersuchen und wiederum verzweifelte Patienten, die versuchten zu ihren rzten zu gelangen. Obwohl drauen kaum Autos standen, war der Gang ziemlich voll von Menschen. "Sie wissen, dass...", begann Dr. Jennings zgernd, als er mit der Untersuchung fertig war. Scully schluckte. Sie wusste, was jetzt kommen wrde. "Dass ich Krebs habe. Ja, das wei ich schon lnger. Aber Sie knnen mit mir ber dieses Thema normal sprechen. Ich habe mich damit abgefunden", setzte Scully weiter. "O.K. Also, ich glaube, dass diese Schmerzen von ihrem Krebs kommen. Er sitzt, wie Sie ja schon wissen, direkt am Gehirn und hat somit eine starke Auswirkung auf die gesamte Nervenbahn in ihrem Krper. Ich kann, auer diesen Tumor nichts Auergewhnliches entdecken. Sie sind sogar in einem sehr bemerkenswert gutem Zustand - dafr, dass Sie diesen Tumor schon lngere Zeit haben." "Der Krebs?" fragte Scully unglubig, whrend sie sich ihre Bluse wieder zuknpfte. "Aber diese Schmerzen treten doch in meinem ganzen Krper zur gleichen Zeit auf. Diese Symptome sind doch untypisch fr den Krebs dieser Sorte. Sind Sie sicher, dass diese Schmerzen davon kommen?" Dr. Jennings bltterte mit hochgezogenen Augenbrauen durch seinen Block, auf dem er sich whrend der Untersuchung Notizen gemacht hatte. "Ich wsste nicht, woher die Schmerzen sonst kommen sollten", sagte er kopfschwenkend. Scully sthnte leise und knpfte den letzten Knopf ihrer Bluse zu. Dr. Jennings rollte wieder mit seinem Schreibtischstuhl zu seinem Schreibtisch, schrieb etwas auf einen Zettel und erklrte dabei: "Um die Schmerzen zu lindern, verschreibe ich Ihnen Amadol-Tramodolhydrochlorit. Und wenn die Schmerzen zu gro werden, nehmen Sie bitte zu dem auch noch jeweils zwei Tropfen Myospasmal. Allerdings drfen Sie danach kein Auto fahren, oder sich sonstwie in den Verkehr mit einbeziehen, da die zwei Tropfen Myospasmal zusammen mit dem Amadol eine sehr starke Wirkung auf Ihr Reaktionsvermgen haben und Sie daher ein leichtes Dmmergefhl haben werden. Scully wusste das alles, aber sie lie Dr. Anderson ihr das alles noch mal erklren. Dr. Anderson unterschrieb den Zettel noch schnell und ging dann auf Scully zu. ...Ding Dong! Dr. Jennings, bitte in den Operationssaal Nr.. 37. Dr. Jennings bitte! kam eine Frauenstimme durch den Lautsprecher ber der Tr. Dr. Jennings schaute erstaunt auf den Lautsprecher, als wrde er dort irgend etwas erkennen, was nur er sehen konnte. "O.K. Mrs.. Scully. Diesen Zettel geben Sie bitte an der Rezeption ab und geben Ihre Adresse an. Die Medikamente werden heute Abend bei Ihnen sein." Mit diesen Worten strmte der Doktor aus dem Zimmer und lie Scully allein auf der Bahre sitzen. Scully ging zur Rezeption und gab, - wie Dr. Jennings es ihr erklrt hatte, das Rezept mit den Medikamenten ab. "Ihre Adresse bitte?" forderte sie die fllige Frau auf, die Scully schon beim letzten Besuch getroffen hatte und ihr gesagt hatte, dass sie sie "Mummy" nennen solle. Scully musste bei dem Gedanken lcheln, dass sie alle mit dem Namen "Mummy" ansprachen. "Ihre Adresse, Miss", wiederholte die Frau, ohne Scully anzusehen. "Eaststreet 12-20, Hotel Piper in der 3rd Avenue. Zimmer 277. Auf den Namen Dana Scully", gab Scully an. "Danke, Mrs. Scully", sagte die Frau und schaute Scully zum ersten Mal an. "Ach, Sie sind's!" rief sie erfreut und lchelte Scully dabei so an, dass man ihre Grbchen sehen konnte. Scully erwiderte ihr Lcheln, musste sich dann aber auch schon wieder verabschieden. "Bye, Mummy!" verabschiedete Scully sich winkend und ging auf Mulder zu, der gerade an dem Getrnkeautomaten stand und einen Becher Kaffee in der Hand hielt, whrend er sich an dem Rckgeld, das aus dem Automaten einfach nicht rauskommen wollte, zu schaffen machte. "Knnen wir fahren, Mulder?" fragte sie, als sie direkt hinter ihm stand. Mulder wirbelte herum und vergo dabei ein bisschen Kaffee, der beinahe auf seinem Anzug gelandet wre, wenn er nicht instinktiv den Becher von sich weggehalten htte. Mulder atmete erleichtert durch, als er registriert hatte, dass kein Kaffeefleck auf seinem Hemd gelandet war. "Und, was hat der Arzt gesagt?" fragte er, whrend er versuchte einen Schluck von dem heien Kaffee zu nehmen. Scully zuckte leicht mit den Schultern. "Er hat auch nicht gewut, woher die Schmerzen kommen und hat mir nur Schmerzmittel verschrieben, um die Schmerzen zu lindern, falls sie wieder auftauchen sollten." Mulder hatte es geschafft, einen Schluck von dem Kaffee zu nehmen. "Dann sind sie also gesund?" fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen. "Auer meinem Krebs, habe ich keine andere Infektion oder Krankheit." "Vielleicht ist ja der Krebs der Auslser dafr," berlegte Mulder. "Es sind wahrscheinlich nur Muskelschmerzen, Mulder. Sie brauchen sich darum nicht weiter Sorgen machen", beruhigte ihn Scully. "Das hoffe ich, Scully. Das hoffe ich." Mulder hatte den Appetit auf Kaffee mit einem Schlag verloren und stellte ihn auf die Ablage des Automaten. "Dann lassen Sie uns gehen", schlug er vor und ging zur Haupttr. Scully ging ihm hinterher und setzte sich, als sie drauen waren, auf den Beifahrersitz ihres Mietwagens, whrend sich Mulder auf den Fahrersitz setzte. Er steckte den Schlssel ins Zndschloss und drehte ihn um. "Wir fahren jetzt erstmal zurck ins Hotel", sagte Mulder und fuhr los. 13 Hotel Piper, 17.36 Uhr Es fing schon an zu dmmern, als Mulder und Scully wieder am Hotel Piper angekommen waren. Als Mulder gerade den Schlssel aus dem Zndschloss ziehen wollte, unterbrach Scully sein Vorhaben. "Mulder, knnen Sie mir sagen, was wir jetzt machen sollen? Wir haben so gut wie keinen Anhaltspunkt und dieser Calvin Klainsteen konnte uns auch nur begrenzt weiterhelfen. Wir haben so gut wie nichts in der Hand." Mulder schaute Scully selbstsicher und vielleicht sogar ein bisschen amsiert ber ihre Ratlosigkeit an. "Warten Sie erstmal bis morgen. Mir wird schon was einfallen." Ohne etwas weiteres zu sagen, riss Mulder den Schlssel aus dem Zndschloss und stieg fast im selben Moment aus dem Wagen aus. Scully blieb noch ungefhr zwei Sekunden lnger sitzen und dachte zweifelnd ber Mulder's, naja, "Antwort" nach. Dann stieg sie auch aus und knallte die Tr hinter sich zu. Als sie vor ihren Zimmern standen, wollte Mulder gerade seinen Schlssel unter seinem Mantel hervor zcken, als er im Blickwinkel sah, wie Scully ein schmerzverzerrtes Gesicht machte und etwas gekrmmt nach ihrem Zimmerschlssel kramte. Mulder schaute verwundert auf. "Scully, geht es Ihnen gut?" Scully lchelte geknstelt und antwortete: "Es geht schon, Mulder. Ich habe nur etwas Bauchschmerzen. Wenn ich gleich eine Tablette nehme, geht es mir bestimmt wieder besser." Mulder konnte nicht glauben, was Scully gesagt hatte. Dauernd sagt sie, dass nichts wre, aber diese hufigen Schmerzen hatten etwas zu bedeuten. Scully hatte jetzt ihren Wohnungsschlssel gefunden und setzte ihn am Trschloss an. Mulder wollte Scully nicht auf die Nerven gehen, da er ihr ja auch versprochen hatte, sie nicht mehr auf diese Lichtgeschichte anzusprechen, aber er wrde sich trotzdem weiter Sorgen um sie machen. "Gute Nacht, Mulder." wnschte Scully ihrem Partner. "Gute Nacht, Scully." erwiderte Mulder ihrem Wunsch. Doch bevor sie ihre Tr zu machte, fragte er noch mal unsicher: "Geht es Ihnen auch wirklich gut?" Scully biss sich auf die Lippen und zuckte kurz und kaum bemerkbar zusammen. Sagte aber dann so ruhig, wie es nur ging: "Ja, Mulder. Mir geht es gut. Machen Sie sich keine Sorgen. Ich schlafe jetzt und bin morgen wieder frisch und munter... wirklich." Dann machte sie schnell die Tr zu. Mulder konnte es immer noch nicht richtig glauben. Aber er war ja da, wenn etwas passieren sollte. Dann widmete er seine Aufmerksamkeit wieder seinem Schlssel und machte die Zimmertr auf. Als er im Zimmer war, setzte er sich auf die Couch und rief den Zimmerservice an. "Hallo. Hier ist Zimmer Nr. 278. Ich htte gern ein normales Abendessen und eine Tasse Kaffee... Ach ja. Und fr Zimmer Nr.. 277 auch ein normales Abendessen und ein Glas Wasser. Danke." Als er mit dem Gesprch fertig war, lie er den Hrer auf das Telefon fallen und machte es sich auf der Couch gemtlich. Ich werde gleich mal bei Scully vorbei schauen, mal sehen, ob es ihr besser geht... Scully sa zusammengekrmmt auf ihrem Bett und atmete schwer. Dann ging sie auf den Esstisch zu und sah, dass auf ihm ein Pckchen lag. Das mssen die Tabletten sein! dachte sie und riss es auf. Sie nahm direkt zwei von den Amadol-Tabletten. Dann ging sie wieder auf das Bett zu und legte sich hin. Die Schmerzen wurden immer strker und durchzuckten in einer Sekunde ihren ganzen Krper. Ihr Gesicht war schmerzverzerrt und sie hielt sich den Bauch. Zitternd und verkrampft lag sie auf dem Bett und schnappte verzweifelt nach Luft. Was konnte das denn nur sein? Die Schmerzen waren diesmal viel schlimmer als sonst. Scully biss die Zhne zusammen. Sie wlzte sich auf dem Bett hin und her und stand dann ruckartig auf, um noch die Myospasmal Tropfen zu nehmen. Zitternd nahm sie das Flschchen und lie ein paar Tropfen auf den beigepackten Lffel tropfen. Hastig steckte die sich den Lffel in den Mund. Als sie wieder zum Bett gehen wollte, kam sie nur bis zur Bettkante und sackte dann in sich zusammen. Sie klammerte sich an dem Bettende fest und wollte schon einen Schmerzensschrei loslassen, aber sie hielt sich zurck und gab nur einen kleinen Laut von sich. Sie merkte, wie ihr Schweiperlen ber ihr Gesicht liefen. "Wann wirken denn diese Tropfen, verdammt." brachte sie schon etwas wimmernd hervor. Das Atmen fiel ihr immer schwerer. Da klopfte es an der Verbindungstr. "Scully?" fragte Mulder zaghaft. "Darf ich reinkommen?" Die Tr war nicht verschlossen und als Mulder keine Antwort von Scully vernahm, ffnete er sie langsam. "Scully? Wo sind..." Mulder riss erschrocken die Augen auf, als er Scully nach Luft ringend am Boden sah. Er stolperte sofort zu ihr hin und sttzte ihren Kopf in seinen Armen. "Scully, was haben Sie? Wo haben Sie Schmerzen?" Scully zitterte am ganzen Krper und zuckte immer wieder unter starken Schmerzen zusammen. Mulder hob sie sanft hoch und trug sie in ihr Bett. "Mulder, geben Sie mir... die Medikamente, die auf dem Tisch liegen", bat ihn Scully, die noch immer zitternd auf dem Bett lag. Mulder hastete zu dem Tisch hin und nahm die Tropfen und die Tabletten. "Wieviel brauchen Sie?" fragte er. Scully schrie kurz auf, als wieder ein weiterer Schmerz sie durchzuckte. "Zwei! Geben Sie mir Zwei!!!" Mulder holte hastig zwei Tabletten aus der Schachtel und gab sie Scully, die sie auch direkt in den Mund nahm und schluckte. "Warten Sie, ich hole ein Glas Wasser", sagte Mulder und sprintete zum Wasserhahn hin. Scully nahm den kleinen Lffel aus der anderen Schachtel, gab ein paar Tropfen hinein und schluckte sie. Mulder hatte auch schon das Wasser in ein Glas gegossen und kam zurck zu Scully. "Ihr Wasser... Geht es Ihnen schon besser?" fragte Mulder besorgt. Scully hatte aufgehrt zu zittern und hatte kaum noch Krmpfe. "Es geht schon. Danke, dass Sie mir geholfen haben." sagte Scully und lchelte dabei schwach. "Das normalste der Welt", erwiderte Mulder sanft lchelnd. Da klopfte die Tr. "Zimmerservice!" durchdrang eine piepsende Stimme die Tr. "Ich komme gleich wieder", sagte Mulder und ging zur Tr. Als er sie ffnete, stand ein kleiner, dunkelhutiger Junge mit einem kleinen, roten Kppchen auf dem Kopf vor der Tr. "Ihr Abendessen, Sir. Drben hat niemand aufgemacht, da habe ich alles hier hin gebracht", sagte der Junge mit einem ausgeprgten, spanischen Akzent und deutete dabei auf das Service, das er mitgebracht hatte. "Danke. Hier sind 5 Dollar. Kauf' dir dafr ein schnes Auto." Mulder steckte ihm das Geld in seine Jackentasche und nahm dann das Tablett entgegen. "Vielen Dank, Sir", jubelte der kleine Junge und lief bermtig den Gang entlang. Mulder machte leise die Tr zu und nahm das Glas Wasser vom Servierwagen mit. Er ging zu Scully ans Bett und stellte das Glas auf den Nachttisch, wo auch die Medikamente standen. Er setzte sich auf ihr Bett. "Hier ist ein Glas Wasser, frisch vom Zimmerservice. Sogar mit einer Zitr..." Mulder setzte den Satz nicht weiter. Scully lag in ihrem Bett und schlief. Sie atmete ruhig und die Schweiperlen waren auch von ihrem Gesicht verschwunden. Mulder war erleichtert, dass es ihr wieder besser ging. Er streckte seine Hand aus und hielt sie gegen ihre Stirn - kein Fieber. Mulder lchelte sanft und legte die Wolldecke ber ihren Krper. Dann schloss er die Verbindungstr ab und setzte sich wieder neben Scully auf einen Stuhl. Er wrde die Nacht hier verbringen, um sicher zu gehen, dass es ihr gut ging. 14 16.05.97 Zimmer Nr. 277, 10.46 Uhr Piep, piep, piep...piep, piep, piep!! Mulder schreckte bei dem Gerusch hoch. Instinktiv schaute er auf seine Uhr: 10.46 Uhr. Er war gestern Nacht wohl neben Scully eingeschlafen. Er rieb sich noch ziemlich mde die Augen und blinzelte auf Scully's Bett. Scully lag da, gerade die Augen aufgeschlagen und schaute Mulder verwirrt an. Piep, piep, piep... Mulder's Handy wollte einfach nicht aufhren, zu klingeln. Mulder griff noch etwas benebelt nach seinem Jackett, das er zuvor ber den Stuhl gelegt hatte und holte das nervttende Ding aus der Tasche. "M u l d e r", leierte er in die Sprechmuschel und rieb sich dabei die Augen, um sich der Umgebung um ihn herum bewut zu werden. Am anderen Ende meldete sich Calvin Klainsteen. "Guten Morgen, Agent Mulder. Hier ist Calvin Klainsteen." Mulder zog verwundert die Augenbrauen hoch und schaute zu Scully. "Ja? Warum rufen Sie mich an, Calvin? Ist Ihnen noch etwas eingefallen?" "Nein. Eingefallen ist mir nichts mehr", antwortete Calvin ein bisschen bedauernd. "Aber ich habe da was fr Sie, was sie vielleicht interessieren wird", versprach er. Mulder schaute Scully an, die sich gerade aufrecht hingesetzt hatte. "Es ist wieder jemand an diesem Licht gestorben", verriet Calvin. "Woher wissen Sie das? Und woher wissen Sie, ob sie wirklich an diesem Licht gestorben sind?" fragte Mulder etwas skeptisch, was fr ihn sehr untypisch war. "Ich habe es selber mitbekommen. Die Anzeichen sprechen alle dafr, die Leichen haben die gleichen Symptome, wie die von denen, die Ihre Partnerin untersucht hat: Sie haben alle geplatzte Augpfel. Und wieder will niemand etwas gesehen oder gehrt haben. Und... auerdem... spre ich das." Calvin hatte Mulder berzeugt, was nicht besonders schwierig war und war jetzt voll und ganz Calvin's Meinung. "Wo sind die Leichen gefunden worden? Und wo sind sie jetzt?" fragte Mulder gierig nach Antworten. "Sie sind heute Morgen ca. um 3.30 Uhr direkt neben meinem Haus gefunden worden und sind jetzt... ich glaube sie sind in das Greyzone Hospital gebracht worden. Aber ich rate Ihnen, die Finger von diesen Leichen zu lassen. Sie sind alle verstrahlt." "Aber dann mssen wir die rzte dort warnen!" entgegnete Mulder. Eine kurze Stille trennte das Gesprch fr ein paar Sekunden, dann setzte Calvin weiter: "Agent Mulder. Sie knnen den rzten sagen was Sie wollen, sie werden es Ihnen nicht glauben. Man kann diese Strahlung, die sie abgeben, nicht nachweisen. Man kann rein gar nichts nachweisen." Mulder sthnte. "O.K. Danke Calvin. Wir werden zu diesem Krankenhaus fahren", verabschiedete er sich und schaltete das Handy aus. Er sah Scully lchelnd an. "Geht es Ihnen wieder besser?" fragte er, obwohl das nicht zu bersehen war. "Ich fhle mich soweit ganz gut..." antwortete Scully noch ein bisschen geschwcht. "Sind Sie die ganze Nacht hier gewesen?" fragte sie vorsichtig. "Na ja. Sagen wir, ab dem Zeitpunkt, wo Sie auf dem Boden zusammengebrochen sind", korrigierte Mulder. Scully fasste sich unglubig an die Stirn. "Ich kann mich kaum noch an was erinnern", gab sie verunsichert zu. Darauf schaute Mulder sie enttuscht an. "Och Scully. Dann knnen Sie sich also nicht mehr an meine filmreife Rettungsaktion erinnern?" Scully musste schmunzeln, als sie das hrte und Mulder schmunzelte zurck. "Wer war denn eben am Handy?" fragte Scully. "Ach ja. Das war Calvin. Es gibt weitere Tote, die wahrscheinlich von diesem Licht gettet worden sind. Calvin hat das alles heute Morgen selbst mitbekommen. Die Leichen sind jetzt im Greyzone Hospital." "Um wieviel Uhr fahren wir dorthin?" fragte Scully wieder voll und ganz auf den Fall konzentriert. Mulder gab einen seufzenden Laut von sich. "Scully. Sind Sie sicher, dass Sie das schaffen? Ich meine nach dem Vorfall von gestern Abend..." Scully stieg schnell aus ihrem Bett aus - einen kurzen Moment verwundert darber, dass sie noch angezogen war und ging auf das Badezimmer zu. "Ja, Mulder, ich bin mir sicher, dass ich das schaffe." Mulder war nicht gerade einverstanden mit dieser Antwort, aber... was sollte er machen? "Wir treffen uns dann um 12.00 Uhr an dem Mietwagen", sagte Mulder widerspenstig, schloss dann die Verbindungstr wieder auf und verschwand in seinem Zimmer. 15 Fregerstreet, 12.09 Uhr "Was meinen Sie, was wir machen sollen, wenn wir ja nicht mal in die Nhe der Leichen kommen drfen?" fragte Scully ihren Partner, der gerade ziemlich angestrengt auf die vor ihn liegende Strae schaute, da sie durch das diesige Wetter feucht und glitschig geworden war. Mulder sah aus, als ob er ber diesen Fall nicht gerade sehr viel nachdachte, aber Scully sprte, dass sein Gehirn fieberhaft nach einer Antwort fr diesen Fall suchte. Er bremste scharf vor einer roten Ampel und rutschte noch ein paar Meter weiter, bevor der Wagen endgltig zum Stillstand kam. "Also, mit Ampeln haben Sie es nicht so, oder?" fragte Scully ber den Vorfall nicht besonders berrascht. Mulder's Blick wanderte langsam von der Strae zu Scully. "Also... wir fahren jetzt erstmal zum Greyzone Hospital. Wenn wir da sind, werden wir uns erkundigen, wo die Leichen hingebracht worden sind. Und dann... ich wei nicht genau, wie wir dann an die Leichen herankommen sollen", sagte Mulder schulterzuckend, whrend er... pnktlich den Gang umlegte und weiterfuhr, nachdem die Ampel grn geworden war. Scully zog die Augenbrauen hoch. "Mulder, Sie knnen es ja." Am Greyzone Hospital angekommen, gingen sie gleichen Schrittes durch die Haupttr. "Ich mchte wissen, wie oft wir bei diesem Fall schon in ein Krankenhaus hereinspaziert sind", fragte sich Scully, als sie an der Rezeption angekommen waren. Mulder lie seinen FBI-Ausweis aufblitzen und verkndete: "Guten Tag. Ich bin Special Agent Fox Mulder und das ist meine Partnerin Dana Scully, wir sind vom FBI. Endschuldigen Sie, knnen Sie mir sagen, ob hier vor kurzem mehrere Leichen eingeliefert worden sind? Es muss so um 4.00 Uhr morgens gewesen sein", erkundigte sich Mulder bei der Sekretrin. "Einen Moment..." Die Sekretrin bltterte in einem groen Ordner und blieb mit dem Finger an einer mit Textmarker unterstrichenen Reihe stehen. "4.00 Uhr... Da htte normalerweise der Wagen mit den Leichen eintreffen mssen... Moment mal. Da ist noch nicht einmal der Krankenwagen Nr.. 229 eingetroffen! Einen Moment, das muss ich melden." Mulder und Scully sahen sich gegenseitig in die Augen. Es sah gerade so aus, als ob sie miteinander kommunizieren wrden. Als die Sekretrin das Gesprch beendet hatte, wendete sie sich wieder den beiden Agenten zu. "Der Wagen wird gerade gesucht. Wir werden ihn schon finden... Im Moment kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen. Wenn Sie bitte spter noch einmal wieder kommen wrden?" entschuldigte sich die Sekretrin mit einem freundlichen Lcheln. Mulder nickte freundlich mit dem Kopf und ging mit Scully wieder raus. Als sie wieder im Auto saen, redete Mulder direkt wie auf Knopfdruck los. "Scully, ich glaube nicht, dass..." "Dieser Wagen aus Zufall verschwunden ist, wollten Sie das sagen?" setzte Scully den Satz weiter. Mulder steckte den Schlssel in das Zndschloss und schnalzte mit der Zunge. "Sie erstaunen mich immer wieder, Scully", gab er leicht lchelnd zu. Ein paar Sekunden blieben sie schweigend im Wagen sitzen. "Ich schlage vor, dass wir zur Raysonstreet fahren und uns mal nach mglichen Zeugen umsehen", meinte Mulder. "O.K." entgegnete Scully. Mulder musterte Scully von oben bis unten. "Haben Sie seit gestern Abend keine Schmerzen mehr gehabt?" erkundigte er sich besorgt. "Nein." antwortete Scully knapp. Mulder wollte schon etwas sagen, aber er verkniff es sich und startete den Wagen. Als sie durch die Straen fuhren, bemerkte Scully, wie freundlich sie wirken wrde, wenn da nicht dieser dstere Regen wre, der die kleine Stadt schon die ganzen Tage, in denen sie und Mulder jetzt hier waren, berdeckte. Aber sie waren das ja gewhnt - Washington sah nicht anders aus. Manchmal hat man das Gefhl, als ob die ganze Welt dster und verregnet ist, dachte Scully, whrend sie in dem Wagen durch die Gegend schaute. 0123> !"6MN%&'234~ytpkfb] ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac ]ac ]ac]a ]ac ]^ab]a ]ac ]ac]a]^a ]ac ]ac ]ac]a ]ac ]ac]^a ]ac" H I J /01opqCDE#$%cde  ¾|xsnje`\]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac#89:+,-&'( """½|wsnie`[ ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac#"Q$R$S$%%%&&&'''* * *S*T*U****+++,,,R-S-T------þ}xsojea\ ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a#--..._.`.a..........///S1T1U1222,3-3.3A5B5C55555¾|xsnje`\]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a ]ac#555666"6#6$6h7i7j7k7l7m7777888999:::<<<@<A<B<===½|wsnie`[ ]ac ]ac]a ]ac ]ac]a 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